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15.11.2015, 22:39

EM-Qualifikation, Play-offs, Ungarn vs. Norwegen

2:1 - Ungarn fährt zur EM nach Frankreich!

Dank eines 2:1-Erfolgs gegen Norwegen fährt Ungarn erstmals seit 1972 zu einer EM-Endrunde. Die leidenschaftlich kämpfenden Magyaren um Routinier Kiraly gingen früh in Führung und ließen Norwegen, das erst spät aufwachte, lange Zeit nicht richtig zur Entfaltung kommen.

Budapest
Das ungarische Team jubelt nach dem 1:0 durch Priskin.
© Getty ImagesZoomansicht

Ungarns deutscher Nationaltrainer Bernd Storck entschied sich trotz des 1:0-Siegs im Hinspiel in Oslo gleich zu drei Änderungen im Offensivbereich. Statt Gera (Gelbsperre) und den Angreifern Nemeth und Szalai (beide Bank) begannen Nagy und Lovrencsics sowie Priskin als einzige Spitze.

Bei den Norwegen setzte Coach Per-Mathias Högmo auf das erst 16-jährige Ausnahmetalent Ödegaard von Real Madrid, das im Hinspiel noch die komplette Spielzeit auf der Bank verbracht hatte. Zudem begann Mohamed Elyounoussi - Cousin des Hoffenheimers Tarik Elyounoussi. Berget und Söderlund rutschten aus der Startelf. Obwohl er beim Gegentor von Kleinheisler im Hinspiel nicht gut ausgesehen hatte, gab Högmo im Tor erneut Nyland (Ingolstadt) den Vorzug vor Jarstein (Hertha BSC).

Storcks Plan mit Priskin geht auf

Vor stimmungsvoller Kulisse in Budapest entwickelte sich von Beginn an eine intensive Partie. Norwegen versuchte das Spiel zu machen, doch die Ungarn hielten mit Leidenschaft dagegen und konterten zudem gefährlich. Gleich die erste gute Gelegenheit bescherte den Magyaren die Führung: Nach einem weiten Ball aus der eigenen Hälfte nutzte Priskin kurze Abstimmungsprobleme zwischen Forren und Hovland zu einem sehenswerten Schlenzer in den rechten oberen Torwinkel (11.).

Storcks taktische Variante mit Priskin hatte sich also früh bezahlt gemacht. Und auch nach der Führung präsentierten sich die Ungarn sehr präsent in den Zweikämpfen und sorgten nach Balleroberung immer wieder mit schnellen Vorstößen für Unruhe in Norwegens Abwehr. Den Nordeuropäern um Teenager Ödegaard fehlten dagegen Ideen und Durchschlagskraft, um der ungarischen Abwehr ernste Probleme zu bereiten. Ausnahme war ein einzelner gelungener Angriff in der 28. Minute, bei dem Aleesami aber gerade noch rechtzeitig abgeblockt wurde.

In ähnlichem Stil ging es bis zu Halbzeit weiter. Für Ungarn köpfte Lovrencsics ans Außennetz (36.). Für die Norweger hatte Hovland nach einer Standardsituation per Kopf die beste Chance des Spiels. Der Nürnberger scheiterte am rechten Pfosten (45.).

Kiraly rettet gegen Pedersen, Henriksen trifft auf beiden Seiten

Budapest
Vor dem Spiel gab es in der Groupama Arena eine Schweigeminute.
© Getty Images

Nach dem Seitenwechsel nahm Högmo bei den Norwegern Ödegaard und Elyounoussi, von denen kaum Impulse ausgegangenen waren, vom Feld und brachte Helland sowie Pedersen. Tatsächlich gelang es den Gästen, in der Anfangsphase der zweiten Hälfte mehr Druck auf das vom Ex-Löwen Kiraly gehütete Tor zu machen. Allerdings: Außer nach einigen Standardsituationen, die ein wenig Gefahr erzeugten, ließen die Ungarn kaum etwas zu.

Die erste gefährliche Aktion hatten so sogar die Ungarn nach einem Konter. Dzsudzsak traf mit einem abgefälschten Schuss aus spitzem Winkel die Oberkante der Querlatte (58.). Auf der Gegenseite war es Henriksen, der per Kopf das Tor nach einer Flanke nur knapp verfehlte (61.). Nun wurde das Spiel offener. Ein Schuss von Lovrencsics landete am Außennetz (67.). Erst in der Schlussviertelstunde wurden auch die Aktionen der Norweger kurzzeitig ein wenig zwingender. Pedersen scheiterte aus kurzer Distanz an Kiraly (76.), wenig später schoss Henriksen aus spitzem Winkel nur knapp über die Querlatte (79.).

Die letzten Minuten wurden dann noch einmal turbulent. Zunächst sorgte Henriksen mit einem unglücklichen Eigentor nach einem Eckball der Ungarn für große Jubelstürme bei den Hausherren (83.). Wenige Minuten später verkürzte der Angreifer dann allerdings noch einmal mit einem Nachschuss, nachdem Kiraly zuvor gegen Berget parierte hatte (87.). Doch danach - Norwegen hätte zwei weitere Treffer für die EM-Qualifikation benötigt - brachten die Magyaren den knappen Vorsprung über die Zeit.

jom

Bilder zu den Play-off-Spielen
Storck schafft mit Ungarn Historisches
Groupama Arena, Budapest
Spielstätte

Bei nasskalten Bedingungen ging es in Budapest ins Rückspiel zwischen Ungarn und Norwegen.
© Getty Images

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Vorname:Bernd
Nachname:Storck
Nation: Deutschland
Verein:Ungarn