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12.03.2018, 15:20

Kommentar von kicker-Reporter Thiemo Müller

Hollerbach: Der provozierte Abschied

Dass der HSV wenige Tage nach Vorstandsboss Heribert Bruchhagen und Sportchef Jens Todt nun auch noch Trainer Bernd Hollerbach entlassen hat, war nach dem 0:6 beim FC Bayern keine Überraschung mehr. Gewiss auch nicht für den Fußballlehrer selbst, der nach der Klatsche beim Rekordmeister die Trennung höchstpersönlich einleitete. Ein Kommentar von kicker-Reporter Thiemo Müller.

Bernd Hollerbach
Fürs sein Image bedeutet die Entlassung immerhin Schadensbegrenzung: Bernd Hollerbach.
© imagoZoomansicht

Ob bewusst oder nicht: Indem er den desolaten Auftritt seiner Schützlinge mit deren Verunsicherung durch den Bruchhagen-Todt-Kahlschlag begründete, entzog Hollerbach einer weiteren Zusammenarbeit mit dem neuen starken Mann Bernd Hoffmann jegliche Basis.

Hollerbach, das steht zumindest zu vermuten, dürfte seine Worte nicht naiv, sondern ganz gezielt gewählt haben. Seinen Rauswurf hätte er damit also selbst provoziert. Nachvollziehbare Gründe gab es genug. So war spätestens mit dem Aus für Bruchhagen und Todt klar, dass der 48-Jährige trotz Zweitligavertrags bis 2019 keine Zukunft mehr beim HSV haben würde.

Hoffmann hätte Hollerbach als Verwalter des ohnehin so gut wie unvermeidlichen Abstiegs offensichtlich noch geduldet, mehr aber nicht. Ohne echte Rückendeckung durch die Vereinsführung den chaotischen Haufen namens Profikader bis Saisonende im Zaum halten zu müssen, wäre für den Trainer nach menschlichem Ermessen eine schwer zumutbare Leidensverlängerung gewesen.

Hinzu kommt: Fürs Image des einstigen Publikumslieblings Hollerbach bedeutet die Entlassung nun immerhin Schadensbegrenzung. Wäre ausgerechnet die langjährige Identifikationsfigur als jener Trainer in die Geschichte eingegangen, der den "Dino" endgültig in den Abgrund führte, hätte man das schon als tragisch empfinden können.

So bleibt Hollerbach einer von vielen, die dem HSV am Ende auch nicht mehr helfen konnten. Als Nachfolger von Markus Gisdol war er damit ein Fehlgriff. Zur Symbolfigur des Niedergangs wird er aber nicht. Mehr konnte er bei seinem Himmelfahrtskommando an alter Wirkungsstätte nicht gewinnen.

kicker-Reporter Thiemo Müller
kicker-Reporter Thiemo Müller
Video zum Thema
kicker.tv Hintergrund- 12.03., 14:51 Uhr
Nach nur sieben Wochen - HSV entlässt Hollerbach
Gerade einmal sieben Wochen ist die Vorstellung von Bernd Hollerbach als HSV-Trainer her, da ist er schon wieder weg. Entlassen nach dem 0:6 in München, nach nur sieben Spielen.
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19 Leserkommentare

Kopperle
Beitrag melden
13.03.2018 | 15:59

@the_other_one

...sehe ich genauso...jetzt von Herrn Titz noch allen Ernstes den Klassenerhalt zu erwarten...wovon [...]
Mani52
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13.03.2018 | 12:51

Unglaublich

...der Hollerbach war noch viel schlechter als bei den Kickers in Würzburg
, keiner glaubte das d[...]
MichaFrank
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13.03.2018 | 11:45

"Die lustigen Ideen des Herrn Wettsteins."- 2.

@The_other_One 12.03.18, 20:18
Ihre Darstellung der Dinge finde ich treffend und mit echtem Sachversta[...]
IceCap-SVW
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12.03.2018 | 23:48

Logischer Zeitpunkt

Als Todt und Bruchhagen gehen mussten, habe ich mich kurz gefragt, warum dann deren Trainer nicht gleich [...]
my2cent
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12.03.2018 | 20:19

???

Eigentlich machen die Handlungen beim HSV keinen Sinn... es gibt für die ganzen Handlungen durch Hoffmann [...]

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weitere Infos zu Titz

Vorname:Christian
Nachname:Titz
Nation: Deutschland
Verein:Hamburger SV


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