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28.01.2018, 16:14

DFB-Präsident äußert sich zum Holocaust-Gedenktag

Grindel: "Vielfalt ist eine Stärke"

Der Kampf gegen Antisemitismus und Ausgrenzung ist auch eine Aufgabe des Fußballs. DFB-Präsident Reinhard Grindel rief am Sonntag anlässlich des Holocaust-Gedenktages im Deutschen Fußballmuseum zu einer klaren Haltung auf: "Wir müssen uns vor jeden stellen, der wegen seiner Religion, seiner Herkunft, seiner Ethnie oder sexuellen Orientierung angegriffen wird." Es sei eine "traurige Wahrheit", dass 1933 auch die "Vereine und der DFB versagten, keine Widerstandskämpfer waren".

DFB-Präsident Reinhard Grindel
Klare Worte gegen Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit: DFB-Präsident Reinhard Grindel.
© picture allianceZoomansicht

Grindel erinnerte an kicker-Gründer Walther Bensemann, den Präsidenten des FC Bayern München, Kurt Landauer, sowie die beiden Nationalspieler Gottfried Fuchs und Julius Hirsch: "Der Hass auf die Juden machte nicht halt, auch nicht vor vielen, die sich großartige Verdienste um den deutschen Fußball erworben hatten. Es ist eine traurige Wahrheit: Auch der Fußball hat 1933 versagt, die Vereine, der DFB, sie waren keine Widerstandskämpfer."

Am 27. Januar 1945 hatte die Rote Armee das Konzentrationslager Auschwitz befreit. Historiker beziffern die Zahl der ermordeten europäischen Juden zwischen 1941 und 1945 auf 5,6 bis 6,3 Millionen Menschen.

Aufgerufen durch die Initiative "!Nie wieder" gedachten einige Vereine der Bundesliga den Opfern des Völkermordes. So stellten sich die Dortmunder Spieler vor dem Anstoß gegen den SC Freiburg mit einem Banner gegen Rassismus zum Teamfoto auf. Hertha BSC hat mit einer Videoserie an die verfolgten und ermordeten Mitglieder des Vereins erinnert.

Grindel erinnert an Werte des Fußballs

"Respekt und Toleranz, Fair Play und Teamgeist", auf diese Werte des Fußballs komme es an, "das ist das, was zählt", sagte Grindel. Das klinge selbstverständlich "und ist es doch nicht". Der DFB-Präsident erinnerte an die Attacke des AfD-Politikers Alexander Gauland gegen Jerome Boateng. "Es waren Zehntausende, die sich sofort dagegen stellten: klar und deutlich, teilweise mit feiner Ironie, wenn ich an Gerald Asamoh denke, der postete: 'War da was mit Gauland und Boateng? Habe nichts mitbekommen, war den ganzen Tag bei meinen Nachbarn.'"

Abseits des medialen Scheinwerferlichts der Nationalmannschaft und der Bundesliga seien die Vereine an der Basis zu einem der meist unterschätzten, aber wichtigsten Integrationsorte geworden. Der Verband stehe heute für Vielfalt. "Vielfalt ist eine Stärke, wie wir bei der Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien erfahren haben, wo Mats Hummels und Jerome Boateng, Mario Götze und Mesut Özil gemeinsam den Titel errungen haben. Wo unsere Mannschaft gezeigt hat, was man erreichen kann, wenn man zusammenhält, unabhängig von ethnischer Herkunft, Religion oder Hautfarbe."

Trotz vielfältiger Aktivitäten seien Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus nicht aus den Fankurven verschwunden. Grindel lobte das Verhalten der Nationalmannschaft, die auf den Gang zur Kurve verzichtet hatte, nachdem im September beim Länderspiel gegen Tschechien in Prag "Hooligans und Neonazis rassistische und antisemitische Parolen" gebrüllt hatten.

Grindel deutlich: Sport ist nicht unpolitisch

Grindel weiter: "Ob wir es wollen oder nicht: die Herausforderungen des Alltags erlauben es nicht, dass der Fußball sich auf die lang geübte Floskel zurückzieht, dass der Sport unpolitisch ist. Im Gegenteil: Er ist nicht unpolitisch und er war es nie."

kon

 

kicker-sportmagazin

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