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20.02.2016, 20:00

Borussia will Klarheit bei Nordtveit schaffen

Der schüchterne Derby-Held Dahoud

Borussia Mönchengladbach hat sich im 95. Rhein-Derby gegen den 1. FC Köln verdientermaßen mit 1:0 durchgesetzt und reichlich Selbstvertrauen getankt - und zwar in allen Mannschaftsteilen. Die Offensive um den vielgelobten Mahmoud Dahoud bestach durch technisch starken Fußball wie zu besten Schubert-Zeiten, die Defensive um Havard Nordtveit blieb das erste Mal seit dem 7. November 2015 (0:0 gegen Ingolstadt) und damit seit zwölf Pflichtspielen ohne Gegentor. Beim Norweger wollen die Fohlen außerdem endlich Klarheit.

Mahmoud Dahoud
Aussagekräftig auf dem Rasen, eher still daneben: Derby-Held Mahmoud Dahoud.
© Getty ImagesZoomansicht

Mit einem strahlenden Lächeln verließ Gladbachs Keeper Yann Sommer die Katakomben im Stadion. Erstmals nach neun Bundesliga-Spielen, ja sogar nach zwölf Pflichtspielen, gewann die Borussia wieder eine Bundesliga-Partie ohne Gegentor. "Das tut gut. Gerade in einem Derby", gab der 27-jähige Schweizer nach dem 1:0 im 95. rheinischen Derby gegen den 1. FC Köln zu. Zur Erinnerung: In den besagten zwölf Pflichtspielen fingen sich die Fohlen satte 30 Gegentore.

Dieses Mal griff Sommer aber nicht hinter sich und durfte zudem über den verdienten Siegtreffer von Dahoud vor 52.226 Zuschauern jubeln, womit außerdem klar war: Die Gäste aus der Domstadt bleiben seit fast acht Jahren ohne Erfolgserlebnis beim Erzrivalen. Der letzte Dreier des "Effzeh" in Gladbach datiert vom 4. Oktober 2008, ein 2:1.

Schubert: "Wir haben mit viel Leidenschaft verteidigt"

Wie groß das Selbstvertrauen der Fohlen plötzlich wieder ist, unterstrich Kapitän Granit Xhaka klar: "Es war ein sehr wichtiger und aus meiner Sicht auch hochverdienter Sieg, der zu einem perfekten Zeitpunkt kam. Unsere Ziele sind international, und die wollen wir erreichen. Wichtig ist jetzt, dass wir eine Serie starten." Auch Trainer Andre Schubert, dessen Team Ende 2015 und zu Rückrundenbeginn 2016 nicht mehr die anfängliche Frisch versprüht hatte und unter anderem aus dem DFB-Pokal ausgeschieden war, zeigte sich angetan: "Wir haben gleich gezeigt, was wir uns vorgenommen haben. Es war ein rassiges, sehr emotionales Spiel. Wir haben mit viel Leidenschaft verteidigt."

Kritikpunkte gab es auch von anderen Spielern, die mit dem 1:0 Tabellenrang fünf (35 Punkte) erobert haben, nicht. Derbyheld Dahoud freute sich gegenüber vereinsinternen Medien über die drei Punkte und darüber, dass ein Derbysieg immer "etwas Besonderes" sei, während Nordtveit zugab: "Es war ein harter Kampf, aber genau das war nötig, um als Sieger vom Platz zu gehen."

Eberl und die Akte Nordtveit - der schüchterne Dahoud

Havard Nordtveit und Anthony Modeste
Havard Nordtveit (hier gegen Kölns Anthony Modeste) soll sich bald entscheiden.
© Getty Images

Ein eventuell harter Kampf steht den Gladbachern aber noch in Sachen Nordtveit bevor, denn noch ist die Zukunft des 25-jährigen Norwegers nicht geklärt. Englische Teams sind am Abwehr-Allrounder, dessen Vertrag am Saisonende ausläuft, dran. Sportdirektor Max Eberl machte deswegen eine klare Ansage - die Personalie Nordtveit soll bis Ende dieses Monats geklärt sein: "Der Februar sollte nicht ohne Entscheidung vorbeigehen. Das ist unser Wunsch."

