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Bor. Mönchengladbach

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MSV Duisburg

 

0:1 (0:0)

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Bor. Mönchengladbach
MSV Duisburg
1.
15.
30.
45.

46.
60.
75.
90.










Duisburg gewinnt erstmals im Pokal gegen Gladbach

Andersen schickt seinen Ex-Klub ins Tal der Trauer

Borussia Mönchengladbach unterlag förmlich in letzter Sekunde dem MSV Duisburg mit 0:1 und muss damit im DFB-Pokal die Segel streichen. Die Borussia war vor allem im ersten Durchgang deutlich stärker, ließ aber erstklassige Chancen zu Hauf ungenutzt. Nach der Pause legte der Zweitligist die Fesseln der Angst ab und es entwickelte sich eine unterhaltsame und spannende Begegnung, in der der Ex-Gladbacher Kristoffer Andersen zum entscheidenden Faktor avancierte.

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Michael Bradley
Kopfstand: Der US-Amerikaner Bradley zeigte gegen Duisburg vollen Körpereinsatz.
© picture-alliance Zoomansicht

Gladbachs Trainer Michael Frontzek musste im Vergleich zur 2:4-Schlappe gegen Hoffenheim auf Marx (muskuläre Probleme) verzichten. An seiner Stelle fand sich Bradley in der Startelf wieder. Duisburgs Coach Peter Neururer dagegen verlor am Wochenende nicht nur mit 0:3 gegen Bielefeld, sondern auch seinen bisher gefährlichsten Stürmer. Wagner zog sich am Wochenende eine Kapselbandverletzung im Knie zu und musste passen. Dafür meldete sich jedoch Caiuby nach überstandenen Leistenproblemen zurück und durfte gleich die Vertretung spielen. Ferner ersetzte Ede Tararache im Mittelfeld.

Erwartungsgemäß übernahmen die Borussen von Beginn an die Kontrolle in der Partie. Sie erspielten sich rasch mehr Ballbesitz, hatten dadurch mehr Spielanteile und kamen somit auch zu ersten klaren Torchancen. Allerdings gingen die Gladbacher viel zu verschwenderisch damit um: Dies galt insbesondere für Bobadilla, der zunächst zweimal an MSV-Schlussmann Starke scheiterte (5., 12.), ehe er einen Schnitzer des Schlussmannes - Starke hatte bei einer Flanke vorbeigegriffen - nicht entscheidend nutzen konnte (18.).

Die Meidericher hingegen spielten über weite Strecken abwartend, sie legten ihr Hauptaugenmerk auf die Defensive und hätten nach 20 Minuten den Spielverlauf dennoch vollends auf den Kopf stellen können, doch Larsen jagte das Leder aus elf Metern deutlich über die Latte. Ansonsten kam von den Duisburgern in der Offensive sehr wenig. Sie versuchten zwar über schnelle Konter zum Erfolg zu kommen, allerdings fehlte es an Präzision beim finalen Pass. Beim Bundesligisten hingegen kam dieser ab und zu sogar an, doch hier fehlte es an Kaltschnäuzigkeit im Abschluss. Tiago rettete in höchster Not gegen Brouwers (22.), ehe Colautti nur eine Minute später per Kopf zu unpräzise war.

Im weiteren Verlauf verloren die Borussen etwas an Elan, während der Zweitligist etwas mutiger aufspielte. Das Duell wurde nun offener, allerdings sorgten zahlreiche Fehlpässe zunächst für das Ausbleiben von klaren Möglichkeiten. Kurz vor der Pause sorgten die Gastgeber wieder für Gefahr, doch Matmour traf nur das rechte Außennetz (42.), ehe sich auch Arango in die Liste der glücklosen Gladbacher einschreiben durfte: Der Venezolaner scheiterte aus zwölf Metern an Starke (45.).

Zebras kommen auf Trab

Gladbachs Jaures köpft das Leder weg. Ben Hatira (li.) sieht zu.
Schneller am Ball: Gladbachs Jaures köpft das Leder weg. Ben Hatira (li.) sieht zu.
© picture-alliance Zoomansicht

Durchgang zwei begann so ähnlich wie der erste, mit Gelegenheiten für Bobadilla: Der Argentinier war zuerst aber zu unentschlossen (47.) und schoss dann knapp drüber (48.). Doch auch die Zebras kamen nach der Pause auf Trab und brachten die Gladbacher Defensive ein ums andere Mal in die Bredouille. Allerdings bewahrte Borussias Schlussmann Bailly sein Team vor einem Rückstand. Gleich zweimal reagierte er glänzend gegen Ben Hatira (51., 54.).

Danach wurde es aber wieder ruhiger in den Strafräumen, die Partie wurde umkämpfter und hektischer, aber auch zunehmend spannender. Gegen Ende der regulären Spielzeit ging's dann wieder zur Sache. Dem eingewechselten Neuville versprang zuerst der Ball (67.), Bobadillas Freistoß segelte knapp am linken Pfosten vorbei (72.), ehe wiederum Neuville volley drüber schoss (75.). Auf der Gegenseite parierte Bailly gleich zweimal gegen den agilen Ben Hatira, der jeweils kraftvoll aus der zweiten Reihe abgezogen hatte (87., 88.). Alles sah demnach nach einer Verlängerung aus, doch dann schlug die Stunde des Ex-Gladbachers Andersen, der nach einem Doppelpass mit Larsen einfach mal aus 16 Metern draufhielt, in den rechten Winkel traf und die Überraschung perfekt machte.

Während es für Gladbach in der Bundesliga erst am Sonntag mit dem Duell gegen Freiburg weitergeht, gastiert Duisburg bereits freitags bei Rot-Weiß Oberhausen.

22.09.09
 
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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Bor. Mönchengladbach
Aufstellung:
Bailly (1,5) - 
Levels (3)        
Brouwers (4,5) , 
Dante (4) , 
Jaures (5) - 
Bradley (4,5)    
Meeuwis (4,5) - 
Matmour (5)    
Arango (4) - 
Colautti (5)    

Einwechslungen:
65. Neuville für Colautti
65. Reus für Matmour

Trainer:
Frontzeck
MSV Duisburg
Aufstellung:
Starke (2,5) - 
Korzynietz (3,5) , 
Tiago (4)    
Schlicke (3,5)    
Veigneau (3,5) - 
Bodzek (4) , 
Tiffert (3,5)    
Ben-Hatira (3)    
Caiuby (4,5)    
Ede (4,5)    
Larsen (4,5)

Einwechslungen:
62. Andersen     für Ede
83. Adler für Caiuby
90. Grlic für Ben-Hatira

Trainer:
Neururer

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Andersen (90. + 1, Rechtsschuss, Larsen)
Gelbe Karten
Gladbach:
Levels
(1. Gelbe Karte)
,
Bradley
(1.)
Duisburg:
Tiffert
(1. Gelbe Karte)
,
Tiago
(1.)

Spielinfo

Anstoß:
22.09.2009 19:00 Uhr
Stadion:
Stadion im Borussia-Park, Mönchengladbach
Zuschauer:
45397
Spielnote:  3
zahlreiche Torchancen sorgten zumindest für einen ordentlichen Unterhaltungswert in einer Partie, in dem fehlerhaftes Spiel beiden Seiten einige Möglichkeiten nach vorne eröffnete.
Chancenverhältnis:
8:7
Eckenverhältnis:
6:2
Schiedsrichter:
Marco Fritz (Korb)   Note 4
keine entscheidenden Fehler, aber mit deutlichen Schwächen bei Abseitsentscheidungen und der Beurteilung von Zweikämpfen.
Spieler des Spiels:
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