Zur Loginbox springen Zur Navigation springen Zum Inhalt springen
Nicht registriert?

Bayern München

 - 

Real Madrid

 

2:1 (1:0)

Seite versenden

Bayern München
Real Madrid
1.
15.
30.
45.



46.
60.
75.
90.














Özil stellt Reals Uralt-Rekord ein

Die Tür zum Heimfinale ist offen - dank Gomez!

Bayern München hat die Tür zum Heimfinale dank Gomez aufgestoßen. Gegen die Königlichen zeigte der FCB in einem rassigen und phasenweise hochklassigen Spiel diverse Gesichter - das der Dusel-Bayern, das der schläfrigen Bayern und das der starken Bayern - und gewann am Ende verdient mit 2:1. Ein tückisches Ergebnis für das Rückspiel im Bernabeu, das wohl kein Zuckerschlecken werden wird.

Schweinsteiger und Ribery (vorne)
Freude pur: Schweinsteiger und Ribery (vorne) bejubeln das 1:0.
© Getty ImagesZoomansicht

Bayern Münchens Trainer Jupp Heynckes hatte beim 0:0 gegen Mainz einigen arrivierten Kräften eine Verschnaufpause gegönnt und wechselte folglich auf fünf Positionen: Lahm, Luiz Gustavo, Kroos, Ribery und Gomez kamen anstelle von Rafinha, Contento, Tymoshchuk, Müller und Olic. Für Schweinsteiger war es ein besonderes Spiel, bestritt der 27-Jährige doch sein 75. Europapokalspiel.

Real-Coach José Mourinho hatte in der Liga beim 3:1 gegen Gijon Fabio Coentrao, Xabi Alonso, di Maria und Benzema geschont. Alle vier liefen in der ausverkauften Allianz-Arena von Beginn an auf. Marcelo, Sahin, Callejon und Higuain mussten weichen. Der Ex-Münchner Altintop schaffte es nicht in den Kader der Königlichen.

Für die Bayern ging es gar nicht gut los. Früh geriet der Bundesliga-Zweite unter Druck und wurde von den technisch versierten Madrilenen in der eigenen Hälfte fast eingeschnürt. Nach sieben Minuten musste Neuer dann sein ganzes Können aufbieten, um gegen Benzema den frühen Rückstand zu verhindern.

Es war ein temporeiches und technisch sehenswertes Spiel, dem es aber auch an intensiven Zweikämpfen nicht mangelte. Es war also Pfeffer drin. Nach einer Viertelstunde sorgte Ribery, der sich im gegnerischen Sechzehner während eines Duells mit Sergio Ramos freiwillig fallen ließ, dafür, dass es noch emotionaler wurde. Schiedsrichter Howard Webb aus England verweigerte dem Franzosen jedoch den gewünschten Strafstoß. Kurz darauf standen dieselben Protagonisten wieder im Mittelpunkt: Kroos zog eine Ecke von links nach innen, Sergio Ramos wollte klären, legte aber nur für Ribery auf. Der Franzose zimmerte den Ball kraftvoll in die Maschen zum 1:0. Der Treffer hätte aber nicht zählen dürfen, weil der im Abseits stehende Luiz Gustavo Casillas ganz klar die Sicht genommen hatte, was Webb aber entgangen war (17.).

Bayern machen aus einer glücklichen eine verdiente Führung

Madrids Pepe und Sergio Ramos (re.) gegen Gomez
In der Zange: Madrids Pepe und Sergio Ramos (re.) gegen Gomez.
© Getty ImagesZoomansicht

Zu diesem Zeitpunkt war es eine glückliche Führung für den Rekordmeister, der sie sich in der Folge aber redlich verdiente. Die Münchner wurden stärker und ergriffen das Kommando - Schweinsteiger sorgte mit einem zu ungenauen Fernschuss für den nächsten Aufreger (27.). Der FCB investierte mehr, war giftiger, musste aber dennoch stets auf der Hut sein. Dafür war die individuelle Klasse der Spanier einfach zu groß, was Cristiano Ronaldo nach 29 Minuten mit einem etwas zu ungenauen Schuss unter Beweis stellte.

Es war ein unterhaltsames Duell, auch weil sich beide Mannschaften ungewohnte Fehler im Spielaufbau erlaubten. Weil aber Benzema an Neuer scheiterte (40.) und auf der Gegenseite Gomez im Eins-gegen-eins in Casillas seinen Meister fand (41.), blieb es allerdings bei dem knappen 1:0 zur Pause aus Sicht der Bayern.

- Anzeige -

Nach dem Seitenwechsel schien zunächst alles so, als würden die Münchner das Duell im Griff haben. Über Robben setzten sie dann auch das erste Ausrufezeichen in den zweiten 45 Minuten (52.). Wenige Sekunden danach folgte jedoch der Totalaussetzer! Bei einem Konter vergab der freistehende Cristiano Ronaldo noch kläglich gegen Neuer, doch die Bayern hatten zu diesem Zeitpunkt bereits abgeschaltet, während Real weiter machte. Benzema passte von rechts flach an den zweiten Pfosten zu Cristiano Ronaldo, der zu Özil quer legte - 1:1 (63.). Wettbewerbsübergreifend war es der 158. Treffer der Madrilenen, die damit die 52 Jahre alte Bestmarke der legendären Mannschaft um Ikone Alfredo di Stefano einstellte.

