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22.09.2015, 16:11

Dortmund hatte nach Boykott-Aufruf Tickets zurückgeschickt

Hoffenheim stiftet Topzuschlag-Einnahmen an BVB-Projekt

Der von 1899 Hoffenheim erhobene Topzuschlag für die Partie gegen Borussia Dortmund hatte bereits Anfang August für Diskussionen gesorgt, als Teile des Dortmunder Anhangs zum Boykott des Auswärtsspiels am Mittwoch aufriefen. Auch der BVB hatte in einem Brief ins Kraichgau zuletzt noch einmal sein Unverständnis zum Ausdruck gebracht. Mit Erfolg: Die Hoffenheimer wandeln die Mehreinnahmen aus dem Topzuschlag für BVB-Fans in eine Spende für das BVB-Lernzentrum um. In Zukunft soll auf derartige Preiserhöhungen komplett verzichtet werden.

BVB-Fans mit Banner
Boykott-Aufruf: Der Hoffenheimer Topzuschlag für Gästefans hatte in Dortmund für Proteste gesorgt.
© imagoZoomansicht

Die Dortmunder hatten bedingt durch den Boykottaufruf der Fan-Initiative "Kein Zwanni - Fußball muss bezahlbar sein" 800 der rund 3000 zur Verfügung stehenden Gästetickets wieder zurückschicken müssen. Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke und Carsten Cramer (Direktor Marketing und Vertrieb) hatten darauf in einem persönlichen Brief an Dietmar Hopp noch einmal ihren Unmut über den Topzuschlag zum Ausdruck gebracht. Ein Gäste-Sitzplatz für die Partie kostet satte 55 Euro.

Einen Tag vor dem Duell beider Teams am Mittwoch (20 Uhr, LIVE! bei kicker.de) erklärte Hoffenheims Gesellschafter "nach positiven Gesprächen" mit den Dortmundern: "Die TSG 1899 Hoffenheim hat ein hohes Interesse daran, den Fußball und seine damit verbundenen Werte allen Menschen zugänglich zu machen. Um dies auch nachhaltig zu dokumentieren, bin ich mit Hans-Joachim Watzke übereingekommen, dass wir die durch den Topzuschlag erzielten Mehreinnahmen dem Lernzentrum des BVB-Fanprojektes zur Verfügung stellen."

Bei dem Lernzentrum, das jährlich von 4000 Jugendlichen besucht wird, handelt es sich um ein so genanntes Leuchtturmprojekt der BVB-Stiftung "leuchte auf". Die Bildungseinrichtung im Signal-Iduna-Park bietet Jugendlichen im Alter zwischen 13 und 17 Jahren besondere Bildungsangebote. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Thema Zivilcourage.

Wir freuen uns im Sinne unserer Fans sehr, dass die TSG Hoffenheim für die Zukunft 'vernünftige Preise' zugesichert hat.BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke

In Dortmund rief die Nachricht erwartungsgemäß ein positives Echo hervor: "Wir freuen uns im Sinne unserer Fans sehr, dass die TSG Hoffenheim für die Zukunft 'vernünftige Preise' zugesichert hat und danken Dietmar Hopp für seine persönliche Einflussnahme", betonte Watzke. Auch die Mehreinnahmen, die durch Verkäufe an TSG-Fans erzielt wurden, sollen einem guten Zweck zukommen, wie die Hoffenheimer ebenfalls erklärten. Die TSG hatte vor Wochen bereits eine Spende von 100.000 Euro an die regionale Flüchtlingshilfe zugesagt.

Tuchel zeigt Verständnis und Bedauern - Schmelzer hofft noch

Thomas Tuchel äußerte in seiner Spieltags-PK am Dienstag Verständnis für die Fan-Aktion: "Das kann ich verstehen, dass das für manche in der Summe zu viel wird", meinte der BVB-Coach, zumal durch das Spiel unter der Woche und die lange Reise auch Arbeits- bzw. Urlaubszeit betroffen sei. Dennoch brachte der Klopp-Nachfolger sein Bedauern über den möglicherweise ausbleibenden Support zum Ausdruck: "Wir freuen uns immer auf die unglaubliche Unterstützung zu Hause und vor allem auch auswärts. Wenn man bedenkt, welche Kräfte das freisetzt und welche Lust das auslöst in den Spielern, wäre es schade, wenn wir darauf verzichten müssen."

Linksverteidiger Marcel Schmelzer hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben: "Wir werden sehen, wie viele letztlich da sein werden. Meistens finden sich unsere Fans ja nicht nur im Gästeblock..."

ski

Video zum Thema
kicker.tv Hintergrund- 22.09., 17:38 Uhr
Fan-Boykott! Tuchel zeigt Verständnis
Borussia Dortmund reist als Tabellenführer nach Hoffenheim, dort wird der BVB auf große Teile seiner Fans verzichten. Diese boykottieren die Partie, weil sie mit den Ticketpreisen der TSG nicht einverstanden sind. Dortmunds Trainer Thomas Tuchel zeigt dafür Verständnis, wenngleich er es als "super, super schade" betrachtet.
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