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22.02.2018, 15:46

HSV-Trainer will die Untergangsstimmung vertreiben

Hollerbach: "Die Messe ist noch nicht gelesen"

Gar nichts läuft nach Plan und dann fährt auch noch einer neben der Spur: Beim Hamburger SV könnte die Stimmung vor dem Nordderby in Bremen zweifelsohne besser sein. Trainer Bernd Hollerbach macht seine Zuversicht an zwei Auftritten fest - und setzt ausgerechnet auf Walace.

Bernd Hollerbach
Feiert er ausgerechnet im Nordderby seinen ersten Sieg als HSV-Trainer? Bernd Hollerbach.
© imagoZoomansicht

Die Tonlage wirkt während der turnusmäßigen Pressekonferenz am Donnerstag wie immer, beruhigend. Dann sagt Bernd Hollerbach das: "Die Messe ist noch nicht gelesen." Hamburgs Trainer will die Untergangsstimmung aus Hamburg vertreiben, Nebenkriegsschauplätze wie die nächtliche Alkoholfahrt von Vasilije Janjicic freilich tragen nicht dazu bei, die Atmosphäre positiver zu gestalten. Der wohl einzige Ausweg: ein Derbysieg in Bremen. Nur wie soll der gelingen angesichts der aktuellen Gemengelage?

"Die Tabellensituation steht in einem Derby nicht im Vordergrund, es ist alles möglich", sagt Hollerbach. Fest steht für ihn, dass er auf Walace setzen will. Der Brasilianer ist am Montag in die Heimat zu seinem frisch geborenen Sohn Conrado geflogen, Freitagabend wird er in Bremen zurückerwartet. Der Trainer erklärt: "Ich werde sehen, in welchem Zustand er ist. Wenn er gut drauf ist, wird er spielen." Zwischen Hollerbach und dem einstigen Sorgen-Profi, der zum Jahresbeginn noch seinen Heimaturlaub eigenmächtig verlängert hatte, besteht eine besondere Verbindung: "Ich vertraue ihm", sagt der 48-Jährige, "er ist ein einwandfreier Junge, er hat mein Vertrauen bislang zurückgezahlt. Und er ist wichtig für uns."

Schafft Walace es rechtzeitig? Ekdal nicht

Walace hat in Brasilien mit einem Privattrainer gearbeitet, hatte unter der Woche Kontakt zum Trainer und diesem berichtet, dass er sich gut fühle. Wirkliche Alternativen hat Hollerbach ohnehin nicht: Janjicic hat sich im Wortsinn vorerst selbst aus dem Verkehr gezogen, Albin Ekdal macht nach Sprunggelenkproblemen zwar leichte Fortschritte, aber: "Mit ihm rechne ich erst gegen Mainz." In Bremen müssen es die Kollegen - mal wieder - ohne den anfälligen Schweden richten und Hollerbach stellt klar, dass ein Vortrag wie am vergangenen Samstag gegen Leverkusen nicht reichen wird.

"Das hat mir eine Stunde lang nicht gefallen, darüber haben wir geredet. Wichtig ist für mich das Auftreten, und ich erwarte, dass wir uns so präsentieren wie bei den Auswärtsspielen in Leipzig und Dortmund." Da hatte der HSV vor allem defensiv überzeugt - um in Bremen endlich den lebensnotwendigen ersten Dreier seit dem Trainerwechsel einzufahren, bedarf es indes mehr als nur Stabilität.

Sebastian Wolff

Für Hamburg und Bremen am Ball
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Kein Spiel fand in der Bundesliga häufiger statt als das Nordderby - und satte 21 Profis spielten schon für beide Mannschaften. Zwei davon sind immer noch für den HSV oder Werder Bremen aktiv.
"Überläufer" im Norden

Kein Spiel fand in der Bundesliga häufiger statt als das Nord-Derby - und satte 21 Profis spielten schon für beide Mannschaften. Zwei davon sind immer noch für den HSV oder Werder Bremen aktiv.
© imago/picture alliance

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weitere Infos zu Hollerbach

Vorname:Bernd
Nachname:Hollerbach
Nation: Deutschland

weitere Infos zu Walace

Vorname:Walace
Nachname:Souza Silva
Nation: Brasilien
Verein:Hannover 96
Geboren am:04.04.1995


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