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27.03.2009, 16:51

Schalke: Kein Manager und eine doppelte Trainersuche

Kahn sagt ab: "Angebot kam sechs Monate zu früh"

Schalke und Trainer Fred Rutten trennten sich. Nun suchen die Knappen zwei Trainer. Einen für die restlichen neun Ligaspiele und einen ab Sommer. Zweiteren soll der Phantom-Manager finden. Oliver Kahn wird das nicht werden. Wie der kicker exklusiv berichtete, sagte der 39-Jährige am Freitagnachmittag den Schalkern ab. "Ich hätte es supergerne gemacht, aber das Angebot kam sechs Monate zu früh", so Kahn gegenüber dem kicker.

Oliver Kahn wird nicht Manager des FC Schalke
Big Business statt Baustelle Schalke: Oliver Kahn wird nicht Manager der Knappen.
© picture-allianceZoomansicht

Der ehemalige Nationaltorwart ist geschäftlich noch zu sehr eingebunden. Allein in den kommenden Monaten April, Mai und Juni, wenn die kommende Spielzeit geplant wird, muss Kahn jeweils für zehn Tage nach Südafrika, Asien und Brasilien reisen. Dies gab den Ausschlag gegen einen Einstieg bei den Knappen.

"Es ist aber nicht schlimm, das reißt uns nicht um", führte Aufsichtsratschef Clemens Tönnies aus. Von den zahlreich gehandelten anderen Kandidaten - Sammer, Bruchhagen, Bierhoff, Magath, Stevens - gab es zuvor allesamt Absagen. Alleinig übrig geblieben war bis Freitag Oliver Kahn, mit dem Aufsichtsratschef Clemens Tönnies vergangene Woche verhandelt hatte. Der 39-jährige Ex-Torwart war aber seit seinem Medien-Auftritt vor dem Hotel im westfälischen Rheda wieder abgetaucht. Am Freitagnachmittag war für Tönnies auch diese namhafte Personalie Geschichte.

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Wie schon nach der Entlassung von Trainer Mirko Slomka gibt es auf der Trainerbank nun vorerst eine Zwischenlösung mit Mike Büskens, Youri Mulder und Oliver Reck, doch in Bielefeld wird nach den Plänen der Verantwortlichen schon ein anderer sitzen.

Am Freitag stellte Schalkes Präsident Josef Schnusenberg klar, dass die Königsblauen nun eine Übergangslösung bis Saisonende suchen. "Das kann nur eine Lösung für neun Spiele sein." Damit herrscht für das Duo Mulder/Büskens Klarheit, dass die beiden früheren Spieler nur der Platzhalter für wenige Tage sein werden. "Die beiden gehörten zum Team von Fred Rutten. Daher sehen wir es als die bessere Lösung an, einen Trainer von außen dazuzuholen", so Schnusenberg.

Phantom-Manager auf Trainersuche

Trainer Rutten hatte bereits im Verlauf des Donnerstags bestätigt, dass er spätestens am Saisonende den Verein verlassen wird. "Geschäftsführer Peter Peters hat mir in den vergangenen Tagen gesagt, dass es nächste Saison keine Zukunft für Fred Rutten auf Schalke gibt", sagte Rutten nach dem Training den Journalisten.

Die Talfahrt auf Schalke
Stationen einer Krise
Josef Schnusenberg, Fred Rutten, Andreas Müller (v. li.)
Der Anfang

Da war noch alles gut. "Schalke passt zu mir, und ich bin sicher, dass wir gemeinsam in der Zukunft einige Schritte nach vorne machen können", so Trainer Fred Rutten bei seiner Vorstellung auf Schalke am 23. Mai 2008 mit Präsident Josef Schnusenberg und Ex-Manager Andreas Müller (re.).
© picture-alliance

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Rutten erklärte am Donnerstagmittag bereits, er bedauere das vorzeitige Ende der Zusammenarbeit, "denn Schalke ist ein super Verein und hat sehr großes Potenzial mit Fans in ganz Deutschland, die nahe am Verein sind".

Rutten war vor Saisonbeginn von Twente Enschede verpflichtet worden, nachdem er den niederländischen Erstligisten überraschend in die Qualifikation zur Champions League geführt hatte. Unter ihm schied Schalke, das in der vergangenen Saison noch im Viertelfinale der Königsklasse stand, jedoch in der Champions-League-Quali, im UEFA-Cup und im DFB-Pokal vorzeitig aus. In der Liga haben die Königsblauen sieben Punkte Rückstand auf einen UEFA-Cup-Platz. Beim niederländischen Meister PSV Eindhoven soll er Top-Kandidat auf den Trainerposten im Sommer sein.

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Schnusenberg hört auf

Schnusenberg kündigte zudem am Freitag an, sein Amt als Vereinsvorsitzender im Sommer 2010 niederzulegen, wenn sein Vertrag ausläuft. "Dann bin ich 69. Dann wird es langsam Zeit, mich um andere schöne Dinge des Lebens außerhalb von Schalke zu kümmern", sagte der Präsident, ließ sich allerdings ein Hintertürchen offen: "Falls man mich noch brauchen sollte, könnten wir darüber reden." Schnusenberg ist seit 1994 im Schalker Vorstand und seit 2007 Vorsitzender.

K.Wild/F.Lußem

27.03.09
 

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