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10.09.2017, 19:55

Hannovers Klubboss mit "wenig Angst" vor Heimspiel gegen HSV

Kinds Fan-Appell: "Unterstützen ist ihr Job"

Mit sieben Punkten aus drei Spielen ist Hannover 96 bestens gestartet. Die Stimmung beim Aufsteiger könnte nicht besser sein, wären da nicht die Proteste einiger Fans gegen die Übernahmepläne des Vereinsobersten Martin Kind. Dieser gibt sich weiterhin entschlossen.

Hannovers Klubboss Martin Kind
Sieht in der Mannschaft von Hannover 96 viele positive Aspekte: Hannovers Klubboss Martin Kind.
© imagoZoomansicht

Den 1:0-Sieg zuvor gegen Schalke hatte er sogar mit dem richtigen Torschützen (Neuzugang Jonathas) vorhergesagt. Auch in Wolfsburg setzte Martin Kind auf drei Punkte für sein Team, lag damit aber diesmal nicht ganz richtig. "Ich will immer gewinnen", so Hannovers Klubboss nach dem 1:1 in Wolfsburg, "aber es ist ein angenehmes und gerechtes Ergebnis."

Entsprechend groß ist die Zufriedenheit des Vereinsobersten. "Wenn vorher jemand gesagt hätte, wir haben sieben Punkte nach den ersten drei Spielen, dann wären wir sehr defensiv damit umgegangen...", so Kind, der zum Unentschieden im Duell mit dem mächtigen niedersächsischen Rivalen gleich einige positive Aspekte festhält: "Man hat gesehen, dass die Mannschaft leistungsbereit ist. Sie ist intakt, sie will. Mannschaftliche Geschlossenheit und Stärke waren zu erkennen. Spielerisch haben wir uns im Ansatz deutlich weiterentwickelt. Und wir haben einen Rückstand aufgeholt, das zeigt Charakterstärke und Willen."

"Das Stadion wird ausverkauft sein, wir werden gute Stimmung haben"

Und lässt das Selbstbewusstsein beim gut gestarteten Aufsteiger vor dem an Freitag anstehenden Nordderby gegen Hamburg spürbar wachsen. Kind entsprechend zuversichtlich: "Gegen den HSV habe ich wenig Angst. Ich freue mich sehr. Das Stadion wird ausverkauft sein, wir werden gute Stimmung haben. Die Mannschaft ist motiviert."

Worte, die nicht von ungefähr kommen. War es doch der von den Kind-kritischen Ultras inszenierte Stimmungsboykott, der die Atmosphäre bei den Spielen der Hannoveraner beeinträchtigen sollte. Beim ersten Heimspiel jedoch war die Aktion in der großartigen Kulisse, für die die übrigen Zuschauer gesorgt hatten, untergegangen. "Gegen Schalke war es super, in Wolfsburg hat ebenfalls der untere Block die Mannschaft unterstützt", zeigt sich Kind daher wenig beeindruckt. "Das ist ein Thema, mit dem ich mich gar nicht beschäftige. Wir haben wichtigere Themen. Wir spielen Fußball."

"Wenn sie Politik treiben wollen, können sie es außerhalb des Platzes machen"

Allerdings richtet der 73-Jährige auch einen klaren Appell an die Fans: "Sie sollen die Mannschaft unterstützen, das ist deren Job. Wenn sie Politik treiben wollen, können sie es außerhalb des Platzes machen. Aber nicht auf dem Platz." Schließlich betonten doch auch die Supporters, die Mannschaft und 96 zu lieben. "Wenn sie ihren Anspruch selber erfüllen, dann müssen sie diese Mannschaft mit dieser Leistungsentwicklung unterstützen. Alles andere müssen sie selbst beantworten."

Die aktuelle Erfolgsserie unter Trainer André Breitenreiter trägt nach Kinds Auffassung dazu bei, dass der Fokus wieder mehr auf dem Sport liegt und nicht auf den Diskrepanzen rund um die anstehende Übernahme durch den Klubboss. "Die Mannschaft hat diese Unterstützung verdient. Das wird sich entwickeln. Jeder Sieg wird den Prozess verstärken."

Michael Richter

1. Bundesliga, 2017/18, 3. Spieltag
VfL Wolfsburg - Hannover 96 1:1
VfL Wolfsburg - Hannover 96 1:1
Derbyzeit in Niedersachsen!

Mit drei Punkten auf dem Konto hieß der VfL Wolfsburg um Coach Andries Jonker Aufsteiger Hannover willkommen.
© Getty Images

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