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Eintracht Frankfurt

Eintracht Frankfurt

1
:
2

Halbzeitstand
1:1
Borussia Dortmund

Borussia Dortmund


EINTRACHT FRANKFURT
BORUSSIA DORTMUND
15.
30.
45.










60.
75.
90.
















Frankfurt verliert nach couragiertem Auftritt - Reus verletzt

Aubameyang chippt BVB zum Pokalsieg

Borussia Dortmund gewann gegen Eintracht Frankfurt zum vierten Mal den DFB-Pokal. In einem eng umkämpften Endspiel im Berliner Olympiastadion setzten sich die Schwarz-Gelben knapp mit 2:1 durch. Die frühe Führung brachte Dortmund dabei keine Sicherheit, stattdessen kam die Eintracht nach schwachem Start immer besser auf und egalisierte den Spielstand. Den Siegtreffer bescherte standesgemäß der Bundesliga-Torschützenkönig, während Nationalspieler Reus einmal mehr eine tragische Rolle einnahm.

Ousmane Dembelé
Eröffnungstreffer: Ousmane Dembelé brachte Dortmund mit seinem zweiten Treffer im DFB-Pokal in Führung.
© Picture AllianceZoomansicht

Frankfurts Trainer Niko Kovac veränderte seine Startelf gegenüber dem 2:2 gegen Leipzig zum Bundesliga-Abschluss auf drei Positionen: Medojevic (Saisondebüt), Rebic und Vallejo spielten für Hrgota, Tawatha (beide Bank) und Varela, der sich in dieser Woche ein Tattoo stechen ließ und deshalb suspendiert wurde.

Bei den Dortmundern nahm BVB-Coach Thomas Tuchel im Vergleich zum 4:3-Sieg über Werder Bremen, mit dem Dortmund sich einen Champions League-Platz sicherte, zwei Wechsel vor: Kapitän Schmelzer (gegen Werder kurzfristig wegen einer Muskelverletzung ausgefallen) und Piszczek ersetzten Durm (Bank) und Sahin (nicht im Kader).

Drückende Dortmunder

Die komplett in Gelb gekleidete Borussia legte im 74. DFB-Pokal-Endspiel sofort den Vorwärtsgang ein. In einem 3-5-2-System agierend machte die Tuchel-Elf viel Dampf über die Seiten. So knackte der BVB schon nach acht Minuten den SGE-Riegel erstmals: Denn nach einem tollen Diagonalwechsel von Reus zu Piszczek auf dem rechten Flügel bediente der Pole Dembelé rechts im Strafraum. Der Franzose ließ Vallejo ins Leere grätschen und vollendete anschließend kaltschnäuzig mit links (8.).

Die Hessen kamen nach dem frühen Rückstand etwas mehr auf, nachdem sie in den ersten Minuten kaum Ballbesitzphasen hatten (25 Prozent). Das Gehäuse von BVB-Schlussmann Bürki geriet aber noch nicht in Gefahr, während Hradecky auf der Gegenseite einen Reus-Schuss nach einer Ecke parieren musste (16.). Spielerisch waren die Borussen den Frankfurtern bis zu diesem Zeitpunkt deutlich überlegen, weshalb die Kovac-Elf häufiger lange Bälle schlug. Nach einem solchen wäre beinahe der Ausgleich gefallen: Seferovic kam bei einer Chandler-Flanke einen halben Schritt zu spät, Rebic scheiterte anschließend nach Bartras Ballverlust im Strafraum an Bürki (26.).

Zweiter Anlauf Rebic - Ausgleich

Ante Rebic
Rebic mit dem Ausgleich! Der kroatische Nationalspieler nutzte seine zweite Gelegenheit im Spiel zum 1:1.
© imagoZoomansicht

Der Kroate war auch an der nächsten Situation beteiligt: Nach Fabians Ballgewinn gegen Sokratis in der Dortmunder Hälfte leitete Gacinovic links am Strafraum zu Rebic weiter. Diesmal behielt er im Abschluss die Ruhe und vollendete zum 1:1 (29.).

Der Ausgleichstreffer für die Kovac-Elf war inzwischen verdient, denn die Hessen hatten sich gut in die Partie zurückgekämpft und auch in puncto Ballbesitz und Zweikämpfe ausgeglichen. Dortmund sorgte sich unterdessen nicht nur über den Verlust der Spielkontrolle, sondern zugleich auch um Reus. Der 27 Jahre alte Nationalspieler wurde an der Seitenlinie am rechten Knie behandelt. Glück hatte die Borussia in der 39. Minute, als Seferovic nach einem feinen Doppelpass mit Rebic im Abschluss nur den linken Pfosten traf. So blieb es zur Pause beim 1:1.

Reus und Schmelzer bleiben in der Kabine

Ohne Reus (saß fortan mit bandagiertem Knie auf der Bank) und Schmelzer kamen die Schwarz-Gelben aus der Kabine. Dafür waren Castro und Pulisic neu auf dem Rasen, wo in der Anfangsphase nach Wiederbeginn vor allem der schnelle Dembelé auf der rechten Seite Betrieb machte. Richtig brenzlig wurde es aber erst nach einer Kagawa-Chance, die Abraham und Vallejo nur mit viel Mühe geklärt bekamen (50.). Auch Frankfurt wechselte unterdessen: Tawatha ersetzte Medojevic, was auch zu taktischen Veränderungen führte (56.).

