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FC Schalke 04

 - 

Bayer 04 Leverkusen

 

4:2 (1:1)

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FC Schalke 04
Bayer 04 Leverkusen
1.
15.
30.
45.







46.
60.
75.
90.














59. Pokalfinale in Berlin: FC Schalke 04 - Bayer Leverkusen 4:2 (1:1)

Schalke verteidigt den Pokal

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Besondere Vorkommnisse: Schiedsrichter Dr. Wack verweist die Trainer Stevens (45.) und Toppmöller (61.) jeweils wegen Meckerns auf die Tribüne.

Eine Woche nach dem verlorenen Meisterschaftsrennen unterlag Bayer Leverkusen trotz überlegen geführter erster Halbzeit im Pokalfinale dem Titelträger Schalke 04 mit 2:4 (1:1). Böhme, Agali, Möller und Sand sicherten den "Knappen" bei Gegentoren von Berbatov und Kirsten letztlich verdient den vierten Pokalerfolg und bescherten Trainer Huub Stevens einen gelungenen Abschied.


Das Spiel im Live-Ticker

Stimmen zum Spiel


Schalkes Trainer Huub Stevens verzichtete im Vergleich zum letzten Bundesliga-Spiel gegen Wolfsburg (1:2) auf den belgischen Nationalspieler Marc Wilmots. Der defensivere Routinier Jiri Nemec sollte im Mittelfeld die Kreise des offensiv ausgerichteten Bayer-Mittelfelds stören. Tomasz Waldoch, in der Liga zuletzt Gelb-gesperrt, rückte wieder für Matellan ins Abwehrzentrum. Emile Mpenza musste verletzungsbedingt doch noch passen, für ihn stürmte Victor Agali neben Ebbe Sand. Zwei Veränderungen bei Bayer gegenüber dem Hertha-Spiel (2:1) : In der Abwehrreihe stand Boris Zivkovic für Zoltan Sebescen, im Angriff Dimitar Berbatov für Ulf Kirsten.

Spielfluss kam zunächst nicht auf im ausverkauften Olympiastadion. Viele kleine Fouls ließen nur Stückwerk zu Stande kommen. Schalke wirkte immerhin in den ersten Minuten entschlossener, tauchte ein paar Mal im Bayer-Strafraum auf. Erst nach einer Viertelstunde Spielzeit machte sich der Vizemeister bemerkbar, zunächst durch zwei Gelbe Karten (Ramelow, Bastürk), später jedoch auch durch Torraumszenen. So konnte Neuville nach einem haarsträubenden Fehler von Nemec im letzten Moment noch von Van Kerckhoven gestoppt werden (21.). Zwei Minuten später setzte Zé Robertos mit einem Seitfallzieher ein weiteres Highlight. So hatte sich der Pokalsieger von 1993 wenig später den Führungstreffer auch verdient. Ein missglückter Schussversuch Lucios fand in Berbatov einen dankbaren Abnehmer. Der bulgarische Youngster stand acht Meter vor Recks Kasten völlig unbewacht und konnte abstauben (27.). Die "Knappen" wirkten konsterniert, hatten Glück, dass wenig später ein Freistoß von Schneider nur minimal am Pfosten vorbeischrammte (32.). Bayer wollte die Führung ausbauen, hatte auch bis zur Pause deutlich mehr Spielanteile. Vor allem Berbatov, der in der 44. Minute erneut frei vor Reck auftauchte und ans Außennetz schoss, hätte dieses Pokalfinale vorentscheiden können. So reichte Schalke im Gegenzug eine Standardsituation, um ins Spiel zurückzukommen. Jörg Böhme legte sich den Ball beim Freistoß zurecht und jagte ihn unhaltbar für Butt aus halbrechter Position ins rechte Tordreieck zum 1:1 (45.).

