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15.02.2015, 19:19

Dost-Wahnsinn in Leverkusen - Lehrstunde in München

Die Sieger im Keller: Freiburg und Paderborn!

Nach dem spektakulären Duell zwischen Dortmund und Mainz am Freitag setzten Leverkusen und Wolfsburg am Samstag noch eins drauf: 4:5, dreimal Son, viermal Dost! Das 82. rheinische Derby ging an Gladbach. Die Fohlen entschieden den Karnevals-Kracher gegen Köln in der Nachspielzeit. Die Bayern fertigten beim 100. Liga-Spiel den HSV mächtig ab. Der Bremer Lauf hielt auch gegen den FCA. Hoffenheim verschärfte ganz spät die VfB-Probleme. Thomas Schaaf gestaltete sein 500. Bundesligaspiel siegreich, Frankfurt schlug Schalke. Am Sonntag verlor Herthas Pal Dardai sein Heimdebüt gegen Freiburg mit 0:2, Paderborn klaute drei Punkte in Hannover.

0:2 - Freiburg vermiest Heim-Debüt von Dardai

Freiburg jubelt über Philipps Tor zum 2:0 in Berlin.
Freiburg jubelt über Philipps Tor zum 2:0 in Berlin.
© Getty ImagesZoomansicht

Der SC Breisgau schaffte am Sonntagnachmittag einen kleinen Befreiungsschlag im Keller. Die Breisgauer gewannen bei Hertha BSC mit 2:0 und vermiesten damit den Heimeinstand des neuen Berliner Trainers Pal Dardai. Die Tore für die Mannschaft von Trainer Christian Streich erzielten Klaus in der ersten Halbzeit und Philipp im zweiten Durchgang. Der zweite Rückrundensieg der Freiburger war unter dem Strich verdient, denn den Hauptstädtern fiel in der Offensive so gut wie nichts ein. Dem Spiel der Herthaner fehlte es an Tempo und Ideen, so dass Freiburg kaum in Gefahr gebracht wurde. Nur in einer Szene musste SC-Keeper Bürki sein ganzes Können auspacken, als er eine Doppelchance von Stocker und Kalou zunichte machte. Durch den Auswärtssieg verlässt die Streich-Elf vorerst die Abstiegsplätze, Hertha rangiert nun auf dem Relegationsplatz.

Mehas Flatterball schockt Zieler und Hannover

Im zweiten Sonntagsspiel musste sich Hannover 96 in einem durchschnittlichen Duell gegen Paderborn mit 1:2 geschlagen geben und verpasste im vierten Anlauf den ersten Rückrundensieg. Die Hannoveraner mühten sich im ersten Abschnitt sichtlich um Spielkontrolle, doch bis zur Pause wollte den Niedersachsen in der Offensive fast nichts gelingen. Mit Beginn der zweiten Hälfte brachte 96-Trainer Tayfun Korkut mit Sobiech einen zweiten Stürmer, doch mutiger wurden zunächst die Paderborner. Koc hatte die große Chance zur Führung, doch Hannovers Abwehrmann Albornoz kratzte die Kugel gerade noch von der Linie. Kurz darauf klingelte es im Kasten des SCP, als Marcelo eine verlängerte Freistoßflanke in die Maschen drückte. Doch zu drei Punkten reichte dies nicht - im Gegenteil: In Rückstand liegend öffnete die Breitenreiter-Elf das Visier, kam durch Joker Lakic zum Ausgleich und durch Mehas Flatterball, bei dem 96-Keeper Zieler schlecht aussah, sogar noch zum ersten Dreier im neuen Jahr - nach zehn sieglosen Spielen ohne Dreier insgesamt!

Dost stellt Sons Dreierpack in den Schatten

Bas Dost feiert.
Viererpack: Wolfsburgs Bas Dost war in Leverkusen nicht zu bremsen.
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Was sich am Samstagnachmittag in Leverkusen abspielte, wird noch lange im Gedächtnis bleiben. Im Duell um die Königsklasse zwischen Bayer und Wolfsburg, sah Wolfsburg nach einer halben Stunde schon wie der sichere Sieger aus, verspielte in Durchgang zwei aber noch einen 3:0-Vorsprung, um am Ende doch 5:4 zu gewinnen. Die Heimelf beendete den Krimi in der BayArena in Unterzahl. Die Werkself verschlief den Start in die Partie und lag schon nach sechs Minuten durch einen Dost-Treffer zurück. Der Wachmacher für Bayer? Nein! Im Gegenteil: Nach Naldos haltbarem Freistoß und Dosts kunstvollem Außenrist-Abschluss schien die Partie schon nach einer halben Stunde gelaufen. Bayer-Trainer Schmidt war bedient, wechselte zur Pause dreimal und Son leitete die Aufholjagd mit einem Doppelschlag ein. Dost beruhigte zunächst mit seinem dritten Treffer die "Wölfe"-Nerven, doch Son mit Tor Nummer drei und Bellarabi machten die Aufholjagd perfekt. In Unterzahl (Spahic sah Gelb-Rot) kassierte Bayer durch Dosts vierten Streich dann doch noch das 4:5!

