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23.04.2018, 15:29

Auch Mitbewerber Türkei stellt Bewerbung vor

Endspurt um EM 2024: Lahm und Grindel bei der UEFA

Es ist "nur" ein Zweikampf: Deutschland oder Türkei lautet die Frage in Sachen EM-Gastgeberrolle 2024. In dieser Woche werden beide ihre Kandidatenmappe direkt vor Ort bei der UEFA abgeben. Für den DFB wird neben Präsident Reinhard Grindel auch sein prominenter Wahlkampf-Helfer Philipp Lahm dabei sein. Bis zur Entscheidung des 18-köpfigen UEFA-Gremiums dauert es aber noch etwas.

EM-Botschafter Philipp Lahm (li.) und DFB-Präsident Reinhard Grindel
Vertreten die deutsche EM-Bewerbung: Botschafter Philipp Lahm (li.) und DFB-Präsident Reinhard Grindel.
© imagoZoomansicht

Umgeben vom malerischen Ambiente von Genfer See und Alpen werden Grindel und Lahm am Dienstag gegen 10 Uhr in der UEFA-Zentrale die deutsche EM-Bewerbung vertreten. Bis zur Entscheidung dauert es aber noch: Am 27. September entscheiden die Mitglieder des Exekutivkomitees der UEFA, ob Deutschland oder die Türkei das Kontinentalturnier 2024 veranstaltet. 18 Exko-Mitglieder sind dann wahlberechtigt - DFB-Präsident Grindel und sein türkischer Kollege Servet Yardimci nicht, da sich ihre Länder um das Turnier bewerben. Dafür können erstmals bei einer EM-Wahl die von der European Club Association ins Exko entsandten Andrea Agnelli (Italien) und Ivan Gazidis (England) sowie der Vertreter der European Professional Football Leagues, Lars Christer Olsson (Schweden), mit abstimmen.

Die Schatten der WM-Vergabe 2006

Bis es zur Abstimmung kommt, gilt es für Grindel und Lahm auch, die Schatten der Vergangenheit zu vertreiben. Der weiter nicht restlos aufgeklärte Skandal um die Vergabe der WM 2006 darf keinen negativen Effekt haben. Für Grindel ist klar: "Die WM 2006 ist für viele im internationalen Fußball bis heute absolut positiv besetzt und ein unvergessliches Erlebnis. Meine Kollegen im UEFA-Exko wissen, dass der neue DFB für Good Governance und Compliance steht. Sie wissen, dass unsere Bewerbung vom ersten Tag an in transparenter Art und Weise angegangen wurde."

Für den Auswahlprozess der möglichen Spielorte wurde Transparency International als Aufpasser engagiert. Berlin, München, Düsseldorf, Stuttgart, Köln, Hamburg, Leipzig, Dortmund, Gelsenkirchen und Frankfurt am Main bekamen den Zuschlag. Zehn Spielorte sind für das 24-Nationen-Turnier mit 51 Partien mittlerweile notwendig.

Lahm soll auch bei der WM für das EM-Projekt werben

Schon vor Lahms Sommer-Engagement als ARD-Experte war geplant, dass er für den DFB zur WM nach Russland reist, um für das DFB-Projekt zu werben. An das Heim-Turnier vor zwölf Jahren hat Lahm nur gute Erinnerungen: "Deutschland hat sich als gastfreundliches, modernes Land und guter Organisator präsentiert. Ich bin sicher, dass auch die EURO 2024 ein Ereignis werden kann, das die Menschen in Deutschland und Europa begeistert und zusammenbringt", sagte er. Nicht auszuschließen ist, dass Lahm bei einem Zuschlag eine führende Rolle bei der Organisation übernehmen könnte - wie einst Franz Beckenbauer bei der WM 2006.

Die Türkei ist ein in jeder Hinsicht ernstzunehmender Mitbewerber.Reinhard Grindel

Deutschland gilt als Favorit im Rennen um die Austragung des Großturniers 2024. Doch der einzige Mitbewerber Türkei ist mehr als ein Zählkandidat, der gerade bei osteuropäischen Wahlmännern im UEFA-Exko Sympathien genießt. Auf die offensichtlichen Schwachpunkte des Konkurrenten wie fehlende Presse- und Meinungsfreiheit oder eine prekäre Sicherheitslage darf der DFB laut UEFA-Statuten im Wahlkampf nicht hinweisen. Entsprechend diplomatisch äußert sich Grindel: "Die Türkei ist ein in jeder Hinsicht ernstzunehmender Mitbewerber. Das Rennen ist völlig offen", sagte er der Deutschen Presse-Agentur.

Die politischen Botschaften, die Deutschland zu einem moralisch überlegenen Kandidaten machen, müssen verklausuliert transportiert werden: "Unser Land steht im Herzen Europas für die Werte, für die auch der Fußball eintritt: Fair Play, Respekt und Toleranz", sagte der frühere CDU-Politiker.

Auch wenn der türkische Fußball zuletzt mit den Ausschreitungen beim Istanbuler Derby zwischen Fenerbahce und Besiktas wieder Negativschlagzeilen produzierte, als das Pokal-Halbfinalrückspiel abgebrochen werden musste: Die Türkei hat bei der Bewerbung für die EM einige Pluspunkte einzubringen. Mit Hilfe der Regierung entstanden in den vergangenen Jahren etliche neue Stadien mit hohem Komfort.

Für die Kandidatur ausgewählt wurden insgesamt zehn Stadien. In Istanbul sollen zwei Arenen genutzt werden: Im Atatürk-Olympiastadion, mit einer Kapazität von 76.761 Plätzen das größte Stadion der türkischen Bewerbung, ist das Finale vorgesehen, in der sonst von Galatasaray genutzten Türk-Telekom-Arena soll ein Halbfinale stattfinden. Das zweite Halbfinalticket würde in Ankara vergeben, weitere Spielorte wären Antalya, Bursa, Eskisehir, Gaziantep, Kocaeli, Konya und Trabzon.

Generell ist die Infrastruktur modern und bereit für eine Großveranstaltung. Darauf wird die türkische Delegation um Bewerbungsbotschafter Baris Telli (Amputiertenfußball-Europameister 2017) verweisen, wenn sie am Donnerstag, zwei Tage nach den Deutschen, ihre EM-Unterlagen bei der UEFA abgibt.

bru/dpa

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