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23.04.2017, 19:19

BVB springt auf Platz drei - HSV in Not, Bremen träumt

Freiburg jubelt spät, Bayer zittert - Remis auf Schalke

Freiburg siegte am Sonntag spät mit 2:1 gegen Bayer Leverkusen und verdrängte Werder Bremen wieder von Platz sechs. Am Abend trennten sich der FC Schalke und der Tabellenzweite aus Leipzig 1:1-unentschieden. Am Samstag ging es im Keller rund: Darmstadt besiegte den HSV, Augsburg verlor in Frankfurt, Mainz holte einen überraschenden Punkt in München, während Ingolstadt Bremen unterlag. Hertha besiegte Wolfsburg, am Abend siegte Dortmund verdient in Gladbach mit 3:2 und springt auf Platz drei.

Joker Stenzel sticht - Freiburg springt auf Platz sechs

Freiburg jubelt spät dank Stenzels 2:1 gegen Leverkusen.
Freiburg jubelt spät dank Stenzels 2:1 gegen Leverkusen.
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Der SC Freiburg hat am Sonntagnachmittag gegen die kriselnden Leverkusener einen späten 2:1-Heimsieg eingefahren und den damit verbundenen Sprung auf Platz sechs gemacht. Der SC konnte sich in einer engagierten Anfangsphase bei Startelf-Stürmer Petersen bedanken, der mit einem strammen Linksschuss in den Winkel die Streich-Elf in Front schoss. Für den Stürmer war es der erste Treffer in der Anfangself seit dem 29. April 2016. Leverkusen konnte trotz passabler statistischer Werte im ersten Abschnitt kaum Chancen herausspielen, so dass die Führung vollauf verdient war. Nach dem Seitenwechsel agierte Freiburg etwas verhaltener, Bayer investierte mehr und kam per Elfmeter zurück ins Spiel - Volland vollstreckte eiskalt. Fast hätte der Offensivspieler mit einem satten Schuss nachgelegt, doch er traf nur den Außenpfosten. Nach dieser Schrecksekunde übernahm wieder der SC die Initiative, doch zunächst scheiterten sie mehrmals hauchdünn. In der Schlussphase war dann aber Joker Stenzel zur Stelle, der nach einem kleinen Sololauf den ball im langen Eck zum Sieg versenkte. Leverkusen bleibt damit weiter im gefährdeten Bereich hängen.

1:1 auf Schalke: Werners verhaltener Jubel - Huntelaars Blitztor

Ausgeglichenes Spiel: Leipzigs Forsberg gegen den Schalker Höwedes.
Ausgeglichenes Spiel: Leipzigs Forsberg gegen den Schalker Höwedes.
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Zum Abschluss des 30. Spieltags empfing der aufgrund des dramatischen Europa-League-Ausscheidens angeknockte FC Schalke den Tabellenzweiten aus Leipzig. Die Sachsen erwischten am Sonntagabend einen Start nach Maß, denn Werner markierte schon mit der ersten Chance des Aufsteigers den Führungstreffer. Der RB-Angreifer gönnte sich nach den Vorkommnissen im Hinspiel einen sehr verhaltenen Jubel. In der Folge blieben die Königsblauen in der Defensive sehr anfällig, doch Forsberg ließ die Riesenchance zum zweiten Tor fahrlässig liegen. Bis zum Halbzeitpfiff kam von der Weinzierl-Elf fast nichts, doch direkt nach Wiederanpfiff war Huntelaar zur Stelle. Der Niederländer benötigte 47 Sekunden im zweiten Abschnitt, um das 1:1 zu köpfen. S04 mobilisierte nach der Europapokalwoche nun nochmal alle Kräfte, Leipzig suchte sein Heil über Konter, doch ein weiterer Treffer wollte nicht mehr fallen.