FCB erhöht den Druck und belohnt sich in der Schlussminute

Bayern jubeln, die Madrilenen schauen bedröppelt aus der Wäsche
Spätes Glück: Die Bayern jubeln, die Madrilenen schauen bedröppelt aus der Wäsche.
© Getty Images

Der FCB reagierte auf den Ausgleich mit erhöhtem Druck, Heynckes mit der Hereinnahme von Müller - Schweinsteiger ging raus. Real zog sich indes immer weiter zurück und machte den Anschein, als wäre man mit dem Remis zufrieden. Das unterstrich Mourinho, indem er Linksverteidiger Marcelo für Spielmacher Özil brachte. Die Begegnung wurde ruppiger und die Madrilenen handelten sich einige Gelbe Karten ein, obwohl Webb eine durchaus weichere Linie pfiff.

In der Schlussphase entwickelte sich eine einseitige Partie, die sich fast nur noch in der Hälfte der Königlichen abspielte. Die Bayern hatten fortan klare Feldvorteile, mehr Ballbesitz, aber kaum echte Torchancen. Bis auf Gomez' zu ungenauen Kopfball (73.) kamen die Münchner nicht zu zwingenden Abschlüssen. Vor allem Gomez stemmte sich nun aber gegen das Unentschieden und avancierte in der 90. Minute zum Held des Abends: Lahm vernaschte Fabio Coentrao gekonnt auf der rechten Seite, flankte flach nach innen zum eben erwähnten Gomez, der sich dynamisch durchtankte und den Ball aus kurzer Distanz zum vielumjubelten 2:1-Siegtreffer über die Linie drückte.

Bevor im Santiago Bernabeu am Mittwoch, den 25. April, das Rückspiel auf dem Programm steht, müssen beide Mannschaften noch in ihrer jeweiligen Liga ran: Die Bayern gastieren am Samstag in Bremen. Für Real steht am Abend des gleichen Tages der "Clasico" gegen Erzrivale FC Barcelona an - für das "Weiße Ballett" könnte das die Vorentscheidung im Hinblick auf die Meisterschaft werden.

Champions League: Bilder zu den Halbfinal-Hinspielen
Krimi in München - und die Bridge bebt!
Gibt's doch nicht!

Der FC Barcelona muss um München zittern - das Champions-League-Finale ist nach dem 0:1 beim FC Chelsea am Mittwoch in ernster Gefahr. Lionel Messi (Bild) vergab mit seinen Kollegen beste Chancen an der Stamford Bridge.
© Getty Images

vorheriges Bild nächstes Bild
17.04.12
 
- Anzeige -

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Bayern München
Aufstellung:
Neuer (2) - 
Lahm (2)        
J. Boateng (3,5) , 
Badstuber (2,5)    
Alaba (2,5) - 
Schweinsteiger (4,5)    
Robben (3,5)    
T. Kroos (3,5) , 
Ribery (2)    
Gomez (2)    

Einwechslungen:
61. T. Müller für Schweinsteiger

Trainer:
Heynckes
Real Madrid
Aufstellung:
Casillas (3)    
Arbeloa (4,5) , 
Pepe (2,5) , 
Sergio Ramos (3)    
Fabio Coentrao (5)    
Khedira (3,5) , 
Xabi Alonso (3)    
di Maria (3,5)        
Özil (3,5)        
Benzema (3)    

Einwechslungen:
69. Marcelo     für Özil
79. Granero für di Maria
84. Higuain     für Benzema

Trainer:
Mourinho

Tore & Karten

 
Torschützen
1:0
Ribery (17., Rechtsschuss, Badstuber)
1:1
Özil (53., Rechtsschuss, Cristiano Ronaldo)
2:1
Gomez (90., Rechtsschuss, Lahm)
Gelbe Karten
Bayern:
Badstuber
(2. Gelbe Karte)
,
Robben
(1.)
,
Lahm
(2.)
Real Madrid:
Xabi Alonso
(4. Gelbe Karte)
,
Fabio Coentrao
(2.)
,
di Maria
(1.)
,
Sergio Ramos
(2.)
,
Higuain
(2.)
,
Marcelo
(1.)

Spielinfo

Anstoß:
17.04.2012 20:45 Uhr
Stadion:
Allianz-Arena, München
Zuschauer:
66000 (ausverkauft)
Spielnote:  2
dass viele Klasseleute auf dem Platz standen, war zu sehen - und spannend war es auch.
Chancenverhältnis:
7:4
Eckenverhältnis:
6:4
Schiedsrichter:
Howard Webb (England)   Note 5
machte nicht alles falsch, aber vieles. Die gravierendsten Fehler: Luiz Gustavo stand beim 1:0 im Abseits, Marcelo (Foul an Müller, 90./+4) hätte Rot sehen müssen.
Spieler des Spiels:
- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

- Anzeige -