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12.10.2018, 19:35

Medien berichten über Unregelmäßigkeiten bei 1:6 gegen PSG

Belgrad weist Manipulationsvorwürfe "angewidert" zurück

Das Champions-League-Spiel zwischen Paris St. Germain und Roter Stern Belgrad (6:1) am 3. Oktober steht offenbar unter dem Verdacht der Wettmanipulation. Das meldete am Freitag die französische Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf eine dem Fall nahestehende Quelle, zuvor hatte die französische Sportzeitung L'Equipe davon berichtet.

Traf beim 6:1-Erfolg dreimal: Neymar von Paris St. Germain.
Traf beim 6:1-Erfolg dreimal: Neymar von Paris St. Germain.
© imagoZoomansicht

Demnach habe ein ranghoher Vertreter des serbischen Klubs im Vorfeld des Spiels rund fünf Millionen Euro darauf gewettet, dass sein eigenes Team mit fünf Toren Unterschied verlieren werde. Die UEFA sei daraufhin bereits einige Tage vor dem Spiel alarmiert worden und habe den Fall an die französischen Behörden übergeben. Die dortige Staatsanwaltschaft leitete Ermittlungen ein.

Wie die L'Equipe weiter berichtete, habe sich der serbische Vereinsverantwortliche am Tag vor dem Spiel mit dem Pariser Präsidenten Nasser Al-Khelaifi treffen wollen. Ermittler hatten das Hotel daraufhin überwacht, keiner der beiden war jedoch aufgetaucht. Während des Spiels hatten mehrere Spezialisten das Geschehen auf dem Platz genau überwacht und hätten dabei vor allem die Passivität einiger serbischer Spieler hervorgehoben. Roter Stern wehrte sich in einer Stellungnahme entschieden gegen die Vorwürfe. "Roter Stern weist die Behauptungen empört und angewidert zurück", hieß es: "Wir erwarten, dass die Wahrheit so bald wie möglich aufgedeckt und klar wird, dass kein Klubmitglied mit diesen Beschuldigungen etwas zu tun hat."

UEFA hat sich noch nicht geäußert

Laut der französischen Aufsicht für Online-Wetten habe es weder auf dem französischen Markt noch im globalen Überwachungssystem Auffälligkeiten gegeben. Einer weiteren Quelle zufolge kann dieser Umstand aber ein Hinweis darauf sein, dass die Wetten in einem "exotischen Markt" platziert wurden. Die UEFA wollte sich mit dem Hinweis auf laufende Untersuchungen nicht äußern, PSG zeigte sich dagegen "extrem besorgt". Der Verein teilte mit, der Kontakt mit den Vertretern von Roter Stern sei völlig normal gewesen und nicht über "Meetings, Besuche und das offizielle Mittagessen, das es bei jedem Champions-League-Spiel gibt", hinausgegangen.

sid/las

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