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21.09.2018, 13:11

Nach Strafanzeige des Hoffenheim-Mäzens

BVB-Fans drohen: "Werden Hopp zeigen, wie falsch er liegt"

Wegen Schmähgesängen hat Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp gegen über 30 Dortmunder Anhänger Strafanzeige gestellt - und das erwartete Echo geerntet.

Dietmar Hopp
Setzt sich gegen die Schmähgesänge zur Wehr: Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp.
© picture allianceZoomansicht

Am Samstag (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker.de) empfängt die TSG Hoffenheim Borussia Dortmund, und ausgerechnet jetzt wurde bekannt, dass Dietmar Hopp vor einigen Wochen einen Strafantrag gegen 32 BVB-Fans gestellt hat, die ihn beim jüngsten Aufeinandertreffen im Mai beleidigt haben sollen. Mit welchen Folgen für Samstag?

"Sollte Hopp tatsächlich glauben, er könne uns mit seinen Verboten mundtot machen, zeigen wir ihm am Samstag, wie falsch er damit liegt!" Mit diesen Worten endet die ausführliche Mitteilung, die das BVB-Fanbündnis "Südtribüne Dortmund" am Tag vor dem Wiedersehen in Sinsheim veröffentlichte und die ziemlich polemisch ausfällt ("Unsere Meinung über Dietmar Hopps Mutter wird von uns nicht mehr geändert").

Hopp-Anwalt: "Irgendwann ist auch mal Schluss"

Für die Beschuldigten, die mit Videomaterial identifiziert wurden, gilt außerdem ein Haus- und Betretungsverbot für die anstehende Partie. Auch dagegen wehrt sich der BVB-Anhang: "Die Hausverbote, die sich allein auf die Einleitung eines Strafverfahrens stützen, werden von uns nicht akzeptiert und, falls erforderlich, auch gemeinsam mit den betroffenen BVB-Fans weiter rechtlich aufgearbeitet", teilte die "Fanhilfe Dortmund" bereits mit. Es sei Widerspruch erhoben worden. "Wir sind der Ansicht, dass ein solches Vorgehen unsere Fankultur in ihrer Gesamtheit gefährdet."

Hopps Anwalt Christoph Schickhardt spricht in der "Bild" dagegen von einem "klaren Zeichen an jene Sorte Fans, die meint, die Kurve sei ein rechtsfreier Raum. Wer sich danebenbenimmt, muss damit rechnen, dass er bestraft wird, vorbestraft ist und einen Eintrag im Register bekommt." Es sei "immer schlimmer" geworden, verteidigte er das Vorgehen seines Mandanten. "Irgendwann ist dann auch mal Schluss." Auch Hoffenheims Trainer Julian Nagelsmann nannte es am Freitag "ein No-Go, so einen Mann, der so viel tut für die Gesellschaft, völlig losgelöst von der TSG Hoffenheim, zu beleidigen".

Ein Klubsprecher wählte dagegen deutlich schärfere Worte...

jpe/dpa

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