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29.03.2018, 09:29

Reaktionen aus der 1. und 2. Bundesliga zur Bayern-Kritik

Streit um 50+1: "Rummenigge war auch nicht anwesend"

Mit seinem Interview zur großen kicker-Serie "50+1 - Fluch oder Segen?" (5. Teil) hat Karl-Heinz Rummenigge für großen Wirbel gesorgt. Aus der Branche bläst dem Bayern-Vorstandsvorsitzenden gehöriger Gegenwind ins Gesicht. Nur Hannover-Boss Martin Kind springt ihm bislang öffentlich zur Seite. Die Reaktionen aufs Rummenigge-Interview lesen Sie hier...

"50+1 bleibt!"
"50+1 bleibt!": Ausdiskutiert ist das Thema aber noch lange nicht - es brodelt.
© imagoZoomansicht

Mit seinem Interview in der Montagsausgabe des kicker (Teil 5 der Serie "50+1 - Fluch oder Segen?") heizte Karl-Heinz Rummenigge die Diskussionen rund um die 50+1-Regel an. Namentlich attackierte Rummenigge Andreas Rettig, der die Wahl initiiert hatte ("Rettig ist ein Populist"). Die Replik des Geschäftsführers des FC St. Pauli war ein offizielles Statement mit sieben Worten: "Karl-Heinz Rummenigge war ein erstklassiger Stürmer."

Das Echo ist gewaltig. Die Reaktionen zum Teil ebenso heftig wie ihr Auslöser.
Ein Überblick...

Martin Kind (Klubboss Hannover 96): "Ich teile die von Herrn Rummenigge im kicker formulierte Kritik vollumfänglich. Auch ich war über das Niveau der Liga-Versammlung sehr überrascht. Einige Teilnehmer waren offensichtlich nicht auf eine Diskussion vorbereitet oder hatten einfach keine Lust. Dem Präsidium ist es nicht gelungen, eine Linie vorzugeben, anhand derer man hätte diskutieren können. Meine Erkenntnis: Die DFL muss wachsam sein und über viele Dinge nachdenken, auch über die eigene Organisationsstruktur. Es ist in diesem Verband notwendig, mit Summen in Milliardenhöhe umzugehen, doch gehandhabt wird es anscheinend wie in einem Kleingärtnerverein."

Peter Peters (Vizepräsident des Ligaverbands, Finanzvorstand Schalke): "Die DFL besteht aus 36 Mitgliedern und es ist kein Problem, wenn die Klubs in einer so wichtigen Frage unterschiedliche Meinungen haben - zumal sie im harten Wettbewerb stehen. 50+1 soll aber unter anderem sicherstellen, dass der Wettbewerb geschützt und nicht verzerrt wird. Dieses Ziel wird bedauerlicherweise nicht mehr erreicht. Es wird daher zu diskutieren sein, wie alle bisherigen Ausnahmen von der 50+1-Regel und zu erwartende Anträge auf Ausnahmegenehmigung zu bewerten sind. Ob das rechtlich unangreifbar gestaltet werden kann, bleibt abzuwarten."

Grundsätzlich finde ich es schade, dass der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern bei der DFL-Sitzung nicht persönlich anwesend war. Gerade die Meinung des Branchenführers, bei dem man weit über den Tellerrand hinausschaut, wäre für uns wichtig gewesen.Otmar Schork, Geschäftsführer Sport des SV Sandhausen

Stefan Heim (Finanzvorstand VfB Stuttgart): "Im ersten Schritt nach der Entscheidung geht es aus VfB-Sicht darum, die Rechtssicherheit für 50+1 zu klären. Im zweiten Schritt geht es darum, die fehlende Wettbewerbsgleichheit in der Bundesliga aufgrund der unsicheren Ausnahmeregelungen wiederherzustellen und dann um die Frage, wie die Konkurrenzfähigkeit der Bundesliga im internationalen Vergleich gestärkt werden kann."

Stephan Schippers (Geschäftsführer Gladbach): "Die 50+1-Regel ist seit fünf Jahrzehnten ein zentrales Element des deutschen Profifußballs. Aus unserer Sicht ist es extrem wichtig, dass diese Regel, die besagt, dass der Mutterverein bei allen Entscheidungen immer die Mehrheit hat, erhalten bleibt. Wir wollen nicht die negativen Auswüchse haben, dass Vereine schnell gekauft und genauso schnell wieder verkauft werden. Und jeglicher Versuch, der vorsieht, eine Mehrheitsbeteiligung an gewisse Regeln zu knüpfen, beispielsweise eine bestimmte Haltedauer festzulegen, ist vage. Das kann man nicht regeln. Deswegen ist es wichtig, im Grundsatz an der 50+1-Regel festzuhalten."

Michael Schade (Geschäftsführer Bayer 04 Leverkusen): "Ich habe eine klare Position, aber ich werde diesen Streit nicht noch befeuern."

Karl-Heinz Rummenigge
Fand deutliche Worte und zog Kritik auf sich: Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge.
© imagoZoomansicht

Rüdiger Fritsch (Präsident SV Darmstadt 98): "Es war ein positiver demokratischer Diskussionsprozess. Rummenigge war persönlich allerdings auch nicht anwesend."

Otmar Schork (Geschäftsführer Sport des SV Sandhausen): "Grundsätzlich finde ich es schade, dass der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern bei der DFL-Sitzung nicht persönlich anwesend war. Gerade die Meinung des Branchenführers, bei dem man weit über den Tellerrand hinausschaut, wäre für uns wichtig gewesen. Ich hätte seine Visionen und Gedanken dazu gerne gehört. Leider gab es bei der Sitzung keine Wortmeldung des FC Bayern. Ich glaube, das Thema 50+1 wird uns weiterhin beschäftigen. Und wir sollten auch die Möglichkeiten der Modifizierung erarbeiten und Fragen der Rechtssicherheit klären. Es ist bedauerlich, dass bei der Ligatagung emotionale Äußerungen höheres Gewicht hatten, als die inhaltliche Diskussion."

Harald Gärtner (Geschäftsführer FC Ingolstadt): "Wir sind der Meinung, dass alle Vereine angestrengt über eine Modifizierung der Regel nachdenken und diskutieren sollten. Wir stehen einer Grundsatzdebatte frei von Emotionen offen gegenüber, ganz im Sinne der Fußballkultur."


Die komplette Sammlung der Stimmen finden Sie in der aktuellen kicker-Donnerstagausgabe. Außerdem lesen Sie nach Ostern am kommenden Dienstag im 6. Teil der kicker-Serie "50+1 - Fluch oder Segen?" die Meinung der Fans.

kon

Video zum Thema
kicker.tv Hintergrund- 26.03., 14:38 Uhr
Lienen über 50 plus 1: "Vereine sind ein hohes Kulturgut"
50 plus 1 bleibt, das steht seit letzter Woche fest - und ist für Ewald Lienen eine gute Entscheidung. Beim Thema Wettbewerbsfähigkeit sieht der Technische Direktor des FC St. Pauli vor allem im Nachwuchsbereich Handlungsbedarf.
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Gründungsdatum:01.08.1916
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69207 Sandhausen
Telefon: (0 62 24) 82 79 00 40
Telefax: (0 62 24) 82 79 00 41
E-Mail: info@svs1916.de
Internet:http://www.svs1916.de/

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Gründungsdatum:22.05.1898
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64285 Darmstadt
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30169 Hannover
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