Gladbach eiskalt, aber Aubameyang und Guerreiro schlagen zurück

Machte 108 Sekunden nach seiner Einwechslung das 2:2: BVB-Joker Aubameyang.
Machte 108 Sekunden nach seiner Einwechslung das 2:2: BVB-Joker Aubameyang.
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Dortmund hat im Borussen-Duell mit Mönchengladbach dank einer guten Leistung am Samstagabend Platz drei ergattert. Der BVB drehte die Partie beim VfL und gewann 3:2 - zum Lohn springen die Schwarz-Gelben auf Platz drei. Die Gladbacher dagegen verpassen eine bessere Ausgangssituation im Rennen um die Europa League. Die Mannschaft von Trainer Thomas Tuchel fand richtig gut in die Partie, spielte starkes Pressing, was durch den Führungstreffer von Reus belohnt wurde. Der Nationalspieler vollstreckte vom Elfmeterpunkt, allerdings war das vorangegangene Foulspiel von Dahoud an Pulisic wohl minimal außerhalb des Strafraums. Der BVB kontrollierte fast alles, musste allerdings Sahins Ausfall verkraften, der durch Merino ersetzt wurde. Der Spanier leistete sich dann auch kurz vor der Pause einen folgenschweren Fehlpass, den Stindl mit dem Ausgleich aus dem Nichts bestrafte. Die Hausherren hatten zudem Glück, dass bei Strobls Duell mit Sahin nicht auf Elfmeter entschieden wurde. Nach dem Seitenwechsel sollte es noch bitterer werden für den BVB, da Schmelzer ins eigene Tor zur Gladbacher Führung traf. Tuchel reagierte schnell, brachte Aubameyang als Joker und der Gabuner schlug 108 Sekunden später mit dem 2:2 zu. Danach blieb das Spiel weiterhin völlig offen, beide Teams suchten den Weg nach vorne - Guerreiro traf zunächst nur den Innenpfosten und beim nächsten Versuch per Kopf zum vielumjubelten Siegtreffer.

Sulu und Platte halten Darmstadt am Leben - erste Auswärtspunkte

Darmstadt jubelt beim Hamburger SV.
Darmstadt jubelt beim Hamburger SV.
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Am 30. Spieltag hat der SV Darmstadt 98 am Samstagnachmittag ein weiteres Lebenszeichen abgegeben, die Lilien wehren sich weiterhin erfolgreich gegen den rechnerisch möglichen Abstieg. Zwar sagte Trainer Torsten Frings vor dem Spiel in Hamburg, dass "wir natürlich abgestiegen sind, doch wir wollen weiter Spiele gewinnen". Gesagt, getan und damit die ersten Zähler auf fremden Terrain eingesackt: Nach torloser erster Hälfte gingen die Lilien nach einem Eckball durch Kapitän Sulu in Führung. Sekunden später sorgte ein Blackout in der Hamburger Defensive für das 0:2 - Platte legte für den SV 98 nach. Die Gisdol-Elf versuchte in den verbleibenden 37 Minuten, das Spiel zu drehen, doch die Darmstädter brachten den Sieg trotz Eigentor in der Nachspielzeit über die Zeit. Der Hamburger SV hätte gegen die Lilien einen großen Schritt nach vorne machen wollen, doch nun steckt der Bundesliga-Dino als Tabellenfünfzehnter weiter mittendrin im Abstiegsstrudel.

3:1 gegen FCA: Fabian trifft doppelt

Der FC Augsburg konnte nach dem 2:1 gegen Köln den zweiten Sieg nicht eintüten - die Schwaben verloren spät bei Eintracht Frankfurt, das drei Tage vor dem DFB-Pokalhalbfinale in Mönchengladbach ergebnismäßig eine gelungene Generalprobe feierte. Den Führungstreffer für die Baum-Elf markierte Mittelfeldmann Gouweleeuw in der Anfangsphase. Die Hessen rannten danach etwas unstrukturiert an und kamen durch den Mexikaner Fabian zum verdienten Ausgleich. Nun hatte die Kovac-Elf Blut geleckt und konnte sich bei Fabian bedanken, der auf 2:1 stellte. Den 3:1-Endstand besorgte Rebic.

Thiago rettet Bayern einen Zähler

Die Mainzer mussten drei Tage nach dem Champions-League-Aus des FC Bayern bei Real Madrid in München antreten - und das ohne ihren gesetzten Stürmer Cordoba (Adduktoren). Der Rekordmeister von der Isar, bei dem Müller erstmals als Kapitän fungierte und Ulreich den verletzten Neuer vertrat, sah sich forschen Angriffen der Rheinhessen ausgesetzt und geriet nach einem Patzer von Vidal durch Bojan in Rückstand. Die Ancelotti-Elf antwortete mit Robbens Flachschuss zum 1:1, aber noch vor der Halbzeit stellte Brosinski mit einem verwandelten Elfmeter auf 2:1 für die Gäste. Nach der Pause drückten die Münchner gewaltig, die Mainzer waren nur noch in der eigenen Hälfte beschäftigt, doch die Schmidt-Elf musste nur noch den 2:2-Ausgleich durch Thiago hinnehmen und schnappte sich einen überraschenden Zähler.