Erste Nachfragen müssen sich die Gladbacher auch schon bei Dahoud gefallen lassen. Der 20-jährige Deutsche mit syrisch-kurdischer Herkunft trumpfte einmal mehr mit toller Übersicht, klugem Passspiel und Spielwitz auf. Während der gefeierte Derby-Held aber selbst wie eh und je in der Mixed Zone schwieg, sangen dessen Kollegen Loblieder. "Er spielt mit großem Selbstvertrauen und hat viel Qualität", sagte Torhüter Sommer. Kapitän Xhaka bezeichnete seinen Nebenmann auf der Doppelsechs derweil als "sehr wichtig für uns".

Weckt das Mittelfeld-Juwel eventuell Begehrlichkeiten? "Mo Dahoud hat einen langfristigen Vertrag. Daher machen wir uns keine Gedanken", winkte Schubert direkt ab. Vielmehr lobte auch der Borussia-Coach seinen Schützling, der noch ein Arbeitspapier bis 2018 besitzt, und sagte über dessen Medien-Scheu: "Ihm ist das alles drum herum sehr suspekt. Mo möchte sich vor allem auf Fußball konzentrieren."

mag/dpa

1. Bundesliga, 2015/16, 22. Spieltag
Bor. Mönchengladbach - 1. FC Köln 1:0
Bor. Mönchengladbach - 1. FC Köln 1:0
Gute Laune vor dem feurigen Derby

Gladbachs Trainer Andre Schubert blickt dem 95. rheinischen Duell mit dem 1. FC Köln entgegen.
© Getty Images

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7 Leserkommentare

Eilathaniak
Beitrag melden
22.02.2016 | 19:23

Der "Heimschiri"

über einen Elfer hätte man sich in der Szene mit Mo Dahoud sicher nicht beschweren können... Dann hätte [...]
h-block
Beitrag melden
22.02.2016 | 10:32

Mmmhhmmm

@Fussballbeobachter

Welches Spiel gesehen?
Was soll das nicht gegebene Foul an Bittencourt mit[...]
Fussballbeobachter
Beitrag melden
22.02.2016 | 00:31

Der schüchterne Held...

hätte auch in der um die 30. Minute einen klaren Elfmeter verursacht (Ellbogencheck gegen Bittencourt [...]
Eilathaniak
Beitrag melden
21.02.2016 | 19:30

Talent

Mo Dahoud ist zweifellos das größte deutsche Talent im defensiven Mittelfeld, spielerisch eine Klasse [...]
D95
Beitrag melden
21.02.2016 | 14:22

Top-Talent

Dahoud ist ein sehr starker Spieler, der unheimlich viel läuft und technisch auf höchstem Niveau agiert. [...]

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zum Thema

weitere Infos zu Dahoud

Vorname:Mahmoud
Nachname:Dahoud
Nation: Deutschland
Verein:Bor. Mönchengladbach
Geboren am:01.01.1996

weitere Infos zu Nordtveit

Vorname:Havard
Nachname:Nordtveit
Nation: Norwegen
Verein:West Ham United
Geboren am:21.06.1990

weitere Infos zu Sommer

Vorname:Yann
Nachname:Sommer
Nation: Schweiz
Verein:Bor. Mönchengladbach
Geboren am:17.12.1988

weitere Infos zu G. Xhaka

Vorname:Granit
Nachname:Xhaka
Nation: Schweiz
Verein:FC Arsenal
Geboren am:27.09.1992

weitere Infos zu Schubert

Vorname:Andre
Nachname:Schubert
Nation: Deutschland
Verein:Bor. Mönchengladbach