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Schottland

Schottland

2
:
3

Halbzeitstand
2:2
Deutschland

Deutschland


SCHOTTLAND
DEUTSCHLAND
15.
30.
45.





60.
75.
90.








Starke Statistik des Münchner Angreifers

3:2 gegen Schottland - und Müller ist mittendrin

Ein weiterer großer Schritt Richtung EURO 2016 in Frankreich ist gemacht! Deutschland siegte in Schottland in einer umkämpften Partie verdient mit 3:2. Der Dank galt einmal mehr Angreifer Müller, der in bekannter Manier den richtigen Torriecher bewies und obendrein mit einer überragenden Statistik aufwartet.

Thomas Müller
Stach in Halbzeit eins zweimal - auf typische Art und Weise: Thomas Müller (Mitte).
© Getty ImagesZoomansicht

Joachim Löw reagierte wie erwartet auf das souveräne 3:1 gegen Polen, das zugleich den Sprung auf Tabellenplatz eins bedeutet hatte. Der Bundestrainer ersetzte Bellarabi durch den nach seiner Einwechslung positiv auffälligen Gündogan. Ansonsten blieb die DFB-Elf unverändert - was auch bedeutete, dass Can nach seinem Debüt im A-Team gleich wieder von Beginn ran durfte.

Sein Gegenüber Gordon Strachan hatte mit seinen Schützlingen dagegen erst einmal die bittere Pille vom Freitag zu verdauen: Die Schotten hatten mit 0:1 in Tiflis gegen Georgien verloren. Der Coach der "Bravehearts" schickte im Vergleich dazu Hanley, McArthur und Forrest für Robertson, Anya und Naismith von Beginn an aufs Feld.

Unglücklicher Hummels steht am falschen Platz

Das klingt ohne die agilen Anya und anschiebenden Naismith eher nach Defensivbollwerk, doch von Anfang an trauten sich die "Bravehearts" auch einiges im Angriff zu: Die Schotten gingen mit Fletcher & Co. stets ins Offensivpressing, um das ansonsten wie beim Spiel gegen Polen nicht unter Druck gesetzte deutsche Aufbauspiel zu stören. Dieser Plan ging auf: Das DFB-Team kam kaum mal in Tornähe, in den Strafraum schon gar nicht. Das lag allerdings auch daran, dass sich die Strachan-Truppe in der eigenen Hälfte schnell zurückzog und dann doch einen robusten Riegel aufbaute und die Lücken verdichtete.

Aus dem Nichts und mit Glück stachen die DFB-Spieler aber trotzdem zu: Kroos spielte Müller rund 30 Meter vor dem Tor an. Der Münchner drehte sich, nahm Tempo auf und schloss nach einem Stoß in den Rücken im Stolpern mit links ab. Der Ball wurde von Martin unglücklich flach ins rechte untere Eck abgefälscht (18.). Die Antwort der Schotten? Ausgleich! Can foulte an der Strafraumkante komplett überflüssig, den fälligen Freistoß schoss Maloney scharf in den Fünfmeterraum, wo der Ball nach Neuers Parade an Hummels' Brust prallte - Eigentor (28.)

Müller wie eh und je - Gündogan schaut zu

Die Deutschen schlugen allerdings zurück - und zwar durch einen typischen Müller: Götze drehte sich im Strafraum und passte stark quer auf den komplett freien Can. Der Außenverteidiger wuchtete hart und unplatziert drauf, sodass das Leder von Torwart Marshall an die Fünfmeterraumlinie zum überraschten Müller prallte. Der Stürmer nickte das Leder tatsächlich aus leichter Rücklage vom rechten Pfosten ins Tor - 2:1 (34.). Seit Beginn der WM 2014 in Brasilien war der Angreifer damit in 16 Länderspielen an vollen 16 Treffern direkt beteiligt (13 Tore, drei Assists).

Gaben sich nie auf: Schottlands "Bravehearts".
Gaben sich nie auf: Schottlands "Bravehearts".
© picture alliance

Für eine Halbzeitführung reichte das aber trotzdem nicht, denn dieses Mal leistete sich Gündogan einen Fauxpas: Die Kopfballabwehr des Dortmunders landete im Rückraum bei McArthur, der direkt aus 16 Metern an Neuer vorbei einnetzte. Alle reklamierten Abseits, da sich Spieler im Sichtfeld des Keeper aufhielten, doch in Wahrheit hob der an der Grundlinie stehende Gündogan das Abseits auf (43.). Der Mittelfeldmann sah nach seiner Abwehraktion stehend vom Schuss, über den Einschlag bis zum Torjubel einfach zu.

