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MSV Duisburg

MSV Duisburg

1
:
4

im Elfmeterschiessen
0:0 (0:0,0:0)
1. FC Köln

1. FC Köln


MSV DUISBURG
1. FC KÖLN
15.
30.
45.




60.
75.
90.











 
105.


120.







 

Rot für Peszko - Köln trifft zweimal Alu

Horn bringt den FC in die nächste Runde

In einem packenden Pokalfight hat sich der 1. FC Köln erst im Elfmeterschießen gegen Duisburg durchgesetzt. Der MSV war lange ebenbürtig, baute aber mit der Zeit mehr und mehr ab. Peszkos Aussetzer brachte die Zebras jedoch zurück in die Partie, so dass es in die Verlängerung ging. In der vergab Zoller die beste Chance der Partie, ehe das Elfmeterschießen das Pendel zugunsten des Bundesligisten ausschlagen ließ.

Jonas Hector streckt sich nach dem Ball
Es reicht nicht ganz: Jonas Hector streckt sich nach dem Ball, kommt aber nicht ran.
© Getty ImagesZoomansicht

MSV-Coach Gino Lettieri tauschte nach der Nullnummer gegen Dynamo Dresden in der 3. Liga dreimal Personal. Die Ex-Kölner Schnellhardt und Gardawski ersetzten Grote und Klotz, Bajic den Ex-Geißbock Schorch. Kölns Übungsleiter Peter Stöger stellte im Vergleich zum 1:0-Sieg bei Werder Bremen zweimal um: Risse und Svento machten Platz für Siegtorschütze Ujah und Nagasawa, der zum ersten Mal in dieser Spielzeit bei einem Pflichtspiel von Beginn an auflief.

Der MSV legte einen forschen Start hin, erarbeitete sich gleich in den Anfangssekunden zwei Eckbälle und wenig später schon die erste gute Möglichkeit der Partie, als Hajri aus ungünstigem Winkel drübernickte (4.). Köln wirkte etwas überrascht von den aggressiven Zebras, leistete sich den ein oder anderen Fehlpass und technischen Fehler. Erst nach etwa zehn Minuten waren die Domstädter auch gedanklich angekommen, verzeichneten mehr und mehr Spielanteile. Weil die Duisburger aber extrem diszipliniert mit zehn Mann gegen den Ball arbeiteten, tat sich die Stöger-Truppe schwer, Abschlüsse zu kreieren. Die beste Möglichkeit vergab Zoller per Kopf nach einer Nagasawa-Ecke (21.).

Janjic zieht mutig ab

Die Hausherren setzten bei Ballgewinn auf gezielte Nadelstiche, doch ging ihnen im Umschaltspiel ein ums andere Mal die nötige Präzision ab. Dennoch boten sich Bohl aus 15 (24.) und Janjic aus 30 Metern (27.) Chancen, beide fanden in Horn ihren Meister. Mit zunehmender Spieldauer gewann der FC an Sicherheit, auch weil der spielstarke Nagasawa nach einer Findungsphase zu Beginn nach und nach aufdrehte.

Kurz vor dem Seitenwechsel hätte sich das beinahe auch im Ergebnis niedergeschlagen, als Ujah nach Halfars feiner Einzelleistung zehn Meter mittig vor dem Tor nur Ratajczak anschoss (38.). Weil die Duisburger gewonnene Bälle nicht mehr halten konnten, wurde der Druck der Gäste in dieser Phase immer größer. Zoller nickte eine Hector-Flanke am langen Eck vorbei (45.), dann war Pause.

Vorne schlampig, hinten sauber

Anders als im ersten Durchgang startete der FC diesesmal wach und beweglich, spielte immer wieder schnell in die gegnerische Hälfte. Vogt ließ sich nun im Aufbau regelmäßig zwischen die Innenverteidiger fallen, Olkowski und Hector schoben auf den Außenbahnen weit auf. Doch die letzte Präzision ging Halfar & Co. noch ab, der letzte Pass kam nicht an. Auf der Gegenseite offenbarte Gardawski die gleiche Schwäche, seinen Querpass fing Horn in höchster Not ab (55.).

Auch Stöger entging das stockende Offensivspiel seiner Männer nicht, nach knapp einer Stunde brachte er mit Risse und Peszko für Halfar und Nagasawa frisches Offensivpersonal. Risse war es dann auch, der um ein Haar das erste Tor heraufbeschwor. Seinen Flatter-Eckball schätzte Ratajczak falsch ein und lenkte sich die Kugel an den eigenen Pfosten. Dann erst griff er sicher zu (63.). Während der FC nach Lücken suchte, warfen sich die Duisburger in jeden Zweikampf. Es blieb ein packender Pokalfight.

