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31.08.2018, 00:43

TSG rechnet sich bei Premiere Chancen aus

Hoffenheims Gruppe F: Zwei Etablierte und "ein Brett"

Zum ersten Mal in ihrer Vereinsgeschichte steht die TSG Hoffenheim in der Gruppenphase der Champions League. Die Kraichgauer bekommen es bei ihrer Premiere mit Schachtar Donezk, Olympique Lyon und Titelfavorit Manchester City zu tun.

Pep Guardiola
Hat bislang alle seine drei Spiele in Hoffenheim gewonnen: ManCity-Coach Pep Guardiola.
© imagoZoomansicht

"In der Champions League sind wir erst einmal Underdog, das ist auch normal, als der Klub, der wir sind. Trotzdem, glaub ich, ist in der Gruppe schon was möglich", sagte TSG-Trainer Julian Nagelsmann nach der Auslosung der Champions-League-Gruppen. "Die anderen beiden Gruppen, die noch möglich gewesen wären, wären einen Tick schwieriger gewesen. Da waren mindestens zwei richtige Bretter drin." Jetzt habe seine Mannschaft nur "ein richtiges Brett" vor sich, meinte Nagelsmann - und dürfte damit Manchester City meinen. Doch auch Lyon und Donezk spielten in den vergangenen Jahren immer wieder auf europäischer Bühne und sorgten für beachtliche Ergebnisse.

Keine großen Namen und Guardiolas Bilanz

Manchester City: Die Citizens, amtierender Meister in England, sehnen sich nach ihrem ersten Triumph in der Champions League. Bislang steht im Briefkopf der Citizens nur ein internationaler Titel. Der Sieg im Europapokal der Pokalsieger liegt aber inzwischen 48 Jahre zurück. Das soll sich nun endlich ändern und die Hoffnung ist mit einem Namen eng verknüpft: Pep Guardiola. Der Katalane trainiert ManCity seit Juli 2016. Nach einem ersten titellosen Jahr führte er den Klub in der vergangenen Saison mit 100 Punkten und 106 erzielten Toren auf den ersten Rang in der Premier League. Nur in der Königsklasse wollte der ganz große Wurf wieder nicht gelingen: Im Viertelfinale unterlag der Meister dem von Jürgen Klopp trainierten FC Liverpool.

In diesem Sommer verzichteten die Vereinsverantwortlichen auf namhafte Transfer. Vielmehr haben etablierte Leistungsträger wie Kevin De Bruyne, Sergio Agüero, Nicolás Otamendi, Fernandinho, David Silva oder Kapitän Vincent Kompany das Vertrauen. Auch die beiden deutschen Nationalspieler Ilkay Gündogan und Leroy Sané gehören zum festen Kader von ManCity, das am Dienstag, 2. Oktober, in Sinsheim spielt. Guardiolas Bilanz im Kraichgau kann sich übrigens sehen lassen: In drei Gastspielen siegte er zwischen 2013 und 2015 dreimal mit dem FC Bayern.

Ein neues Stadion und viel Champions-League-Geschichte

Olympique Lyon: OL nimmt nach einem Jahr Pause wieder an der Champions League teil. In der Vorsaison trat das Team von Trainer Bruno Génésio, der seit vielen Jahren für den Klub arbeitet, in der Europa League an, scheiterte aber im Halbfinale an ZSKA Moskau und verpasste damit das Endspiel im eigenen Stadion. Nun unternimmt Lyon, das im vergangenen Jahr Platz drei in der Ligue 1 belegt hat, einen neuen Anlauf in der Königsklasse. Mit seinen Leistungsträgern Memphis Depay, Weltmeister Nabil Fekir und Bertrand Traoré hofft OL auf eine gute Saison. Mariano Diaz (Real Madrid) verabschiedete sich derweil Richtung Spanien. Maxwel Cornet wird zudem vom VfL Wolfsburg umworben.

Groupama Stadium
Neue Heimat von Olympique Lyon: Das Groupama Stadium.
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Beckenbauer grollte in der Saison 2000/01

In der Champions League gehörte der Lyon lange Zeit zum Etablissement. Das beste Abschneiden schaffte der siebenmalige französische Meister in der Saison 2009/10, als er bis ins Halbfinale vorstieß, dort aber am FC Bayern scheiterte. Inzwischen spielt Olympique in einem neuen Stadion. Das Groupama Stadium wurde im Januar 2016 anlässlich der wenige Monate später stattfindenden EM in Frankreich eröffnet und löste das alte Stade Gerland ab. Mit deutschen Mannschaften gab es immer wieder Aufeinandertreffen - besonders legendär war das Duell mit dem FC Bayern in der Saison 2000/01, als der FCB mit 0:3 verlor und damit Präsident Franz Beckenbauer zu seiner legendären Bankettrede animierte ("Das ist nicht Fußball, das ist die Uwe-Seeler-Traditionsmannschaft") - wenige Wochen später gewann München den Titel.

