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07.05.2017, 10:14

BVB-Coach Tuchel erklärt Schlüssel zum Erfolg

TSG verärgert: Nagelsmann bemüht "Murphys Gesetz"

Die TSG 1899 Hoffenheim hat durch das 1:2 in Dortmund den dritten Rang vorerst verspielt und die bessere Ausgangslage im Kampf um die direkte Champions-League-Qualifikation eingebüßt. Speziell das Schiedsrichtergespann um Referee Dr. Felix Brych zog den Zorn der Kraichgauer auf sich. Bei Manager Alexander Rosen wurden Erinnerungen wach.

Gewohnt emotional an der Seitenlinie: TSG-Coach Julian Nagelsmann in Dortmund.
Gewohnt emotional an der Seitenlinie: TSG-Coach Julian Nagelsmann in Dortmund.
© imagoZoomansicht

Die Szene, die die Gemüter im Nachklang besonders erhitzte: Gonzalo Castro legte auf Marco Reus, der nachweislich 1,50 Meter im Abseits stand und so die irreguläre Dortmunder Führung herstellte. Weil Brych mit seinen Assistenten im Verlauf der ersten Hälfte noch ein paar Mal unglücklich agierte, kanalisierte sich der TSG-Zorn in Richtung des Schiedsrichtergespanns.

Manager Rosen erklärte am "Sky"-Mikrofon: "Was soll ich sagen? Ich habe gerade versucht, die Spieler in den Arm zu nehmen. Es ist ja so, wir haben hier eine Verantwortung. Ich möchte das jetzt nicht explizit benennen, es hat ja jeder gesehen", ärgerte sich der 38-Jährige: "In der Halbzeit hat eigentlich nur noch gefehlt, dass sie ein Loch ins Tornetz schneiden." Bei Rosen nämlich wurden Erinnerungen wach, ihm nahe lag der Bezug zu Stefan Kießlings Phantomtor in der Saison 2013/14. Schiedsrichter damals: Dr. Brych. Leidtragender damals: die TSG 1899 Hoffenheim. Rosen schickte nur noch hinterher: "Dabei möchte ich es jetzt belassen, jeder hat ja gesehen, was in den ersten 45 Minuten passiert ist."

Video zum Thema
kicker.tv Hintergrund- 07.05., 09:59 Uhr
"Murphys Gesetz" - Nagelsmann hadert
"Es hat jeder gesehen, dass es Abseits war. Das brauch ich jetzt nicht mehr groß zu kommentieren", haderte Hoffenheims Trainer Julian Nagelsmann nach der 1:2-Niederlage bei Borussia Dortmund. Schiedsrichter Dr. Felix Brych hatte in der Tat nicht seinen stärksten Tag. Es war nicht seine einzige Fehlentscheidung.
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Nagelsmann: "Finde, dass wir die bessere Mannschaft waren"

Als TSG-Coach Julian Nagelsmann vors Mikrofon trat, war ihm die Verärgerung noch ins Gesicht geschrieben. "Ich finde, dass wir heute die bessere Mannschaft waren und der Schiedsrichter heute keinen guten Tag hatte", stellte der 29-Jährige klar. Auch Nagelsmann störte sich am frühen Gegentreffer, weil er gewusst habe, dass Reus im Abseits stand. Dass der vierte Offizielle einen "klaren Kontakt" von Gonzalo Castro gesehen habe, machte Nagelsmann erst wütend.

Ich würde mir wünschen, der vierte Offizielle hätte eine andere Bedeutung.1899-Coach Julian Nagelsmann

Vor der offiziellen PK sprach er aber länger mit Frank Willenborg, dabei versicherte der vierte Offizielle Nagelsmann "glaubhaft", dass er die Frage falsch verstanden habe. Dennoch formulierte der gebürtige Landsberger aus der Situation einen generellen Appell. "Ich würde mir wünschen, der vierte Offizielle hätte eine andere Bedeutung - den Schiedsrichter zu unterstützen und nicht die Trainer einzufangen", schloss Nagelsmann.

Neben dieser Szene fand der jüngste Bundesliga-Trainer der Liga vor allem die 45. Minute "sehr ärgerlich". TSG-Angreifer Andrej Kramaric lief alleine auf Roman Bürki zu, wurde aber wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung fälschlicherweise vom Schiedsrichtergespann zurückgepfiffen. Seine Erklärung: "Ich glaube, man nennt es Murphys Gesetz an so einem Tag."

Tuchel: "Das war der Schlüssel"

Erleichterung nach dem Sieg gegen den direkten Konkurrenten: BVB-Coach Thomas Tuchel.
Erleichterung nach dem Sieg gegen den direkten Konkurrenten: BVB-Coach Thomas Tuchel.
© imagoZoomansicht

Dass der Dortmunder Erfolg teilweise auch glücklich zustande kam, bestätigte Thomas Tuchel. "Wir haben heute klar von den Schiedsrichterentscheidungen profitiert", gestand der BVB-Coach ein. Gleichzeitig machte Tuchel aber auch seiner Mannschaft ein Kompliment: "Wir haben von Beginn an eine herausragende Verteidigungsleistung gebracht. Das war der Schlüssel."

Erneut angesprochen auf die Aussagen von BVB-Boss Hans-Joachim Watzke, die vor dem wichtigen Spiel die Runde machten, schloss Tuchel: "Wir haben große Ziele, die wir nur mit Ruhe erreichen können. Alles andere kann ich nicht beeinflussen."

msc

Bundesliga, 2016/17, 32. Spieltag
Borussia Dortmund - TSG Hoffenheim 2:1
Borussia Dortmund - TSG Hoffenheim 2:1
Spitzenspiel im Kampf um die CL

Der Vierte Dortmund (hier Trainer Thomas Tuchel) erwartete am 32. Spieltag der Bundesliga-Saison 2016/17 den Dritten Hoffenheim.
© Getty Images

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Nachname:Reus
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