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11.04.2008, 22:57

Referee Dr. Drees bricht die Partie ab

Nürnberg unter Wasser

Nach sintflutartigen Regenfällen, die in der ersten Halbzeit kein Fußballspiel unter regulären Verhältnissen zuließen, brach Referee Dr. Drees die Bundesligapartie zwischen Nürnberg und Wolfsburg ab. Eine Stunde lang versuchten Helfer in der Halbzeitpause, das Unmögliche möglich zu machen, zogen letztendlich aber gegen das Wetter den Kürzeren. Nürnberg führte zur Pause durch ein Tor von Ivan Saenko mit 1:0.

Wasserball? Fußball war jedenfalls in Nürnberg nicht mehr möglich.
Wasserball? Fußball war jedenfalls in Nürnberg nicht mehr möglich.
© dpaZoomansicht

"So was hab' ich noch nicht erlebt. Es wurde immer schwieriger, eine normale Ballführung war nicht mehr möglich. Ich habe absolutes Verständnis für die Entscheidung des Schiedsrichters", brachte Sascha Riether vom VfL Wolfsburg, der in der 45. Minute wegen einer Verhärtung im Oberschenkel den Platz verlassen musste, die Dinge auf den Punkt.

Eine Neuansetzung des Spiels soll nun zeitnah erfolgen. Das Spiel wird dann komplett neu angesetzt und zum neuen Termin mit Spielstand 0:0 angepfiffen und über 90 Minuten gespielt. Insgesamt war es der sechste Spielabbruch in der deutschen Eliteliga überhaupt, der erste wegen starker Regenfälle.

"Wir sehen es nicht als gewährleistet an, das Spiel regulär zu beenden. Wir haben die Informationen vom Wetteramt ausgewertet, den Platz an verschiedenen Stellen besichtigt und sind zu der Entscheidung gekommen, die Partie abzubrechen. Ein Spielabbruch ist immer die letzte Entscheidung. Der reguläre Ablauf des Spiels und die Gesundheit der Spieler müssen gewährleistet sein. Das war nicht mehr der Fall", erklärte Drees nach einer rund einstündigen Unterbrechung, in der die Helfer vergeblich versucht hatten, den vom Dauerregen durchtränkten Platz wieder bespielbar zu machen. "Der Ball muss rollen und die Gesundheit der Spieler muss gewährleistet sein. Der Abbruch war eine Entscheidung der Vernunft", bekräftigte Manfred Ammerell, Sprecher der deutschen Schiedsrichter. Der Wetterdienst hatte starke Regenfälle bis in die Nacht hinein gemeldet.

Verständnis zeigten die beiden Trainer. "Natürlich sind wir enttäuscht. Aber der Spielabbruch ist okay. Wir hätten allerdings erst weiterspielen können und dann sehen, wie es läuft", meinte Nürnberg Thomas von Heesen, und der Wolfsburger Coach Magath meinte: "Man hat mit dem Wetteramt telefoniert und mit der Polizei abgesprochen. Wie soll ein Schiedsrichter da sonst entscheiden?"

Pünktlich zum Anpfiff kam der Wolkenbruch

Die 40.000 Zuschauer haben sich während der Unterbrechung mit Gesängen bei Laune gehalten und geschunkelt. Die Nürnberger Spieler gingen nach dem Abbruch in die Fankurve, um die enttäuschten Anhänger zu besänftigen.

Pünktlich zum Anpfiff hatte der Himmel über Nürnberg seine Schleusen geöffnet, und es begann in Strömen zu regnen. Es goss wie aus Kübeln, die Spieler waren klatschnass und nach etwa 20 Minuten bildeten sich auf dem Rasen zahllose riesige Pfützen, in denen der Ball immer wieder hängen blieb.

So wurden die sportlichen Ereignisse der gespielten ersten Hälfte bedeutungslos: Die große Chance zur Führung bekam die Magath-Elf nach zehn Minuten: Schäfer passte von links in den Strafraum, wo sich Wolf gegen Dzeko ungeschickt anstellte und den Angreifer zu Fall brachte. Marcelinho übernahm vom Punkt Verantwortung, scheiterte aber an Blazek, der den Brasilianer durchschaut hatte und die Kugel aus der Ecke kratzte (11.).

Nürnberg kam mit den widrigen Umständen besser zurecht. Vittek verpasste per Kopf knapp (27.), ehe Saenko die Franken in Führung brachte. Von Kristiansen in Szene gesetzt, hatte der Russe eigentlich keine gute Schussposition, zog aber mit rechts ab und hatte Glück, dass Benaglio den Ball durch die Arme ins Tor rutschen ließ (35.).

Während der Halbzeit versuchten unzählige Helfer, den Platz vom Wasser zu befreien. Nach einer offiziellen Begehung des Rasens entschied Referee Dr. Drees, dem 1. FC Nürnberg als Heimverein zusätzlich zur Halbzeitpause weitere 30 Minuten Zeit zu geben, um reguläre Bedingungen zu schaffen. Nach Ablauf dieser Frist erfolgte um 22:00 Uhr eine zweite Platzbegehung, in deren Folge zunächst weiterhin keine Entscheidung gefällt wurde. Um 22:16 Uhr brach Dr. Drees die Partie nach einem Telefonat mit dem Wetteramt endgültig ab.

Der 1. FC Nürnberg muss als nächstes am Mittwoch beim Meister in Stuttgart antreten, Wolfsburg empfängt bereits am Dienstag den VfL Bochum. Den Termin für die Partie Nürnberg gegen Wolfsburg, die komplett nachgeholt werden muss, will die Deutsche Fußball Liga (DFL) zu Wochenbeginn bekanntgeben.

11.04.08
 

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