Die zweite Hälfte begann überraschenderweise mit S04-Coach Huub Stevens auf der Tribüne. Der Trainer hatte sich während der Pause bei Schiedsrichter Dr. Wack vehement beschwert und durfte in seinem letzten Spiel bei Schalke nicht mehr auf die Trainerbank. Die Gelsenkirchener starteten beflügelt durch den glücklichen Ausgleich besser. Ebbe Sand setzte sich in der 47. Minute im Strafraum gegen zwei Abwehrspieler durch, seinen Schuss kratzte Butt noch mit den Fingerspitzen aus dem Eck. Die Antwort der Rheinländer: Schneiders Kopfball, auch hier bewies der Schlussmann Reck seine Extraklasse (48.). Die schwungvolle Anfangsphase ebbte jedoch schnell ab. Nach einer Stunde schloss sich Klaus Toppmöller seinem Kollegen Stevens an und wanderte auf Wunsch des Referees auch in Richtung Tribüne ab. Erst ab Mitte der zweiten Hälfte wurde wieder Fußball gespielt - und zwar von Schalke. Agali brachte den Pokalverteidiger schließlich auf die Siegerstraße. Nach einem energischen Sololauf vorbei an Lucio versenkte der Ex-Rostocker das Leder aus 20 Metern flach im rechten Eck. Bayer geschockt, und Schalke setzte den Knockout. Ein weiterer Schnellangriff und es stand 3:1 (71.). Agali hatte Möller glänzend ins Szene gesetzt. Der Routinier ließ sich die Chance nicht nehmen und traf mit links ins rechte Eck. Mit dem komfortablen Vorsprung im Rücken wurden die letzten Minuten gegen die aufsteckenden Leverkusener zum Schaulaufen. Ebbe Sand durfte nach Vermant-Flanke in der 85. Minute schließlich noch zum 4:1 einnicken. Ulf Kirsten traf in einer hektischen Schlussphase noch zum 4:2, Agali sah bei einem Gerangel in der Nachspielzeit noch "Rot" wegen Tätlichkeit.

Bayer Leverkusen zog wieder einmal in einem wichtigen Spiel den Kürzeren. Obwohl die Rheinländer in der ersten Hälfte deutlich überlegen waren, konnten sie nicht mehr als ein 1:0 herausschießen. Ein Doppelschlag der sich steigernden Schalker Mitte der zweiten Hälfte führte schließlich noch zu einem klaren Pokalsieg der "Königsblauen".

11.05.02
 
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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

FC Schalke 04
Aufstellung:
Reck (2,5)    
Hajto (5)    
Waldoch (3,5) , 
van Hoogdalem (2,5)    
Nemec (3,5)    
Möller (3,5)        
Asamoah (4,5)    
Böhme (3,5)        
Sand (3)    
Agali (2,5)        

Einwechslungen:
46. Oude Kamphuis (3) für Hajto
75. Wilmots für Möller
81. Vermant für Asamoah

Trainer:
Stevens
Bayer 04 Leverkusen
Aufstellung:
Butt (3,5) - 
Ramelow (3,5)    
Lucio (4,5) - 
Zivkovic (3,5) , 
Placente (3) - 
Ballack (4,5) - 
Neuville (5)    
Bastürk (3,5)    
Zé Roberto (5) - 
Berbatov (3,5)            

Einwechslungen:
67. Brdaric     für Neuville
77. Kirsten     für Berbatov

Trainer:
Toppmöller

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Berbatov (27., Rechtsschuss, Lucio)
1:1
Böhme (45., direkter Freistoß, Linksschuss)
2:1
Agali (68., Rechtsschuss)
3:1
Möller (71., Linksschuss, Agali)
4:1
Sand (85., Kopfball, Vermant)
4:2
Kirsten (89., Rechtsschuss, Brdaric)
Rote Karten
Schalke:
Agali
(90., Tätlichkeit, B. Schneider)
Leverkusen:
-
Gelbe Karten
Schalke:
Böhme
(2. Gelbe Karte)
,
van Hoogdalem
(3.)
,
Reck
(1.)
,
Nemec
(2.)
Leverkusen:
Ramelow
(3. Gelbe Karte)
,
Bastürk
(2.)
,
Berbatov
(2.)
,
Brdaric
(1.)

Besondere Vorkommnisse
Schiedsrichter Dr. Wack verweist die Trainer Stevens (45.) und Toppmöller (61.) jeweils wegen Meckerns auf die Tribüne.

Spielinfo

Anstoß:
11.05.2002 19:45 Uhr
Stadion:
Olympiastadion, Berlin
Zuschauer:
70000 (ausverkauft)
Spielnote:  3
Chancenverhältnis:
5:5
Eckenverhältnis:
1:6
Schiedsrichter:
Dr. Franz-Xaver Wack (Biberbach)   Note 2,5
mit Ausnahme des Freistoßes vor dem 1:1 gute Zweikampf-Deutung, perfekte Abstimmung mit seinem Gespann, leichte Probleme bei der Vorteilsauslegung.
Spieler des Spiels:
Victor Agali
Der Nigerianer machte Lucio oft das Leben schwer. Traf zum 2:1, gewann vor dem 3:1 einen Zweikampf gegen Lucio, bediente Torschütze Möller mustergültig. Ließ sich jedoch zu einem Schlag gegen Placente hinreißen und sah Rot!
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