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05.07.2004, 11:20

Schalke: Kmetsch bleibt überraschend im Kader - Vertrag mit Argentinier aufgelöst

Matellan: "Schalke hat mich nicht genutzt"

Die Überraschungen wollen nicht enden. Sven Kmetsch (33), wegen Knieproblemen schon als Abgang gehandelt und für den Trainerstab vorgesehen, greift nun doch noch einmal an. Nach einer erneuten Operation hofft der Mittelfeldspieler auf ein Comeback und bleibt ein weiteres Jahr im Kader. Dafür wurde der Vertrag mit Anibal Matellan (27) vorzeitig aufgelöst. Der kicker erreichte den Argentinier am Sonntag.

Unrühmlicher Abgang: Anibal Matellan drängte auf Vertragsauflösung.
Unrühmlicher Abgang: Anibal Matellan drängte auf Vertragsauflösung.
© Kicker

kicker: Herr Matellan - wer wollte die Trennung: Sie oder der Verein?

Anibal Matellan: Ich war es. Ich bin zu Rudi Assauer und Andreas Müller gegangen und habe gesagt, dass ich keine Perspektive mehr sehe. Schalke hat zwei Innenverteidiger geholt, was ich nicht verstehe. Ich habe vier Monate wegen einer Achillessehnen-Operation gefehlt. Nach dieser Verletzung müsste ich jetzt spielen, um in Form zu kommen. Das geht bei Schalke aber wohl nicht. Wäre ich fit, würde ich kämpfen. Aber so sehe ich keine Möglichkeit.

kicker: Sie kamen 2001 für vier Millionen Dollar von Boca Juniors - und nun lässt Schalke Sie ablösefrei ziehen?

Matellan: Ja, ich bin frei. Schalke wollte, dass ich noch ein Jahr bleibe. Aber ich musste schnell reagieren und an meine Karriere denken.

kicker: Wohin gehen Sie?

Matellan: Eventuell zurück zu Boca, vielleicht zu Villareal nach Spanien. Ich bleibe lieber in Europa.

kicker: Sie kamen mit großem Getöse als Weltpokalsieger, wurden aber nur Mitläufer. Warum?

Matellan: Schalke hat mich immer gut behandelt, aber einfach meine Fähigkeiten nicht genutzt. Die ersten Monate durfte ich gar nicht spielen. Dann spielte ich super - und musste wieder raus. So entstand ein großer Druck, unter dem ich sicher auch Fehler gemacht habe. Etwa bei Platzverweisen. Aber andere spielen nach Roten Karten wieder. Schalke wollte das nicht. Eine schwierige Sache. Offenbar reicht es in Deutschland nicht, wenn man nur auf dem Platz seinen Job machen will.

kicker: Sie waren Schalkes erster Südamerikaner. Ein Nachteil?

Matellan: Zweifellos. Der Verein war gar nicht vorbereitet auf mich. Bayer Leverkusen etwa geht ganz anders mit Südamerikanern um. Ich durfte keinen Dolmetscher haben, konnte lange gar nichts verstehen. Und das während der Integrationszeit! Rodriguez und Varela haben es ja auch schwer. Für Schalke war das sicher auch ein Lernprozess. Bordon oder Ailton - die können alle schon Deutsch. Für die ist das nicht mehr so ein großer Schritt. Schade - aber Schalke hat meine Qualitäten nicht genutzt. Aber Assauer und Müller sind nette Menschen.

Jean-Julien Beer

 

kicker

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