Müller beweist Auge, Gündogan Killerinstinkt

Nach der Pause erwischten die Deutschen direkt den besseren Start. Die Löw-Elf setzte sich in der schottischen Hälfte minutenlang fest, spielte außerdem nicht nur Querpässe: Es wurde auch stets der kluge Steilpass mit entscheidendem Raumgewinn gesucht. Famos gelang dies beim 3:2, als Gündogan und Müller herrlich kombinierten und der Dortmunder am Ende humorlos aus der Nahdistanz einschoss (54.). Ein Zeichen dafür, dass Gündogan auch Tore erzielen kann - oftmals erweist er sich eher als Initiator oder direkter Vorlagengeber.

Es brennt nichts mehr an

Schottlands Trainer reagierte und brachte den agilen Anya (Torschütze beim 1:2 im Hinspiel). Die erste Chance der "Bravehearts" hatte allerdings Hutton, der nach Ablage von Fletcher mit der Fußspitze abschloss und das Außennetz touchierte (66.). Ansonsten gab es lange Zeit wenig Strafraumszenen, die Teams duellierten sich vielmehr in zahlreichen Zweikämpfen. Erst Gündogans wuchtiger Abschluss frontal auf Keeper Marshall generierte spät erst wieder Gefahr (84.). Eine Minute danach verzog Götze nach Doppelpass auf engstem Raum mit Gündogan knapp.

Es blieb letztlich beim verdienten 3:2 für die DFB-Auswahl, wenngleich der Dreier hart erkämpft war gegen aufopferungsvoll kämpfende Schotten. Platz drei hat die Löw-Elf damit bereits sicher, für die sichere Teilnahme an der Endrunde 2016 in Frankreich fehlt noch ein "Pünktchen". Dieser eine Zähler könnte schon am 8. Oktober eingefahren werden: Dann steht das Gastspiel des amtierenden Weltmeisters bei den Iren an, ehe drei Tage später in Leipzig der letzte Spieltag gegen Georgien steigt. Spätestens dann soll die EM-Teilnahme in Frankreich 2016 gesichert werden.

EM-Qualifikation, 2014/15, 8. Spieltag
Schottland - Deutschland 2:3
Schottland - Deutschland 2:3
Platzbegehung

André Schürrle, Christoph Kramer, Max Kruse und Mats Hummels (v.l.) machen sich mit den Gegebenheiten im Hampden Park in Glasgow vertraut.
© Getty Images

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EM-Quali-Tabellenrechner
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Schottland
Aufstellung:
Marshall (4) - 
Hutton (3) , 
R. Martin (4) , 
Hanley (3,5) , 
Mulgrew (5) - 
Maloney (2,5)        
Forrest (4,5)    
McArthur (2,5)    
S. Brown (4)        
J. Morrison (5)    

Einwechslungen:
60. Anya (3,5) für Maloney
80. C. Martin für S. Brown
81. Ritchie für Forrest

Trainer:
Strachan
Deutschland
Aufstellung:
Neuer (4,5) - 
Can (4,5) , 
J. Boateng (2) , 
Hummels (3) , 
J. Hector (3) - 
B. Schweinsteiger (3,5)    
T. Kroos (2) - 
T. Müller (1)        
Gündogan (2)    
Özil (4)    
M. Götze (2,5)    

Einwechslungen:
86. Schürrle für M. Götze
90. + 2 Kramer für Özil

Trainer:
Löw

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
T. Müller (18., Linksschuss, T. Kroos)
1:1
Hummels (28., Eigentor, Bauch, Maloney)
1:2
T. Müller (34., Kopfball, Can)
2:2
McArthur (43., Rechtsschuss, Maloney)
2:3
Gündogan (54., Linksschuss, T. Müller)
Gelbe Karten
Schottland:
J. Morrison
(3. Gelbe Karte)
,
Maloney
(2.)
Deutschland:
-

Spielinfo

Anstoß:
07.09.2015 20:45 Uhr
Stadion:
Hampden Park, Glasgow
Zuschauer:
50753
Spielnote:  2,5
intensiv geführte Partie vor großartiger Kulisse. Fußballerisch nicht ganz so anspruchsvoll, aber spannend und torreich.
Chancenverhältnis:
3:5
Eckenverhältnis:
2:2
Schiedsrichter:
Björn Kuipers (Niederlande)   Note 3,5
hätte bei Cans Foul an Mulgrew auf Elfmeter statt Freistoß entscheiden müssen. Sehr sicher bei allen Abseitsentscheidungen sowie in der Zweikampfbewertung.
Spieler des Spiels: