"Ich habe mich immer korrekt verhalten", betonte Magath und bedankte sich in seinem Statement vor den Medien bei den Verantwortlichen des VfL Wolfsburg. Zudem ist er sich sicher, dass die Perspektiven für den VfL nach wie vor sehr gut seien. Schließlich seien alle Leistungsträger über die Saison hinaus gebunden. "Wir haben die uns gesteckten sportlichen Ziele wesentlich schneller erreicht, als wir es gemeinschaftlich im Sommer 2007 bei meinem Amtsantritt formuliert haben", hatte Magath in einer Pressemitteilung erklärt. Damit sei seine Mission in Niedersachsen erfüllt.
In Gelsenkirchen wird Magath eine ähnlich starke Position einnehmen, wie er sie in Wolfsburg derzeit innehat. Manager und Trainer in Personalunion mit entsprechend umfassenden Kompetenzen. Der 55-Jährige erhält einen Vierjahres-Vertrag bis 30. Juni 2013. Dies bestätigte Schalkes Aufsichtsratsboss Clemens Tönnies auf einer Pressekonferenz am Mittwochmittag. Dabei bestätigte Tönnies das Interesse an Stuttgarts Manager Heldt. "Ja, ich habe mit Horst Heldt gesprochen, und das Interesse besteht weiterhin. Dieser Verein ist so groß, dass wir auch für ihn Verwendung hätten." Doch die Schwaben verweigern ihm bislang die Freigabe.
Für das derzeitige Trainer-Trio Büskens, Mulder und Reck soll es eine Zukunft auf Schalke geben. "Wir wissen, was wir ihnen zu verdanken haben. Alle drei werden einen Platz auf Schalke haben, solange sie wollen. Und wir wären dumm, wenn wir sie nicht einbinden würden. Das komplette Team von Felix Magath werden wir zu gegebener Zeit vorstellen", sagte Tönnies.
Magath stand schon nach der Entlassung von Fred Rutten bei den Schalker Verantwortlichen ganz oben auf der Wunschliste. Bereits am 19. März berichtete der kicker über das angekratzte Vertrauensverhältnis zwischen dem Trainer und dem Aufsichtsrat des VfL Wolfsburg. Ein klares Bekenntnis zum VfL ließ sich Magath in der Folge nicht entlocken. Im Gegenteil, in einem TV-Interview vermied es der zweifache Doublesieger mit dem FC Bayern, Kontakte zu Schalke zu dementieren. Eine Verlängerung seines Vertrags kam auch nicht zustande. Im März berichtete der kicker darüber, dass man in Niedersachsen schon damals begann, nach Alternativen zu suchen für den Fall, dass Magath nach Schalke wechseln würde.
Doch zunächst zählt einzig der Endspurt in der Bundesliga. Mit drei Punkten Vorsprung vor Bayern München führen die Wölfe die Bundesliga an und haben gute Chancen, am 23. Mai die erste Meisterschaft der Vereinsgeschichte zu feiern. Mit dem FC Bayern gewann Magath 2005 und 2006 schon zweimal das Double aus Meisterschaft und Pokal.
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