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08.06.2009, 12:07

FIFA: Altersgrenze von 21 Jahren für Wechsel des Nationalverbandes fällt

Boenisch kann noch für Polen spielen

Eine der Neuerungen, die die FIFA hat auf ihrem Kongress in Nassau beschlossen hat, dürfte einige U-21-Nationalspieler besonders interessieren. Auf Antrag des algerischen Verbandes wurde mit einer Mehrheit von 58 Prozent die Altersbegrenzung für den Wechsel eines Nationalverbandes abgeschafft. Bislang hatten Spieler mit zwei oder mehr Staatsbürgerschaften nur bis zur Vollendung ihres 21. Lebensjahres die Möglichkeit, sich doch noch für eine andere Landesauswahl zu entscheiden.

Sebastian Boenisch
Sebastian Boenisch könnte nach der neuen FIFA-Regelung das DFB-Trikot noch gegen das Trikot Polens eintauschen.
© imagoZoomansicht

Diese Beschränkung fällt künftig weg. Die Neuerung tritt etwa 60 Tage nach dem FIFA-Kongress in Kraft, also Anfang August.

Dann können Spieler jeden Alters sich theoretisch noch für eine andere Nationalmannschaft entscheiden. Dabei gelten weiter die bislang schon gültigen Einschränkungen. Die wichtigsten: Der Spieler muss zum Zeitpunkt seines ersten Länderspiels in einem offiziellen Wettbewerb bereits im Besitz der zweiten (oder dritten) Staatsbürgerschaft sein. Zudem darf er für sein Ursprungsland noch kein A-Länderspiel in einem offiziellen Wettbewerb absolviert haben.

Bedeutet im konkreten Fall, dass etwa der in Polen geborene U-21-Nationalspieler Sebastian Boenisch nun doch wieder eine Karriere im Trikot seines Geburtslandes zumindest erwägen könnte. Dieses Kapitel schien mit dem 21. Geburtstag des Bremers am 1. Februar 2008 endgültig geschlossen zu sein. Gleiches gilt etwa auch für den Stuttgarter tunesischer Abstammung, Sami Khedira. Auch für Mesut Özil, der in der A-Mannschaft noch kein Pflichtspiel absolvierte, bedeutet der 21. Geburtstag am 15. Oktober keine endgültige Frist mehr. Dagegen sind Andreas Beck, Marko Marin und Gonzalo Castro mit ihren Einsätzen im A-Team in EM- bzw. WM-Qualifikationsspielen für Deutschland festgespielt.

"Das ist eine saubere Regelung", findet DFB-Sportdirektor Matthias Sammer, "wir sind ohnehin bestrebt, dass nur Spieler für Deutschland auflaufen, die klar sind in ihrer Denkweise, die sich mit dem Land identifizieren. Die wissen, was es bedeutet, dieses Trikot zu tragen." Sicherlich gebe es immer wieder auch "Fälle, in denen sich herausstellt, dass es sportlich nicht ganz langt für die deutsche Nationalelf. Dass diese Spieler die Möglichkeit haben, sich anders zu orientieren, ist legitim."

Michael Pfeifer

 

kicker

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