Zur Loginbox springen Zur Navigation springen Zum Inhalt springen
17.10.2016, 11:24

Entwarnung für Hoffenheims Verteidiger

Hübner: "Ein ganz anderes Lebensgefühl"

Er bot ein merkwürdiges Bild, als Benjamin Hübner das Stadion verließ. Körpersprache und Gesichtsausdruck wollten da so gar nicht zusammenpassen. Oben dominierte eine zufriedene Miene, darunter quälte sich der schwer hinkende Restkörper. Bei einem Zweikampf hatte der Innenverteidiger einen Schlag aufs Sprunggelenk abbekommen und war zu allem Überfluss auch noch leicht umgeknickt. Zunächst schien es für den 27-Jährigen noch weiterzugehen, doch dann musste er doch vom Feld, zu groß waren die Schmerzen.

Hoffenheims Defensivmann Benjamin Hübner
Hofft auf weitere Einsätze in der Startelf: Hoffenheims Defensivmann Benjamin Hübner.
© imagoZoomansicht

Die gute Nachricht: "Es ist nichts Strukturelles kaputt, der Bandapparat ist heil", erklärte Hübner, "das kriegen wir hin." Es wäre auch fatal, wenn der im Sommer aus Ingolstadt geholte Verteidiger nach seiner langen Durststrecke nun gleich wieder ausfallen würde.

Erst beim vorletzten Spiel, an alter Wirkungsstätte beim 2:1-Sieg in Ingolstadt, hatte Hübner für die TSG in der Bundesliga debütiert. Umso mehr weiß der Neuzugang den aktuellen Status zu genießen. "Es ist natürlich ein geiles Gefühl, auf dem Platz zu stehen. Und dann auch noch zwei Siege mitzuerleben, ist einfach ein ganz anderes Lebensgefühl, als wenn du auf der Tribüne sitzt."

Schließlich war Hübner als Stammspieler und Leistungsträger aus Ingolstadt gekommen, um bei der TSG den nächsten Karriereschritt zu vollziehen. Doch eine Blessur in der Vorbereitung warf den Sohn des Frankfurter Sportdirektors Bruno Hübner zurück. Er musste sich hinter Niklas Süle, Fabian Schär oder Ermin Bicakcic anstellen.

Dabei versprach die von Trainer Nagelsmann präferierte 3-5-2-Formation einen Arbeitsplatz mehr für Innenverteidiger. Doch den zentralen hat sich erst mal der eigentlich als Sechser vorgesehene Kevin Vogt geschnappt. Der macht den Job derzeit ziemlich gut.

Und nachdem Bicakcic auch wieder fit ist, kann sich Hübner keineswegs sicher sein, auch in Leverkusen wieder in der Startelf zu stehen. Zumal er gemeinsam mit Pavel Kaderabek beim Freiburger Ausgleich in der Verantwortung stand. Beim langen Pass von SC-Verteidiger Söyüncü hatten "beide eine frontale Stellung und konnten das Tempo nicht aufnehmen. Ein sehr billiges Tor", befand Trainer Julian Nagelsmann, "da muss der Innenverteidiger versuchen, seitlich zu stehen. Das kriegen wir in vielen Situationen gut hin in der Dreierkette, aber in dieser stehen beide in der geschlossenen Haltung und müssen erst drehen."

Die Trainingswoche wird zeigen, ob die körperlichen und taktischen Nachwirkungen des Freiburgspiels Hübner wieder bremsen, oder ob der Neuzugang in der Anfangsformation verbleibt.

bst

Bundesliga, 2016/17, 7. Spieltag
TSG Hoffenheim - SC Freiburg 2:1
TSG Hoffenheim - SC Freiburg 2:1
Kalter Gruß

Im Vorfeld wurde Freiburgs Trainer Christian Streich von 1899-Manager Alexander Rosen für seine "Emotionalität an der Seitenlinie" gerügt.
© Getty Images

vorheriges Bild nächstes Bild
 
Seite versenden
zum Thema

weitere Infos zu B. Hübner

Vorname:Benjamin
Nachname:Hübner
Nation: Deutschland
Verein:TSG Hoffenheim
Geboren am:04.07.1989


DIE GANZE WELT DER KICKER APPS!
Informieren Sie sich über unser vielfältiges App Angebot:
Smart TV Tippspiel kicker MeinVerein Voice & VR eMagazine