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Werder Bremen

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Anorthosis Famagusta

 

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Werder Bremen
Anorthosis Famagusta
1.
15.
30.
45.


46.
60.
75.
90.










Erst ineffektiv, dann ungeduldig: Werder verpatzt den Start

Almeida macht's schwach wie Pizarro

So hatten sich die Bremer das nicht vorgestellt. Zum Auftakt der neuen Champions-League-Saison kam Werder daheim trotz weitgehender Überlegenheit gegen Neuling Anorthosis Famagusta nicht über ein torloses Remis hinaus. Viermal hatte Pizarro die Möglichkeit, die kleine Blamage zu verhindern, doch der Peruaner vergab beste Chancen. Haperte es bei den Bremern vor der Pause noch an Effektivität, fehlte in Halbzeit zwei die Geduld.

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Torsten Frings (l.) und Naldo (r.) gegen Lukasz Sosin
Überzahl: Torsten Frings (l.) und Naldo (r.) bedrängen Anorthosis-Stürmer Lukasz Sosin.
© dpa Zoomansicht

Einen personellen Wechsel gab es bei Werder nach dem 3:0 gegen Cottbus. Özil, der am Samstag als Joker stark gespielt hatte, durfte diesmal von Beginn an ran, weil Kapitän Baumann mit Rückenproblemen nicht auflaufen konnte. Frings rückte auf die Sechser-Position zurück, Özil auf die Halbposition. Bei Anorthosis fehlten die Verteidiger Ocokoljic und Labrou verletzt, der "Sechser" Dobrasinovic war gesperrt. Dennoch hatten die Zyprer einige bekannte Namen in ihrer Anfangself zu bieten: Dellas, Europameister mit Griechenland 2004, Leiwakabessy, vergangene Saison noch bei Alemannia Aachen unter Vertrag, sowie den 34-jährigen Brasilianer Savio, der zwischen 1997 und 2002 für Real Madrid spielte.

Wie erwartet nahmen die Bremer gleich zu Beginn das Heft in die Hand. Zwar dachte Anorthosis nicht nur defensiv, dennoch war Werder klar spielbestimmend. Auf die erste große Möglichkeit mussten die Zuschauer allerdings eine Viertelstunde warten. Dann brachte Fritz den Ball von rechts flach an den Fünfmeterraum, wo Pizarro am schnellsten war, aber knapp vorbeischoss. Und auch die zweite Bremer Chance hatte der Peruaner. Waren die Kombinationen zuvor nicht immer konsequent zu Ende gespielt worden, klappte es diesmal bis zum Schluss: Jensen schickte Fritz, Fritz flankte auf Özil, Özil köpfte zu Pizarro - und Pizarro scheiterte aus kurzer Distanz an Beqaj, der die Kugel gerade noch vor der Linie fing (24.).

Werder hatte klare Vorteile, immer wieder drangen die Hausherren über die Außenposition nach vorne, doch zu oft kam der letzte Pass nicht an. Anorthosis stellte die Bremer Abwehr derweil vor gar keine Probleme, weil sich die Gäste inzwischen stark zurückgezogen hatten. Umso schwerer hatte es Werder. Boenischs Flanke aus dem Halbfeld, die zum Torschuss wurde, von Beqaj aber entschärft werden konnte, brachte immerhin etwas Gefahr (42.). Auch Pizarro hatte noch einmal die Führung auf dem Fuß: Nach Jensens Flanke war er ganz alleine vor Beqaj, traf den Ball aber nicht (45.). So blieb es zur Pause torlos. Bremen hatte viel mehr vom Spiel in Halbzeit eins, dafür ergaben sich aber zu wenige klare Möglichkeiten.

Die Hanseaten versuchten auch nach dem Seitenwechsel, gleich wieder Druck aufzubauen, die erste gute Chance nach dem Seitenwechsel hatte jedoch Anorthosis: Der eingewechselte Taher kam mit Glück an Mertesacker vorbei, nicht aber an Wiese, der bei seiner ersten Herausforderung hellwach war (50.). Zwei Minuten später tauchte wieder Pizarro gefährlich vor Beqaj auf, als er Diegos Schuss knapp am Pfosten vorbeilenkte. Beim Peruaner klappte vor dem Tor nicht viel, dennoch wechselte Trainer Thomas Schaaf Rosenberg, der immerhin zweimal aus Abseitsposition getroffen hatte, für Sanogo aus (57.). Keine zehn Minuten später musste aber auch Pizarro runter, Hugo Almeida kam.

