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18.11.2015, 17:21

Beiersdorfers Bitte

Panikmacher Pyrotechnik? Fans unter Beobachtung

Wenn am Wochenende der Bundesliga-Spieltag wie geplant über die Bühne geht, stehen die Zuschauer unter besonderer Beobachtung. Nicht nur HSV-Boss Dietmar Beiersdorfer warnte nach den Vorfällen in Paris und Hannover eindringlich vor der Verwendung von Pyrotechnik. Ob dieser Appell ankommt? Ein Beispiel vom Sonntag weckt Zweifel.

HSV-Fans zündeln in Darmstadt
Wiederholung unerwünscht: HSV-Fans zünden vor der Länderspielpause in Darmstadt Pyrotechnik.
© imagoZoomansicht

Gerade erst hatte der Stadionsprecher von Rot-Weiß Oberhausen emotionale Worte an die Fans gerichtet ("Was ist aus dieser Welt geworden?"), da knallte es wenig später schon: Anhänger von RWO und Rot-Weiss Essen wollten beim Regionalliga-Duell am vergangenen Sonntag (Endstand 2:1) nicht auf Pyrotechnik verzichten - nicht einmal zwei Tage nach den Anschlägen von Paris.

Geschmacklos? In jedem Fall dieser Tage besonders gefährlich: Nachdem nun die Absage des Testländerspiels zwischen Deutschland und der Niederlande am Dienstag in Hannover zeigte, wie unmittelbar die Terrorgefahr auch Deutschland betrifft, werden am anstehenden Bundesliga-Wochenende die Fans erst recht unter besonderer Beobachtung stehen.

Roger Lewentz, der Vorsitzende der Innenministerkonferenz der Bundesländer, wählte am Mittwoch eindringliche Worte. "Ich möchte heute ganz bewusst an die Fans appellieren", sagte er: "Ich weiß, dass viele das Zünden von Pyrotechnik und Böllern bei Spielen für selbstverständlich halten. Ich halte es grundsätzlich für zweifelhaft. In der aktuellen Lage wäre es aber geradezu fahrlässig. Liebe Fans, lasst die Pyrotechnik zu Hause, Ihr helft in dieser angespannten Sicherheitslage damit der Polizei."

"Es könnte Panik bereiten"

Der Tenor: Spieler wie Zuschauer werden ohnehin mit einem mulmigen Gefühl in die Stadien gehen, dieses soll durch Knallerei in den Fanblöcken nicht auch noch angeheizt werden. Als es am vergangenen Freitag im Stade de France während Deutschlands Test gegen Frankreich krachte, dachten viele Zuschauer zunächst an Pyrotechnik-Einsatz - dabei hatten sich vor den Toren Attentäter in die Luft gesprengt.

"Von unseren Zuschauern wünsche ich mir keinerlei Art von Knallern oder Böllern", betonte Dietmar Beiersdorfer, Vorstandsboss des Hamburger SV, der am Freitagabend (20.30 Uhr, LIVE! bei kicker.de) den 13. Spieltag gegen Borussia Dortmund eröffnet. "Darum bitte ich. Das wäre das falsche Zeichen und könnte Panik bereiten."

jpe

Video zum Thema
kicker.tv Hintergrund- 18.11., 16:38 Uhr
Die Angst spielt mit - Die DFB-Elf und das Gefühl der Bedrohung
Erst die Bombendrohung, dann die Nacht im Stade de France, nun die Länderspielabsage: Binnen fünf Tagen mussten die deutschen Nationalspieler einige mulmige Situationen überstehen. Wie finden junge Menschen wie sie den Weg zurück in den Alltag?
Alle Videos in der ÜbersichtAlle Videos per RSS
18.11.15
 

4 Leserkommentare

Trombosi
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19.11.2015 | 10:36

berlino1

berlino1: Ich stimme jedem Deiner Worte zu!! Absolut!!
Sonnenloewe
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19.11.2015 | 09:30

ja nee is klar!!

Zitat: "Ästhetische Pyrotechnik legalisieren"

und wer bestimmt was Äst[...]
Christopher-Goldstein
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19.11.2015 | 07:51

Sicherheit?

Bengalos und Terror miteinander in einen Topf zu werfen halte ich für höchst fragwürdig.
Aber es i[...]
berlino1
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18.11.2015 | 23:24

Stadien

Es bringt nichts, sich jetzt ängstlich in der eigenen Wohnung zu verstecken. Natürlich kann etwas passieren, [...]

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