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Zenit St. Petersburg

Zenit St. Petersburg

Russland
2
:
4

Halbzeitstand
0:2
Borussia Dortmund

Borussia Dortmund

Deutschland

ZENIT ST. PETERSBURG
BORUSSIA DORTMUND
15.
30.
45.








60.
75.
90.















Zenit ist seit fünf Champions-League-Heimspielen ohne Sieg

Reus startet furios und stellt die Weichen

Der BVB ließ sich von der klaren Pleite beim Hamburger SV nicht verunsichern und legte gegen Zenit einen wahren Blitzstart hin. Die Russen wirkten in den ersten 45 Minuten vollends überfordert und lagen schon mit 0:2 zurück. Die Dortmunder ließen die Russen dann zwar unnötig etwas aufkommen, reagierten allerdings mit starken Gegenschlägen. Am Ende stand ein 4:2, eine gute Ausgangslage für das Rückspiel. St. Petersburg hingegen bleibt damit seit fünf Heimspielen in der Champions League ohne Sieg.

Marco Reus
Konnte seinen grandiosen Start selbst wohl nicht fassen: Marco Reus.
© getty imagesZoomansicht

Zenit-Coach Luciano Spalletti wechselte nach der 1:4-Pleite bei Austria Wien, dem letzten Gruppenspiel, auf insgesamt fünf Positionen: Ansaldi, Hubocan, Zyryanov, Shirokov und Kerzhakov rückten heraus für Neto, Anyukov, Arshavin, Shatov und Rondon. Mit nur sechs Punkten zogen die Petersburger ins Achtelfinale ein, das schaffte zuvor kein anderer Klub.

BVB-Trainer Jürgen Klopp startete nach der schwachen Vorstellung beim 0:3 in Hamburg mit Kehl und Reus anstelle von Sven Bender (Schambeinentzündung) und Aubameyang (Bank). Hummels (Stauchung und Bandzerrung im Bereich des Fußwurzelgelenkes) probierte zwar noch einmal alles, der Sprung in den Kader misslang aber.

Im Petrovski-Stadion bekamen es die Westfalen mit ähnlichen Voraussetzungen zu tun, wie vor der Partie bei den Hanseaten. Denn während der Bundesliga-Dino mit Trainer Mirko Slomka quasi einen Neustart hinlegte, legten die Russen einen Kaltstart hin. Das letzte Pflichtspiel nämlich datierte von Mitte Dezember. Mittelfeldmotor Sahin ließ allerdings keine Spekulationen in Richtung einer weiteren schwachen Vorstellung aufkommen: "Das Spiel ist viel zu wichtig, um uns jetzt runterziehen zu lassen."

Was ist denn hier los?

Hulk mit Dortmunds Schmelzer
Probierte viel auf eigene Faust, es gelang wenig: Petersburgs teuerster Spieler Hulk (hier gegen Schmelzer).
© getty imagesZoomansicht

Gesagt, getan: Der westfälische Express rollte mit ICE-Geschwindigkeit an, gerade das fulminante Pressing überforderte St. Petersburg vollumfänglich. So krachte es bereits in der 4. Minute: Reus schaltete gegen Criscito den Turbo ein, nahm dem Italiener locker mehrere Meter ab und sprintete von rechts in den Strafraum. Trotz mehrfacher Fouls ließ sich der deutsche Nationalspieler nicht fallen, legte im Fallen lieber noch stark quer auf Mkhitaryan, der aus der Drehung vollendete. Eine Minute später schepperte es schon wieder - und weiter ging es mit dem agilen Reus: Dieses Mal schlug Mkhitaryan von rechts eine flache Flanke auf Großkreutz im Zentrum, der für Reus abtropfen ließ. Dieser nahm den linken Außenrist und stellte flugs auf 2:0.

Zenit schien wahrlich noch in der Kabine, der Ball wurde immer wieder halbherzig an den Gast abgetreten. Mehr als ein halbgarer Schuss von Hulk, der vieles auf eigene Faust probierte, kam im ersten Durchgang nicht heraus (27.). Die Dortmunder pressten demnach mit mehreren Spielern und eroberten die Bälle, ließen nach dem 2:0 aber den letzten Pass vermissen. Mehr als ein Schuss von Kehl und ein direkter Freistoß von Reus sprang nicht mehr heraus (37. und 38.). Zenit ging somit "nur" mit einem 0:2 in die Katakomben.

Anschluss und Gegenschlag

Der BVB ließ aber auch im zweiten Durchgang keine Zweifel aufkommen, legte genau wie am Anfang los und presste. Mkhitaryan eroberte das Leder, das letztlich bei Lewandowski landete. Der knallte aus spitzem Winkel drauf, Schlussmann Lodygin parierte (47.). Nichtsdestotrotz wirkten die Russen wacher als in den ersten 45 Minuten, störten die Westfalen früher und erarbeiteten sich mit längeren Ballstafetten mehr Räume. Und plötzlich passierte es: Rondon stand nach einem Heber zwar im Abseits, das Gespann ließ jedoch weiterlaufen. Das gab Hulk die Chance, den Ball über Weidenfeller zu lupfen. Schmelzer klärte daraufhin nur ungenügend, sodass Rondon den Pfosten anschoss. Von dort kullerte das Spielgerät final in den Rückraum, wo Shatov angerauscht kam und das Leder ins Netz hämmerte (58.).

