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29.09.2018, 17:31

Bremer Ausgleich zählt nur, weil Zieler den Ball noch berührte

Gegentor nach Einwurf: Das sagt die Regel

Der VfB Stuttgart sorgte im Heimspiel gegen Werder Bremen (2:1) am Samstag nach einem eigenen Einwurf für eines der kuriosesten Bundesliga-Eigentore seit langem. Dieses zählte allerdings nur, weil Torhüter Zieler den Ball noch berührte...

Ron-Robert Zieler
36 Jahre nach Jean-Marie Pfaff: Ron-Robert Zieler kassiert ein Tor nach einem Einwurf.
© imagoZoomansicht

Es lief die 68. Minute in Stuttgart, als Außenverteidiger Borna Sosa einen Einwurf von links zurück zu Zieler werfen wollte. Doch damit überraschte er seinen Torhüter, der gerade damit beschäftigt war, sich den Schienbeinschoner zu richten und danach vergeblich versuchte, den Ball zu stoppen. Stattdessen trudelte dieser ins Stuttgarter Tor. Schiedsrichter Tobias Welz gab den Treffer und zeigte zur Mittellinie - die richtige Entscheidung, weil Zieler den Ball mit der Fußspitze noch berührt hatte.

Wäre der frühere Nationaltorhüter nicht mehr am Ball gewesen, hätte der Treffer nicht zählen dürfen. In der FIFA-Regel Nummer 15 (Einwurf) heißt es nämlich:

"Aus einem Einwurf kann ein Tor nicht direkt erzielt werden: Wirft der ausführende Spieler den Ball direkt ins gegnerische Tor, entscheidet der Schiedsrichter auf Abstoß. Wirft der ausführende Spieler den Ball direkt ins eigene Tor, entscheidet der Schiedsrichter auf Eckstoß."

Hätte Zieler den Ball nicht berührt, ehe er ins Stuttgarter Tor trudelte, wäre es also mit Ecke für Werder weitergegangen. So erinnerte die Szene aber an ein legendäres Einwurf-Malheur - und auch damals profitierte Werder!

Erinnerungen an 1982: Als Reinders Pfaff überwand

Am 21. August 1982 brachte Werder-Angreifer Uwe Reinders im Duell gegen Bayern München kurz vor der Pause einen Einwurf aus etwa 35 Metern aufs Bayern-Tor, in dem Jean-Marie Pfaff an diesem Tag sein Bundesliga-Debüt gab. Der Belgier ist überrascht und berührt den Ball ganz leicht mit den Fingerspitzen. Vergeblich versucht er danach, das Leder noch von der Linie zu kratzen.

Während Bayern damals in Bremen verlor und Pfaff einigen Spott über sich ergehen lassen musste, kann Zieler sich trösten: Stuttgart gewann trotz des kuriosen Ausgleichs mit 2:1 und fuhr gegen Werder den ersten Saisonsieg ein.

ski

Bundesliga, 2018/19, 6. Spieltag
VfB Stuttgart - Werder Bremen 2:1
VfB Stuttgart - Werder Bremen 2:1
Unter Druck?

Der VfB Stuttgart hatte bis zum 6. Spieltag noch keinen Sieg eingefahren - wenig verwunderlich erhöhte sich vor dem Heimspiel gegen Bremen auch der Druck auf Trainer Tayfun Korkut.
© imago

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