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05.03.2016, 19:45

Bremens Junuzovic: "Es war abgesprochen"

Werder lebt wieder und Pizarro jagt Bode

Mit dem zweiten 4:1 in Folge hat Werder Bremen eindrucksvoll unter Beweis gestellt: Die Mannschaft lebt und hat Abstiegskampf verstanden. Durch sechs Punkte aus zwei Spielen schoben sich die Norddeutschen in der Tabelle auf Platz 13 und haben drei Punkte Vorsprung auf den 16. Rang. Im Spiel gegen Hannover holten sich Kapitän Clemens Fritz und Zlatko Junuzovic sperren ab - nach dem Spiel gab der Österreicher zu, im Hinblick auf die schwere Partie in München war das abgesprochen. Derweil ist Claudio Pizarro auf dem Weg, Bremens bester Bundesliga-Torschütze zu werden.

Claudio Pizarro
Erzielte bereits neun Tore in der Rückrunde: Bremens Claudio Pizarro.
© Getty ImagesZoomansicht

Durch das 4:1 unter der Woche in Leverkusen hatten die Bremer Selbstvertrauen getankt und genau so traten sie auch gegen Hannover auf. Die Grün-Weißen gingen früh drauf und setzten den Tabellenletzten unter Druck. Die Folge: Eine 2:0-Führung durch einen Doppelschlag von Fin Bartels und Pizarro. Der Peruaner markierte mit einem satten Volleyschuss sein 100. Ligator für die Norddeutschen. Damit ist er nur noch einen Treffer hinter Marco Bode (101), der bislang die meisten Tore für die Grün-Weißen in der Bundesliga schoss.

Wenn Pizarro so weiterspielt, dürfte er wohl bald Werders bester Bundesliga-Torjäger aller Zeiten sein. "Ich glaube, er wäre schon zufrieden, wenn ich das schaffe", antwortete der Angreifer auf die nicht komplett ernst gemeinte Frage von Sky, ob Bode denn Angst vor ihm habe. "Wir haben lange zusammen gespielt. Ich hoffe, dass ich das schaffen kann. Es würde mich sehr freuen."

Spielbericht

Nach Pizarros Treffer zum 2:0, kamen die Niedersachen auf 1:2 heran, ehe Gebre Selassie und Junuzovic mit ihren Toren zum 3:1 und 4:1 letzte Restzweifel am ersten Werder-Heimsieg in der Liga seit 30. August beseitigten. "Der Druck auf meine Mannschaft war enorm, aber sie hat das toll gemeistert", freute sich Coach Viktor Skripnik. "Endlich konnten wir uns bei unseren Fans mit einem Heimsieg bedanken. Jetzt dürfen wir ein paar Tage genießen, aber dann geht der Abstiegskampf weiter."

Mit sechs Punkten aus zwei Spielen kletterten die Bremer auf Tabellenplatz 13, haben aber nur drei Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz. Immerhin sechs Zähler sind es schon auf Platz 17, der am Ende der Saison den direkten Abstieg bedeuten würde. Ob am nächsten Spieltag Punkte auf das Werder-Konto dazukommen, ist äußerst fraglich, denn am Samstag (18.30 Uhr, LIVE! bei kicker.de) geht es zum FC Bayern.

Und in diesem Spiel werden zwei Stützen im Spiel der Norddeutschen fehlen: Fritz (10. Gelbe) und Junuzovic (5. Gelbe) handelten sich Sperren ein. Der Kapitän beging kurz nach dem 4:1 ein taktisches Foul und der Österreicher spielte kurz vor dem Ende der Begegnung (85., Stand: 4:1) auf Zeit. Handelten sich die Werder-Spieler absichtliche Sperren ein? Auf die Frage, ob seine Gelbe Karte vermeidbar gewesen wäre, antwortete Fritz vielsagend: "Ja, sicherlich. Aber ich denke, wir haben noch einige Spiele vor uns, gegen Mannschaften, gegen die es vielleicht ein bisschen knapper werden könnte. Den optimalen Zeitpunkt gibt es nie, jetzt ist er da."

Droht Junuzovic ein Nachspiel?

Sein Teamkollege Junuzovic wurde noch deutlicher: "Es war abgesprochen, das gebe ich zu. Aber es ist besser, ich mache es so, anstatt dass ich irgendjemand weh tue." Erst vor kurzem hatten sich fünf Darmstädter Spieler Gelbe Karten vor dem Spiel gegen die Bayern eingehandelt, um dann eine Woche später im Abstiegskrimi im Weser-Stadion wieder mit an Bord zu sehn. Damals hatten alle bestritten, dass es Absicht war.

Theodor Gebre Selassie (re.) und Zlatko Junuzovic
Torschützen unter sich: Theodor Gebre Selassie (re.) und Zlatko Junuzovic.
© imago

Es bleibt nun abzuwarten, ob der DFB-Kontrollausschuss wegen der Aussagen von Junuzvic Ermittlungen aufnimmt. "Kompliment! Eigentlich sollte Ehrlichkeit nie bestraft werden. Hier gibt es eine ehrliche Aussage, das erinnert an Frank Ordenewitz. Das war damals mein Spiel", sagte der ehemalige Bundesliga-Schiedsrichter Markus Merk. "Ich bin gespannt, ob das Sportgericht bei Junuzovic eingreift. Eigentlich ist es unsportlich, wenn auch ehrlich."

Pizarro freut sich auf die alten Kollegen

Der Österreicher und Fritz werden also im nächsten Spiel in München sicher fehlen, dabei sein wird dagegen Pizarro. Der Angreifer trifft auf seine ehemaligen Kollegen, bis Sommer stand er bei den Bayern unter Vertrag. "Ich freue mich sehr, in der Allianz-Arena zu spielen mit den ganzen Fans", so der Peruaner. "Auch die alten Kollegen zu treffen freut mich, es ist was ganz besonderes für mich." Werder will in den kommenden Wochen nachlegen, gegen den Spitzenreiter wird es natürlich schwer, doch der Kapitän ist positiv für die kommenden Wochen gestimmt. "Ich bin sehr optimitsisch, dass wir diesen Schwung, den wir uns jetzt in dieser Woche erarbeitet haben, auch mit in die nächsten Wochen nehmen können", berichtet Fritz.

mst

1. Bundesliga, 2015/16, 25. Spieltag
Werder Bremen - Hannover 96 4:1
Werder Bremen - Hannover 96 4:1
Fehler im Bild

Weser-Stadion, Thomas Schaaf - und ein Outfit von Hannover 96. Der ehemalige Werder-Coach ist schließlich mittlerweile für H96 aktiv.
© Getty Images

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4 Leserkommentare

Nick_435
Beitrag melden
06.03.2016 | 10:42

Unprofessionell

Werder kämpft um den Klassenerhalt. Wie kann man bloß so unprofessionell sein und die Absicht zugeben? [...]
YG31
Beitrag melden
06.03.2016 | 08:40

Wo ist der Unterschied zu "Mach et Otze"?

Ich vermute, der DFB wird auch in diesem Spiel das unspotliche Verhalten und damit leider auch die Ehrlichkeit [...]
Sciathan
Beitrag melden
06.03.2016 | 00:31

"Gegen München gibt es nichts zu holen" ... Hat Mainz irgendwie das Gegenteil bewiesen.
Klar sind d[...]
BruderVico
Beitrag melden
05.03.2016 | 20:37

Ehrlichkeit sollte nicht bestraft werden

Junuzovic hat einfach die Wahrheit gesagt, die Darmstädter haben es einfach gemacht und danach gelogen. [...]

kicker-sportmagazin

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