Die Stimmung in der neuen Arena ist nicht selten hitzig - allerdings werden die Ränge Anfang Oktober im ersten Heim-Duell gegen Donezk leer bleiben. Grund hierfür ist eine UEFA-Sperre nach Ausschreitungen in der vergangenen Saison. Die erste Heimpartie in der Königsklasse vor den eigenen Fans wird deshalb gegen die TSG bestritten.

Fernab der Heimat und südamerikanischem Flair

Schachtar Donezk: Der ukrainische Traditionsklub Schachtar hat sich als Meister für die Champions League qualifiziert. Seit der Saison 2006/07 gehört der Klub aus dem Donbass regelmäßig zum Teilnehmerfeld der Königsklasse. Mit Ausnahme der Spielzeiten 2009/10 und 2016/17 nahm der UEFA-Cup-Sieger von 2009 (2:1 n.V. gegen Bremen, danach hieß der Wettbewerb Europa League) immer an der Königsklasse teil. Größer Erfolg bis heute: Das Erreichen des Viertelfinals 2011, als der spätere Titelträger FC Barcelona Endstation war.

Schachter vs. ManCity
In der Vorsaison gewann Schachtar das zweiten Gruppenspiel 2:1 gegen ManCity und Leroy Sané (M.).
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Ein Wiedersehen mit den Citizens

Inzwischen bestreitet Schachtar seine Spiele in Charkiw. Zuvor hatte der Klub, der aufgrund des Konflikts in der Ostukraine an andere Stelle ausweichen muss, in Lwiw gespielt, dort aber kaum Zuschauer-Zuspruch erfahren. In der Champions League steuert der vom Portugiesen Paulo Fonseca trainierte Klub in diesem Jahr ein ähnliches Abschneiden wie in der Vorsaison an. Damals stieß Schachtar bis ins Achtelfinale (Aus gegen die Roma) vor, behauptete sich in der Gruppe gegen Feyenoord, Neapel - und ManCity, mit dem es nun ein Wiedersehen gibt. Die Citizens bezwangen die Ukrainer im Rückspiel 2:1, das Hinspiel ging mit 0:2 verloren.

Angeführt von Torwart-Urgestein Andriy Pyatov (seit über zehn Jahren im Klub) steht Schachtar nach sechs Spieltagen in der Premier-Liga wieder auf Rang eins. Als besonders treffsicher erwies sich Júnior Moraes, der von Liga-Konkurrent Dynamo Kiew kam. Der Brasilianer ist einer von vielen Südamerikanern, die der ehemalige Bergarbeiter-Verein seit Jahren fast schon traditionell unter Vertrag nimmt. Derzeit gehören zehn Brasilianer zum Aufgebot, darunter die Flügelzange Marlos und Taison. Ergänzt werden sie von heimischen Leistungsträgern wie Oleg Danchenko (Rechtsverteidiger) oder Taras Stepanenko (Defensives Mittelfeld). Wichtige Schlüsselspieler musste der Klub allerdings auch abgeben: Facundo Ferreyra (30 Tore in 42 Spielen) läuft nun für Benfica auf. Offensivmann Bernard spielt in Everton und Mittelfeldmann Fred schloss sich Manchester United an.

pau

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Vereinsdaten

Vereinsname:TSG Hoffenheim
Gründungsdatum:01.07.1899
Mitglieder:10.425 (01.07.2018)
Vereinsfarben:Blau-Weiß
Anschrift:Dietmar-Hopp-Sportpark
Horrenberger Straße 58
74939 Zuzenhausen
Telefon: (0 72 61) 94 93 0
Telefax: (0 72 61) 94 93 102
E-Mail: info@achtzehn99.de
Internet:http://www.achtzehn99.de

Vereinsdaten

Vereinsname:Manchester City
Gründungsdatum:01.01.1880
Vereinsfarben:Hellblau-Weiß
Anschrift:Manchester City Football Club
Etihad Stadium
Etihad Campus
Manchester M11 3FF
Großbritannien
Telefon: 00 44 - 161 - 4 44 18 94
Telefax: 00 44 - 161 - 4 38 79 99
Internet:https://www.mancity.com/

Vereinsdaten

Vereinsname:Olympique Lyon
Gründungsdatum:03.08.1950
Vereinsfarben:Rot-Blau
Anschrift:Olympique Lyonnais
350, Avenue Jean Jaurès
69007 Lyon
Telefon: 00 33 - 426 - 29 67 00
Telefax: 00 33 - 478 - 72 03 99
Internet:http://www.olweb.fr/

Vereinsdaten

Vereinsname:Schachtar Donezk
Gründungsdatum:12.05.1936
Vereinsfarben:Orange-Schwarz
Anschrift:FK Shakhter Donetsk
Ul. Artema 86-A
83050 Donetsk
Telefon: 00 380 - 62 - 3 87 01 02
Telefax: 00 380 - 62 - 3 87 01 04
E-Mail: feedback@shakhtar.com
Internet:http://www.shakhtar.com/

weitere Infos zu Nagelsmann

Vorname:Julian
Nachname:Nagelsmann
Nation: Deutschland
Verein:TSG Hoffenheim


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