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10.02.2018, 10:15

Warum der RB-Coach derzeit von seiner Spielidee abrückt

Hasenhüttl: "Wir sind sehr, sehr selbstkritisch"

Mit einem 2:0 gegen den FC Augsburg hatten seine Spieler den Auftrag erfüllt und die drei Punkte am Freitagabend im Leipziger Stadion behalten, doch RB-Trainer Ralph Hasenhüttl war nach der Partie nicht rundum zufrieden. Im Gegenteil: Er fand jede Menge Punkte, die es zu verbessern gilt - und erklärte, wieso er derzeit von seiner Spielidee abrückt.

Ralph Hasenhüttl
Freute sich über den Sieg gegen Augsburg, fand aber auch Anlass zur Kritik: Leipzigs Coach Ralph Hasenhüttl.
© imagoZoomansicht

Wer am Freitagabend nach dem Spiel gegen Augsburg den Einlassungen von Ralph Hasenhüttl folgte, der konnte beinahe auf die Idee kommen, seine Leipziger hätten die Partie nicht 2:0 gewonnen, sondern 0:2 verloren. Oder gar noch höher. Hasenhüttl kritisierte die Chancenverwertung, die fehlende Ruhe in Ballbesitz, die mangelhaften Konter. Zwar sagte der RB-Coach natürlich auch: "Viele Punkte sind ganz gut aufgegangen heute." Trotzdem machte er keinen Hehl daraus, dass ihm einige andere Punkte weniger gut gefallen hatten.

Seine Spieler, fand Hasenhüttl, seien "am Ball ein bisschen hektisch" gewesen, die Angriffe hätten sie "nicht so gut ausgespielt" und ohnehin: "Eigentlich müssen wir den Gegner frühzeitig töten." Er meinte: die Tormöglichkeiten nutzen, um Augsburg um jede Chance auf einen Punktgewinn zu bringen.

"Wir sind sehr, sehr selbstkritisch", meinte Hasenhüttl nach dem Spiel, "wir sehen die Luft, die noch nach oben ist." Deswegen müsse er eine Gratwanderung bewältigen: einerseits zwar natürlich jene Punkte ansprechen, die ihm missfielen, andererseits aber die jungen Spieler nicht überfrachten.

Nicht mehr so offensiv und attraktiv, im Endeffekt aber effektiv

Für das Spiel seiner Mannschaft ist es längst identitätsstiftend, den Gegner früh unter Druck zu setzen und dann, nach Ballgewinnen, überfallartig selbst zu Torchancen zu kommen. Doch Hasenhüttl hat festgestellt: "Zuletzt sind wir sehr anfällig gewesen, selbst in Konter zu laufen." Deshalb ordnete er seinem Team gegen Augsburg an, etwas anders aufzutreten, weil "wir wussten, dass der Gegner Probleme hat, wenn er ein bisschen Raum hat", so Hasenhüttl.

Dieser Ansatz sei zwar "nicht mehr so offensiv und attraktiv", allerdings "im Endeffekt effektiv - und das ist in der Phase der Meisterschaft einfach enorm wichtig". Und da heiligt der Zweck eben die Mittel.

lei

1. Bundesliga, 2017/18, 22. Spieltag
RB Leipzig - FC Augsburg 2:0
RB Leipzig - FC Augsburg 2:0
Größenunterschied

Ralph Hasenhüttl und Manuel Baum begrüßten sich vor dem Spiel herzlich.
© getty images

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