Zur Loginbox springen Zur Navigation springen Zum Inhalt springen
11.02.2019, 20:00

Frankfurt: Diallo riet zum Schritt in die Bundesliga

Touré: "Wir sind eine Fußballerfamilie"

Last-Minute-Verpflichtung Almamy Touré ist nach Sebastien Haller, Evan Ndicka und Simon Falette bereits der vierte Franzose im aktuellen Eintracht-Kader. Am Montag stellte sich der für eine halbe Million Euro Ablöse aus Monaco gekommene Verteidiger in einer Presserunde vor - und verriet, dass ihm bei seiner Wechselentscheidung auch ein Profi aus Dortmund geholfen hat.

Almamy Touré
Neu in Frankfurt: Almamy Touré.
© Getty ImagesZoomansicht

"Les chiens ne font pas des Chats", heißt es in Frankreich im Volksmund - Hunde machen keine Katzen. Ein Sprichwort, das ganz gut zu Frankfurts Neuzugang Almamy Touré passt - sein im vergangenen Oktober im Alter von 80 Jahren verstorbener Vater Idrissa war einst malischer Nationalspieler. Zwei seiner drei Brüder spielen ebenfalls Fußball, und aus einem Halbbruder ist ein weiterer malischer Nationalspieler geworden. "Wir sind eine Fußballerfamilie. Mein Vater war ein großer Spieler in Mali, ich bin von klein auf in der Welt des Fußballs großgeworden", erzählt Touré, der auch noch zwei Schwestern hat. Im Alter von fünf Jahren kam er nach Frankreich, wo er im Pariser Vorort Seine-Saint-Denis aufwuchs: "Da gab es viele Jugendliche und viel Fußball. Ich fühlte mich von vorneherein sehr wohl, es gab nie Probleme."

Neben der malischen besitzt er auch die französische Staatsbürgerschaft. Sein Talent fiel früh auf, bereits 2010 wechselte er in die Jugendakademie der Monegassen; am 25. Februar 2015 debütierte er im Alter von 18 Jahren in der Champions League im Auswärtsspiel bei Arsenal, das Monaco 3:1 gewann. Trotz insgesamt 54 Einsätzen in der 1. Liga konnte er sich in den vergangenen Jahren keinen Stammplatz erarbeiten.

Touré: "In ein bis zwei Wochen bin ich startklar"

Ausgebildet wurde Touré als Innenverteidiger, gespielt hat er in Monaco allerdings meist als Rechtsverteidiger, da die Konkurrenz im Abwehrzentrum noch größer war als hinten rechts. "Auf dieser Position habe ich mich im Laufe der Zeit weiterentwickelt. Meine Lieblingsposition ist aber in der Abwehrzentrale", sagt Touré. In der Hinrunde der laufenden Saison musste er nicht nur den Tod seines Vaters verkraften, ihn setzte auch eine Oberschenkelverletzung (eingerissene Narbe) länger außer Gefecht. Erst nach seinem Wechsel zur Eintracht stieg er voll ins Mannschaftstraining ein. "Physisch bin ich langsam wieder bei 100 Prozent, ich hatte noch einen kleinen Trainingsrückstand, den ich aufholen musste. In ein bis zwei Wochen bin ich startklar", erklärt Touré.

Wie lange es dauert, bis er in der Bundesliga debütieren darf, lässt sich schwer einschätzen. Angesichts seiner jahrelangen Erfahrung bei einem Champions-League-Klub wäre es aber keine Überraschung, wenn er in der Rückrunde noch auf einige Einsätze kommt. Nicht auflaufen darf er allerdings in der Europa League, da die UEFA maximal drei Nachnominierungen im Januar erlaubt - die Wahl fiel auf Sebastien Rode, Martin Hinteregger und Timothy Chandler.

Verteidiger soll lange in Frankfurt bleiben

Für Touré dürfte es zunächst vor allem darum gehen, sich in den kommenden Monaten zu akklimatisieren, um in der neuen Saison voll in den Kampf um die Stammplätze einzusteigen. Dass der Verteidiger mit einem langfristigen Vertrag bis zum 30. Juni 2023 ausgestattet wurde, dokumentiert das große Vertrauen, das die Verantwortlichen in den Franzosen setzen. Als seine größten Stärken nennt Touré Schnelligkeit, gutes Antizipieren, gute Technik und einen sauberen Spielaufbau.

Fredi Bobic (li.) und Almamy Touré
Handschlag: Frankfurts Sportvorstand Fredi Bobic begrüßt den Neuzugang im Eintracht-Stadion.

Die positive Entwicklung vieler französischer Spieler in der Bundesliga hat er in den vergangenen Jahren sehr genau beobachtet. Erkundigungen hat er nicht nur bei Gelson Fernandes, sondern auch bei BVB-Verteidiger Abdou Diallo eingeholt - beide sind 1996 geboren und spielten gemeinsam in Monaco. "Abdou hat mir nur Gutes berichtet. Viele Franzosen sind in die Bundesliga gewechselt und performen auf einem recht hohen Niveau. Mir hilft es natürlich, dass bei der Eintracht auch andere Franzosen spielen. Aufgrund dieser Kriterien habe ich gesagt, dass ich auf keinen Fall etwas falsch mache, wenn ich nach Frankfurt wechsele", erklärt Touré.

Trainer Adi Hütter will er sich so schnell wie möglich "als zusätzliche Option" anbieten - sein Vater im Himmel soll stolz auf ihn sein. Das ist er ganz gewiss schon jetzt, hat sich doch die alte Weisheit - "les chiens ne font pas des Chats" - bereits bewahrheitet.

Julian Franzke

Sonderheft Champions League und Europa League 2018/19
 
Seite versenden
zum Thema

weitere Infos zu Touré

Vorname:Almamy
Nachname:Touré
Nation: Mali
Verein:Eintracht Frankfurt
Geboren am:28.04.1996

weitere Infos zu Hütter

Vorname:Adolf
Nachname:Hütter
Nation: Österreich
Verein:Eintracht Frankfurt

Vereinsdaten

Vereinsname:Eintracht Frankfurt
Gründungsdatum:08.03.1899
Mitglieder:60.000 (23.09.2018)
Vereinsfarben:Rot-Schwarz-Weiß
Anschrift:Mörfelder Landstraße 362
60528 Frankfurt/Main
Telefon: 0800 - 7431899
Telefax: (0 69) 95 50 31 10
E-Mail: info@eintrachtfrankfurt.de
Internet:http://www.eintracht.de


DIE GANZE WELT DER KICKER APPS!
Informieren Sie sich über unser vielfältiges App Angebot:
Smart TV Tippspiel kicker MeinVerein Voice & VR eMagazine