Peszko sieht Rot.
Schlüsselszene? Peszko sieht 14 Minuten nach seiner Einwechslung die Rote Karte.
© Getty ImagesZoomansicht

Peszko dreht durch

Binnen weniger Sekunden hatten die Geißböcke dann zwei Rückschläge zu verkraften. Erst vergab Ujah die Riesenchance zur Führung, als Albutat in höchster Not noch einen Fuß in den Schuss des Nigerianers brachte (70.). Dann sah Peszko im wahrsten Sinne des Wortes Rot. Weil Albutat ihm bei einem Freistoß den Ball wegspitzelte, trat der Pole dem Duisburger gegen das Schienbein und musste frühzeitig zum Duschen (71.).

Damit wendete sich das Geschehen auf dem Rasen. Hatte vorher der Bundesligist ein klares Ballbesitzplus, ließ nun der MSV die Kugel lange und ruhig durch die eigenen Reihen laufen. Bajic hatte in der Nachspielzeit den Punch auf dem Kopf, verlängerte Janjics Freistoß aber über den Kasten (90.+2). Verlängerung!

Zoller hat es auf dem Fuß

Köln verteidigte im 4-3-2-System und bot den Duisburgern kaum Lücken an. Onuegbu fand zwar eine, nickte aber links vorbei (94.). Eine exakt 7,32-Meter-breite Lücke bot sich hernach Zoller, der Ratajczak bereits umkurvt hatte, dann aber nur den Pfosten des leeren Tores anschoss (102.) - der zweite Alutreffer! Bis auf einen Grote-Fehlschuss aus bester Position (114.) tat sich danach nicht mehr viel, es gab Elfmeterschießen. In diesem hatte der FC dank des starken Horn, der gegen Janjic und Grote hielt, das Glück auf seiner Seite.

Duisburg spielt am 16. Spieltag der 3. Liga am Sonntag (14 Uhr) in Münster, die "Geißböcke" empfangen derweil am Sonntag (17.30 Uhr) den SC Freiburg.

DFB-Pokal, 2014/15, 2. Runde
MSV Duisburg - 1. FC Köln 1:4 i.E.
MSV Duisburg - 1. FC Köln 1:4 i.E.
"Ich hab nichts gemacht"

Zlatko Janjic hebt nach dem Zweikampf mit Kazuki Nagasawa die Hände.
© Getty Images

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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

MSV Duisburg
Aufstellung:
Ratajczak (3) - 
St. Bohl (3)    
Bajic (3) , 
Meißner (3)    
Feltscher (3) - 
Albutat (3)    
Hajri (4) - 
Gardawski (3)        
Schnellhardt (4,5)    
Janjic (3) - 
Scheidhauer (4,5)        

Einwechslungen:
74. Grote (3,5) für Schnellhardt
84. Onuegbu (3,5)     für Scheidhauer
88. Klotz (3,5) für Gardawski

Trainer:
Lettieri
1. FC Köln
Aufstellung:
T. Horn (1,5) - 
Olkowski (2,5) , 
Mavraj (3,5) , 
Wimmer (2,5) , 
J. Hector (4) - 
Vogt (3,5)    
M. Lehmann (3,5)        
Nagasawa (4,5)    
D. Halfar (4,5)    
Ujah (5)    
Zoller (4)

Einwechslungen:
56. Risse (4) für D. Halfar
57. Peszko (6)     für Nagasawa
95. Matuschyk für Ujah

Trainer:
Stöger

Tore & Karten

 
Torschützen
keine
 
Elfmeterschießen
0:1
M. Lehmann (verwandelt)
0:1
Grote (nicht verwandelt)
0:2
Vogt (verwandelt)
0:2
Janjic (nicht verwandelt)
0:3
Wimmer (verwandelt)
1:3
Feltscher (verwandelt)
1:4
Matuschyk (verwandelt)
Rote Karten
Duisburg:
-
Köln:
Peszko
(71., Tätlichkeit, Albutat)

Gelbe Karten
Duisburg:
Meißner
(1. Gelbe Karte)
,
Gardawski
(2.)
,
Albutat
(1.)
,
Scheidhauer
(1.)
,
Onuegbu
(1.)
Köln:
M. Lehmann
(2. Gelbe Karte)
,
Vogt
(1.)

Spieldaten

MSV Duisburg       1. FC Köln
Tore 0 : 0 Tore
 
Torschüsse 15 : 15 Torschüsse
 
gespielte Pässe 594 : 563 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 487 : 444 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 107 : 119 Fehlpässe
 
Passquote 82% : 79% Passquote
 
Ballbesitz 51% : 49% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 51% : 49% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 18 : 17 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 16 : 18 Gefoult worden
 
Abseits 3 : 2 Abseits
 
Ecken 6 : 6 Ecken
 

Spielinfo

Anstoß:
28.10.2014 20:30 Uhr
Stadion:
Schauinsland-Reisen-Arena, Duisburg
Zuschauer:
30600 (ausverkauft)
Spielnote:  4
die Partie lebte mehr von Spannung und Leidenschaft als vom spielerischen Niveau.
Eckenverhältnis:
6:6
Schiedsrichter:
Peter Sippel (München)   Note 5

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