So entwickelte sich ein spannender Schlagabtausch, in dem die Frankfurter mitunter tiefer standen und sich auf die Dortmunder Angriffsbemühungen über Dembelé eingestellt hatten. Ganz aus dem Spiel bekamen sie den Franzosen aber nicht, der mit einer tollen Einzelleistung die nächste Möglichkeit vorbereitete. Nach einem Dembelé-Lupfer schloss Aubameyang spektakulär per Seitfallzieher ab, Fabian rettete auf der Linie mit dem Schienbein an die Latte (64.).

Aubameyang macht's lässig vom Punkt

Pierre-Emerick Aubameyang
Lässig: Mit seinem zwölften Pokal-Tor im BVB-Jersey schießt Pierre-Emerick Aubameyang die Schwarz-Gelben zum Titel.
© Picture AllianceZoomansicht

Einen Geistesblitz gegen die Frankfurter Defensive hatte Momente später Guerreiro, der den Ball am Strafraum in den Lauf von Pulisic lupfte. Der US-Amerikaner wurde kurz darauf links im Sechzehner von Hradecky unfair gestoppt - Elfmeter. Diesen verwandelte Aubameyang mit einem frechen Lupfer in die Mitte zur erneuten Dortmunder Führung (67.).

Kovac reagierte prompt und brachte den Frankfurter "Fußballgott" Meier (für Außenverteidiger Chandler) ins Spiel (72.). Der 34-Jährige bereitete sogleich einen Fabian-Schuss vor (74.) und probierte es Augenblicke später selbst (79.). Doch auch der BVB hatte die Möglichkeit zur Vorentscheidung: Aubameyang visierte aus zwölf Metern nur das rechte Kreuzeck an (85.).

Trotz über vierminütiger Nachspielzeit kam die SGE nicht mehr zum erneuten Ausgleich, weshalb sich der BVB am Ende knapp mit 2:1 durchsetzte und zum vierten Mal den DFB-Pokal in Richtung Borsigplatz entführte.

DFB-Pokal, 2016/17, Finale in Berlin
Eintracht Frankfurt - Borussia Dortmund 1:2
Eintracht Frankfurt - Borussia Dortmund 1:2
Berlin hat sich bewährt

Seit 1985 dient das Berliner Olympiastadion als Austragungsort des DFB-Pokalfinals. Für Borussia Dortmund war das Endspiel 2017 gegen Eintracht Frankfurt die vierte Endspielteilnahme in Folge.
© imago

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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Eintracht Frankfurt
Aufstellung:
Hradecky (4,5)    
M. Hector (3,5) , 
Abraham (3,5)        
Vallejo (4,5) - 
Chandler (3,5)    
Medojevic (3)    
Gacinovic (2,5)    
Oczipka (3) - 
Fabian (4,5)    
Rebic (2)        
Seferovic (3,5)

Einwechslungen:
56. Tawatha (4,5) für Medojevic
72. Meier für Chandler
79. D. Blum für Fabian

Trainer:
Kovac
Borussia Dortmund
Aufstellung:
Bürki (3) - 
Bartra (3,5)    
Sokratis (4) , 
Schmelzer (4)        
Piszczek (3) , 
Ginter (4) , 
Guerreiro (3) - 
Dembelé (2)        
Kagawa (2,5) - 
Aubameyang (2,5)    
Reus (4)    

Einwechslungen:
46. C. Pulisic (2,5) für Reus
46. Castro (3) für Schmelzer
76. Durm für Bartra

Trainer:
Tuchel

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Dembelé (8., Linksschuss, Piszczek)
1:1
Rebic (29., Rechtsschuss, Gacinovic)
1:2
Aubameyang (67., Foulelfmeter, Rechtsschuss, C. Pulisic)
Gelbe Karten
E. Frankfurt:
Gacinovic
(2. Gelbe Karte)
,
Hradecky
(1.)
,
Abraham
(1.)
,
Rebic
(1.)
Dortmund:
Dembelé
(2. Gelbe Karte)

Spieldaten

Eintracht Frankfurt       Borussia Dortmund
Tore 1 : 2 Tore
 
Torschüsse 8 : 12 Torschüsse
 
gespielte Pässe 353 : 425 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 250 : 328 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 103 : 97 Fehlpässe
 
Passquote 71% : 77% Passquote
 
Ballbesitz 46% : 54% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 38% : 62% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 17 : 8 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 8 : 17 Gefoult worden
 
Abseits 5 : 5 Abseits
 
Ecken 4 : 5 Ecken
 

Spielinfo

Anstoß:
27.05.2017 20:00 Uhr
Stadion:
Olympiastadion, Berlin
Zuschauer:
74322 (ausverkauft)
Spielnote:  3,5
intensiv, umkämpft und spannend bis zum Schluss. Fußballerisch allerdings mittelmäßige Kost.
Chancenverhältnis:
5:5
Eckenverhältnis:
4:5
Schiedsrichter:
Deniz Aytekin (Oberasbach)   Note 2
hatte alles im Griff, lag beim Elfmeter zum 1:2 richtig. Wenige, kleinere Fehler. Hätte etwa Ginter nach dessen Foul an Oczipka verwarnen müssen (61.).
Spieler des Spiels:
Ousmane Dembelé
Technisch stark und abgeklärt beim 1:0, brillanter Lupfer vor Aubameyangs Großchance (63.). Ousmane Dembelé war an fast allen gefährlichen Dortmunder Aktionen beteiligt und offenbarte nur leichte Mängel im Defensivverhalten.

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