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19.05.2009, 18:45

BVB: Klopps Seitenhieb auf den Bundestrainer

"Löw war ewig nicht mehr hier"

Mit einer Mischung aus Ironie und Süffisanz hat Borussia Dortmunds Trainer Jürgen Klopp darauf reagiert, dass keiner der drei Dortmunder Kandidaten für die Dienstreise der deutschen Nationalelf nominiert worden ist. Zuvor hat Bundestrainer Joachim Löw sein Aufgebot benannt, und dabei keinen einzigen Borussen-Profi berücksichtigt.

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Jürgen Klopp
BVB-Coach Jürgen Klopp hätte sich über eine Nominierung seiner Profis für die Nationalelf gefreut.
© picture-alliance Zoomansicht

In dem von Löw am Dienstagmittag veröffentlichen Kader für die Länderspiele am 29. Mai in Shanghai gegen China sowie am 2. Juni in Dubai gegen die Vereinigten Arabischen Emirate fehlen mit Roman Weidenfeller, Patrick Owomoyela und Sebastian Kehl drei Dortmunder Stars, die sich Hoffnungen gemacht hatten.

Dazu bemerkte Klopp: "Meine Entscheidungen als Trainer werden im Wochenrhythmus kommentiert und für gut oder schlecht befunden. Der Bundestrainer muss auch solche Entscheidungen treffen, da ist es nicht so wichtig, dass ich jede nachvollziehen kann. Wenn wir in Dortmund weiter solche Leistungen abrufen wird es Joachim Löw sicher wieder häufiger in den Signal-Iduna-Park verschlagen. Löw war schon ewig nicht mehr hier, und nur vom Hörensagen Spieler zu nominieren ist natürlich schwierig."

Sportdirektor Michael Zorc lud den Bundestrainer bei dieser Gelegenheit nach Dortmund ein: "Für ihn liegt immer eine Eintrittskarte bereit."

Torhüter Weidenfeller (kicker-Durchschnittsnote: 3,02) sowie Kapitän Kehl (3,10) spielen eine gute bis sehr gute Saison. Owomoyela, der im letzten Sommer aus Bremen kam und zunächst fast die komplette Vorbereitung wegen einer Achillessehnenverletzung verpasste und anschließend von zwei Faserrissen zurückgeworfen wurde, ist auf einen guten Weg und in der BVB-Deckung mittlerweile absolute Stammkraft.

So machte sich das Trio Hoffnungen auf eine Teilnahme an der Reise nach Asien. Für Owomoyela und Kehl wäre es ein Comeback gewesen. Der Verteidiger kam zuletzt am 22 März 2006 beim 4:1-Sieg über die USA im DFB-Dress zum Einsatz, gehörte dann aber zu jenen Spielern, die vom damaligen Bundestrainer Jürgen Klinsmann nicht für die WM nominiert wurden. Kehls letzter von 31 Einsätzen war während der WM beim Spiel um Platz drei gegen Portugal (3:1). Weidenfeller, der noch kein Spiel absolvierte, muss weiter auf sein Debüt warten.

19.05.09
 
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