4:2 in Ingolstadt: Vierfach-Kruse lässt Bremen hoffen

Vier Tore für Europa: Kruse führte Bremen in Ingolstadt alleine zum Sieg.
Vier Tore für Europa: Kruse führte Bremen in Ingolstadt alleine zum Sieg.
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Der Tabellenvorletzte aus Ingolstadt, das zuletzt im Abstiegskampf punktemäßig etwas zurückfiel, hatte das aufstrebende Werder Bremen zu Gast. Die Norddeutschen, die wieder nach Europa schielen, schienen dabei die Oberbayern unterschätzt zu haben, denn der Führungstreffer der Schanzer durch Leczano war hochverdient. Doch vor der Pause kamen die Bremer durch Kruses Elfmeter wieder ran - der Ingolstädter Verursacher Tisserand war mit der Gelben Karte gnädig am Platzverweis vorbeigeschrammt. Nach dem Seitenwechsel durfte die Walpurgis-Elf ebenfalls über einen Strafstoßpfiff jubeln - auch wenn dieser sehr zweifelhaft war. Groß ließ sich die Chance nicht nehmen und brachte Ingolstadt mit 2:1 in Front. Nun aber begann die Kruse-Show: Der Offensivspieler schoss mit drei weiteren Treffern die Nordlichter zum 4:2-Sieg und gleichzeitig auf Platz sechs.

Ibisevic zeigt es Gomez & Co.

Wolfsburg ließ bei der Hertha in Berlin ganz wichtige Punkte liegen und verlor mit 0:1. Die Niedersachsen hatten im ersten Abschnitt ein klares Plus an Chancen, doch Gomez & Co. trafen nicht ins Schwarze. Besser machte es Berlins Goalgetter Ibisevic, der in Hälfte zwei per Kopf die Dardai-Elf zum knappen Sieg führte - und zum insgesamt siebten Mal das so wichtige 1:0 verbuchte (Rekord mit Aubameyang). Danach hatte Gomez mit einem Lattentreffer Pech, Zählbares sprang für die Wölfe nicht mehr heraus.

Hoffenheim qualifiziert sich für Europa beim Treffen der Remis-Könige

TSG 1899 Hoffenheim
Auf nach Europa: Überraschungsmannschaft Hoffenheim hat sich für mindestens für die Europa League qualifiziert.
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Am Freitag trafen sich mit Köln und Hoffenheim die Remis-Könige der Liga zum Auftakt des 30. Spieltags: Die TSG hatte sich bis dato schon zwölfmal die Punkte geteilt, der FC zehnmal - und auch dieses Mal sah es lange Zeit nach einem Unentschieden aus. Zwar riskierten sowohl die Domstädter als auch die Kraichgauer in einer munteren wie äußerst ansehnlichen ersten Halbzeit viel und erspielten sich deswegen etliche Chancen - unter anderem traf FC-Verteidiger Heintz den Pfosten (40.), es fiel nur kein Tor.

Last-Minute-Punkt für Hoffenheim in Köln

Es dauerte bis zur 58. Minute, ehe der Ball im Netz zappelte - und die Stadionhymne im Kölner Rund ertönte: Nationalspieler Hector fand nach Vorarbeit von Klünter mit seiner Flanke den freistehenden Bittencourt. Der 23-Jährige hatte keine Mühe, das 1:0 zu verbuchen und sein 2. Saisontor zu erzielen. In der Folge verwalteten die Domstädter den Vorsprung geschickt mit konsequenter Abwehrarbeit - allerdings nur bis in die Nachspielzeit: Dort schlug Demirbay nach einem Fehler von Osako eiskalt zu (90.+3) und verpasste dem Gastgeber im Kampf um Europa einen weiteren Dämpfer. Hoffenheim dagegen ist mit dem 13. Remis der Saison sicher für die Europa League qualifiziert. Die Karten sind aber weiterhin so gut, dass auch die Champions League für die TSG erreichbar bleibt.

kon

Bilder des Spieltages
1. Bundesliga, 2016/17, 30. Spieltag
1. Bundesliga, 2016/17, 30. Spieltag
Gefordert

Steht mit seinem FC Schalke gegen Leipzig unter Zugzwang: Trainer Markus Weinzierl.
© Getty Images

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1. Bundesliga - Tabelle

Pl. VereinTorePkte.
1Bayern München73:1770
 
2RB Leipzig56:3162
 
3Borussia Dortmund65:3556
 
4TSG Hoffenheim57:3255
 
5Hertha BSC38:3546
 
6SC Freiburg38:5244
 
7Werder Bremen50:5142
 
81. FC Köln43:3741
 
9Eintracht Frankfurt32:3441
 
10Bor. Mönchengladbach39:4439
 
11FC Schalke 0439:3538
 
12Bayer 04 Leverkusen43:4636
 
131. FSV Mainz 0539:4933
 
14VfL Wolfsburg30:4333
 
15Hamburger SV30:5533
 
16FC Augsburg29:4932
 
17FC Ingolstadt 0433:5428
 
18SV Darmstadt 9823:5821

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