Zur Loginbox springen Zur Navigation springen Zum Inhalt springen
11.09.2017, 11:11

Interview des Torjägers sorgt für Unmut - Kritik auch an Müller

Rummenigge kritisiert Lewandowski scharf

Kurz vor dem Champions-League-Start gegen den RSC Anderlecht am Dienstagabend schlägt ein Interview von Robert Lewandowski beim FC Bayern München hohe Wellen. Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge kritisierte den Torjäger scharf, doch auch Thomas Müller bekam sein Fett weg.

Robert Lewandowski
Sorgte mit kritischen Aussagen in einem nicht-autorisierten Interview für Unmut in München: Robert Lewandowski.
© imagoZoomansicht

Lewandowski hatte in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" die Transferpolitik seines Arbeitgebers kritisiert. "Bis heute hat Bayern München nie mehr als rund 40 Millionen an Ablösesumme für einen Spieler bezahlt. Im internationalen Fußball ist das schon längst eine Summe, die eher Durchschnitt als Spitzenwert ist", stellte der Angreifer fest: "Bayern muss sich etwas einfallen lassen, wenn der Verein weiter Weltklassespieler nach München lotsen will."

Bei Rummenigge stießen derartige Empfehlungen auf wenig Gegenliebe. "Offenbar hat sich Robert von den Paris-Transfers irritieren lassen. Er ist bei uns als Fußballer angestellt - und verdient dafür sehr viel Geld", wetterte der Bayern-Boss in einem Interview mit der "Bild"-Zeitung: Ich bedauere seine Aussagen. Schon in der Rückrunde hatte er nach dem Freiburg-Spiel unzutreffende Vorwürfe gegen seine Mitspieler erhoben, dass er nicht genügend unterstützt worden wäre." Als "Spiritus Rector" machte Rummenigge damals wie heute Lewandowskis Berater Maik Barthel aus: "Das Interview ist bewusst am FC Bayern vorbei organisiert worden. Er schadet damit Robert."

Wer öffentlich den Trainer, den Verein oder die Mitspieler kritisiert, kriegt ab sofort Stress mit mir persönlich.Karl-Heinz Rummenigge

Rummenigge will öffentliche Kritik künftig jedenfalls nicht mehr ungestraft lassen: "Wer öffentlich den Trainer, den Verein oder die Mitspieler kritisiert, kriegt ab sofort Stress mit mir persönlich", kündigte er an: "Ich weiß schon, wie man Spieler zur Räson bringen kann."

"Was Müller in Bremen gesagt hat, war auch nicht okay"

Der Ärger des Vorstandsvorsitzenden traf im Übrigen nicht nur Lewandowski: "Ich bin zwar ein Freund von Demokratie und Meinungsfreiheit, aber bei uns wird derzeit zu schlau dahergeredet, statt sich auf das Fußballspielen zu konzentrieren. Es darf nicht vereinsschädigend sein. Was Thomas Müller in Bremen gesagt hat, war auch nicht okay", meinte Rummenigge. Auch als "Parade-Bayer" gäbe es keine Stammplatzgarantie: "Unzufriedenheit auf der Bank ist okay, aber keine öffentliche Kritik am Trainer."

Lewandowskis brisante Andeutung

Nochmal zurück zu Lewandowski. Dieser hatte im "Spiegel"-Interview auch von "extrem verschobenen" Machtverhältnissen gesprochen: "Wenn ein Spieler wirklich wechseln will, dann kann er das in der Regel auch durchsetzen." Eine sicherlich brisante Andeutung des Polen, dem schon häufiger Interesse an einem Wechsel zu Real Madrid nachgesagt wurde. Doch auch darauf hatte Rummenigge eine Antwort: "Die Macht der Spieler sehe ich nicht so groß, wie Lewandowski mit einem Blick in seinen Vertrag auch feststellen kann. Er hat bis 2021 ohne Ausstiegsklausel unterschrieben."

Auch die erneute Kritik an der Asienreise im Sommer konterte Rummenigge süffisant. Lewandowski solle wissen, "dass sein vermeintlicher Traumverein Real Madrid im Sommer 24 Tage in der Hitze unterwegs war - doppelt so lange wie wir." Allerdings: Lewandowskis großer Antrieb - deshalb kam er 2014 München - ist es, die Champions League zu gewinnen. Und das schaffte Real Madrid in den vergangenen vier Jahren dreimal. Lewandowski kam mit Bayern nicht über das Halbfinale hinaus. Seine Zukunft beim deutschen Rekordmeister hängt vor allem vom internationalen Abschneiden ab.

Im Spitzensport zählen andere Parameter: Erfolg und Geld. Und diese beiden Komponenten entscheiden über einen Transfer, nichts anderesRobert Lewandowski

Zum Thema Loyalität sagte Lewandowski im "Spiegel"-Interview: "Das ist zwar ein schönes Wort, eine wunderbar romantische Vorstellung und im Privatleben auch ein wichtiger Wert. Im Spitzensport zählen aber andere Parameter: Erfolg und Geld. Und diese beiden Komponenten entscheiden über einen Transfer, nichts anderes."

ski

Video zum Thema
kicker.tv Hintergrund- 11.09., 15:07 Uhr
"Unser Problem ist nicht das Lewandowski-Interview"
Die erste Niederlage hat Spuren hinterlassen beim FC Bayern. Nach dem 0:2 bei der TSG Hoffenheim stand Stürmer Robert Lewandowski im Fokus. Der Pole hatte sich in einem "Spiegel"-Interview über die Einkaufspolitik der Münchner geäußert. Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge kritisierte dies am Montag deutlich, Bayern-Präsident Uli Hoeneß fand die Aussagen des Ausnahmestürmers weniger dramatisch.
Alle Videos in der ÜbersichtAlle Videos per RSS
Sonderheft Champions League 2016/17
 

64 Leserkommentare

Boom77
Beitrag melden
12.09.2017 | 13:35

@deingewissen

Sie wollen also den Lewa im Winter vom Hof jagen, weil er ja sportlich überhaupt nix bringt, und dann [...]
thompson1909
Beitrag melden
12.09.2017 | 11:31

der Warheit ins Auge blicken

wieso muss Bayern hier in schutz genommen werden? Lewandowski hat doch mit seinen Aussagen absolut recht. [...]
Kopperle
Beitrag melden
12.09.2017 | 10:09

@kkjohannes & Parnaioca

...zwei sehr vernünftige Beiträge...

@krausedi:...das mit der WM 2022 denke ich mir auch immer.[...]
dastalent71
Beitrag melden
12.09.2017 | 10:09

@Psternak

das gleiche hat man auch übe rlahm gesagt, als er sagnol beerbte. und costa hat 1 Halb[...]
JaackiFreesh33
Beitrag melden
12.09.2017 | 10:08

Dumm

Das ist Dumm was Lewandowski gesagt hat und zwar von Vorne bis hinten.

Wenn Bayern nicht so viel[...]

Seite versenden
zum Thema

weitere Infos zu Lewandowski

Vorname:Robert
Nachname:Lewandowski
Nation: Polen
Verein:Bayern München
Geboren am:21.08.1988


DIE GANZE WELT DER KICKER APPS!
Informieren Sie sich über unser vielfältiges App Angebot:
Smart TV Tippspiel eMagazine kicker MeinVerein FußballQuiz GloryRun