Arjen Beqaj (l.) und Markus Rosenberg
Fragender Blick: Mehr als zwei Abseitstore wollten auch Markus Rosenberg nicht gelingen.
© dpa

Das Bremer Spiel wurde aber nicht wirklich durchdachter, Anorthosis stellte sich immer besser auf die Werder-Offensive ein. Dazu kamen mehr und mehr Ungenauigkeiten im Spiel der Gastgeber, die Geduld fehlte. Erst in der Schlussphase kam Bremen dem Führungstor noch einmal nahe: So war Hugo Almeida auf einmal durch, nachdem Sanogo einen langen Ball von Özil durchgelassen hatte. Doch der Portugiese vergab kläglich (79.)! Auf der anderen Seite war Wiese bei Dellas' Distanzschuss noch einmal gefordert (85.). Özil vergab in der Nachspielzeit aus spitzem Winkel die letzte klare Chance der Partie. Das war's, die neue Königsklassen-Saison begann für Bremen mit einer großen Enttäuschung.

Am Ende hatte es Werder mit dem Kopf durch die Wand versucht, so konnte es nichts werden mit dem ersten Auftaktsieg nach vier Niederlagen zum Start in Folge. Die ordentliche erste Hälfte war zu wenig. Am zweiten Spieltag der Gruppe B wird es nicht leichter: Am 1. Oktober geht es im Giuseppe-Meazza-Stadion gegen Italiens Meister Inter Mailand. Anorthosis hat nach dem ersten Champions-League-Punkt im Parallelspiel gegen Panathinaikos Athen die Chance zum ersten Champions-League-Sieg.

16.09.08
 
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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Werder Bremen
Aufstellung:
Wiese (3) - 
Fritz (5) , 
Mertesacker (3) , 
Naldo (3) , 
Boenisch (5) - 
Frings (4)   
D. Jensen (5) , 
Özil (4,5)   
Diego (4,5) - 
Rosenberg (5)      
Pizarro (5,5)   

Einwechslungen:
57. Sanogo (5,5) für Rosenberg
65. Hugo Almeida    für Pizarro

Trainer:
Schaaf
Anorthosis Famagusta
Aufstellung:
Beqaj (4) - 
Katsavakis (3) , 
Nikolaou (3) , 
Leiwakabessy (4) - 
Dellas (3) - 
Bardon (4,5)   
Laban (4)   
Paulo Costa (5)   
Savio (4,5) - 
Sosin (5,5)   

Einwechslungen:
46. Taher (4)    für Paulo Costa
58. Panagi (4) für Sosin
70. Tsitaishvili für Bardon

Trainer:
Ketsbaia

Tore & Karten

 
Torschützen
keine
Gelbe Karten
Bremen:
Frings
(1. Gelbe Karte)
,
Özil
(1.)
,
Rosenberg
(1.)
,
Hugo Almeida
(1.)
Anorthosis:
Laban
(1. Gelbe Karte)
,
Taher
(1.)

Spielinfo

Anstoß:
16.09.2008 20:45 Uhr
Stadion:
Weserstadion, Bremen
Zuschauer:
34690
Spielnote:  5
behäbige Bremer konnten biedere Zyprer nicht knacken, Champions-League-Niveau erreichten dabei beide nie.
Chancenverhältnis:
8:2
Eckenverhältnis:
7:1
Schiedsrichter:
Craig Thomson (Schottland)   Note 3
machte vereinzelte kleinere, aber keine spielentscheidenden Fehler.
Spieler des Spiels:
Traianos Dellas
Griechenlands Abwehrchef wirkte im Mittelfeld zwar behäbig, machte aber keine Fehler - das reichte, um positiv aufzufallen.
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