Der BVB wirkte zwar kurz geschockt, antwortete allerdings prompt mit der passenden Formel: Lewandowski schickte Piszczek über die rechte Bahn, der polnische Nationalmannschaftskollege bewies Auge und legte perfekt quer. Der künftige Münchner vollstreckte letztlich aus kurzer Distanz. Torhüter Lodygin war zwar noch dran, konnte den Einschlag aber nicht verhindern (61.). Doch aus unerklärlichen Gründen ließen die Westfalen wieder die Zügel schleifen und klärten Fayzulins Vorstoß nicht rechtzeitig - am Ende gab es Elfmeter für Zenit (68.). Der Brasilianer Hulk ließ Torwart Weidenfeller dabei absolut keine Chance. Das Leder nämlich knallte von der Querlatte touchiert oben rechts ins Tor (69.).

Wieder geht es einen Gang hoch

Der Gangschalter der Schwarz-Gelben wurde jedoch direkt wieder in die Hand genommen und eine Stufe höher gestellt: Reus bediente nach einer starken Balleroberung im Mittelfeld über rechts den freien Lewandowski, der humorlos einschob (71.). Trotz aller Dominanz und der besseren spielerischen Anlage wirkten die Borussen bei den Anschlusstreffern etwas leichtsinnig, ließen die Russen unnötig aufkommen. Dieses 4:2 trugen die Westfalen dann allerdings bis zum Ende. Auch deswegen, weil durch zahlreiche Wechsel kaum noch Spielfluss aufkam. Mit vier Auswärtstoren hat der BVB nun eine tolle Ausgangslage für das Rückspiel.

Das nächste Pflichtspiel für Zenit St. Petersburg steigt erst am 8. März zu Hause gegen Tom Tomsk (15.30 Uhr). Dortmund hingegen empfängt bereits am Samstag (15.30 Uhr) den formstarken 1. FC Nürnberg. Das Rückspiel des Achtelfinals findet am Mittwoch, den 19. März (20.45 Uhr), im Signal-Iduna-Park statt.

Champions League, 2013/14, Achtelfinale
Zenit St. Petersburg - Borussia Dortmund 2:4
Zenit St. Petersburg - Borussia Dortmund 2:4
Wer ist schneller?

In der Anfangsphase kaum zu halten war Reus, der hier im Laufduell gegen Neto flinker ist.
© picture alliance

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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Zenit St. Petersburg
Aufstellung:
Lodygin (5) - 
Anyukov (5)        
Neto (6) , 
Lombaerts (6)    
Criscito (5) - 
Witsel (5) , 
Fayzulin (4)        
Hulk (4)    
Shatov (4)    
Arshavin    
Rondon (4)

Einwechslungen:
15. Tymoshchuk (6) für Arshavin
84. Smolnikov für Anyukov
84. A. Kerzhakov für Fayzulin

Trainer:
Spalletti
Borussia Dortmund
Aufstellung:
Weidenfeller (3) - 
Piszczek (2)    
Sokratis (3) , 
Schmelzer (2,5) - 
Kehl (2,5)    
Sahin (3,5) - 
Reus (1,5)        
H. Mkhitaryan (2,5)        
Großkreutz (2)    
Lewandowski (1)        

Einwechslungen:
70. Aubameyang für H. Mkhitaryan
85. Hofmann für Reus
90. + 1 Durm für Großkreutz

Trainer:
Klopp

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
H. Mkhitaryan (4., Rechtsschuss, Reus)
0:2
Reus (5., Linksschuss, Großkreutz)
1:2
Shatov (57., Linksschuss, Rondon)
1:3
Lewandowski (61., Rechtsschuss, Piszczek)
2:3
Hulk (69., Foulelfmeter, Linksschuss, Fayzulin)
2:4
Lewandowski (71., Rechtsschuss, Reus)
Gelbe Karten
Zenit:
Anyukov
(1. Gelbe Karte)
,
Fayzulin
(2.)
Dortmund:
Piszczek
(1. Gelbe Karte)

Spieldaten

Zenit St. Petersburg       Borussia Dortmund
Tore 2 : 4 Tore
 
Torschüsse 8 : 13 Torschüsse
 
gespielte Pässe 573 : 396 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 441 : 273 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 132 : 123 Fehlpässe
 
Passquote 77% : 69% Passquote
 
Ballbesitz 59% : 41% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 46% : 54% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 15 : 16 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 16 : 15 Gefoult worden
 
Abseits 1 : 3 Abseits
 

Spielinfo

Anstoß:
25.02.2014 18:00 Uhr
Stadion:
Petrovski, St. Petersburg
Zuschauer:
15099
Spielnote:  2,5
sehr unterhaltsam dank flotter BVB-Angriffe; die Russen allerdings steuerten vor allem haarsträubende Szenen bei.
Chancenverhältnis:
3:7
Eckenverhältnis:
6:3
Schiedsrichter:
William Collum (Schottland)   Note 5
zunächst umsichtig, ließ das Spiel laufen. Übersah eine Abseitsstellung vor dem 1:2, lag später mit seiner Elfmeterentscheidung auch daneben.
Spieler des Spiels:
Robert Lewandowski
Umtriebig und nicht zu bremsen. Leitete pfiffig den Torreigen ein, traf dann selbst doppelt.