Bayern-Motor läuft wieder - 8:0!

Die Münchner haben ihren Motor gegen Lieblingsgegner Hamburger SV nach bislang mäßigen Partien im Jahr 2015 auf Touren gebracht. Im 100. Bundesliga-Duell fuhr der FCB im Nord-Süd-Klassiker beim 8:0 (!) den 59. Sieg ein. "Natürlich wollen wir und jeder Einzelne in Richtung Top-Verfassung kommen wie in der Hinrunde, darauf arbeiten wir hin", hatte Müller erklärt. Der Offensivmann vom Punkt, Götze per Abstauber und Robben mit einem Traumtor sorgten dann für aufgedrehte Münchner schon in Durchgang eins für klare Verhältnisse. Und in Hälfte zwei wurde die Zinnbauer-Elf dann in alle Einzelteile zerlegt. Der Rekordmeister legte fünf Tore nach und hat wieder Fahrt aufgenommen. Die Guardiola-Elf baut die Tabellenführung aus, der HSV bekam nach zwei Dreiern in Serie einen ganz empfindlichen Dämpfer im Abstiegskampf.

Bremer Lauf hält

Der Bremer Lauf nach der Winterpause hält ungebremst an. "So kann es gerne weitergehen", hatte Torjäger di Santo nach neun Punkten aus den ersten drei Spielen 2015 erklärt - es ging so weiter. Zwar hatte Augsburg auf die Werder-Führung eine Antwort parat, doch mit di Santos verwandeltem Strafstoß (24.) bog die Skripnik-Elf auf die Siegerstraße ein. Als Gebre Selassie mit dem Pausenpfiff das 3:1 markierte, war eine Vorentscheidung gefallen. Die Gäste fanden lange kein Mittel, Werder dagegen blieb gefährlich. Werners Anschluss sorgte noch einmal für Spannung, änderte aber nichts mehr am 3:2 und dem fünften Dreier in Folge für Werder. Für den FCA war es die erste Pleite nach vier Spielen.

Rudy verstärkt die VfB-Sorgen

Drei Niederlagen zum Start, Hoffenheim stand als einziges Team in der Bundesliga im neuen Jahr noch ohne einen einzigen Punkt da. Dies änderte sich gegen Stuttgart. Rudy sicherte der TSG in der Nachspielzeit einen 2:1-Erfolg. Die Schwaben hatten zwar durch Sakai zum zwischenzeitlichen 1:1 erstmals 2015 ins gegnerische Tor getroffen, brachten das Remis aber nicht über die Runden und behalten nach dieser Niederlage die Rote Laterne.

Xhaka entscheidet das 82. rheinische Derby

Die Entscheidung im Rheinderby: Gladbachs Xhaka trifft spät per Kopf.
Die Entscheidung im Rheinderby: Gladbachs Xhaka trifft spät per Kopf.
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In Mönchengladbach stieg das 82. rheinische Derby gegen Köln. "Das scheppert. Gerade jetzt an Karneval ist dieses Derby nochmal etwas anderes, nochmal krasser. Wir sind alle heiß und wollen den Gladbacher Fans eine große Freude bereiten", hatte Fohlen-Flügelflitzer Hahn im Vorfeld erklärt, allerdings gab es zunächst wenig Höhepunkte. Mönchengladbach erhöhte in Durchgang zwei die Schlagzahl und kam fast mit dem Schlusspfiff durch Xhaka zum Sieg. Für die Geißböcke war es 2015 die erste Niederlage. Das Hauptproblem: Nur zwei Tore in drei Spielen.

Auf Piazon hat Schalke keine Antwort

Das Samstagabendspiel ging in Frankfurt über die Bühne und bescherte Eintracht-Trainer Thomas Schaaf in seinem 500. Spiel als Bundesliga-Trainer einen knappen, aber letztlich verdienten 1:0-Erfolg gegen Schalke. "Es darf nicht die Regel sein, dass es jedes Mal brennt. 41 Gegentore sind ein Brett", hatte SGE-Torwart Trapp vor dem Spiel geklagt, die Defensive der Hessen stand diesmal gegen nicht konsequent im Spiel nach vorne agierende Gäste weitgehend sicher. Allerdings konnte Frankfurt in der Offensive auch nicht groß für Torgefahr sorgen. Im zweiten Durchgang verhielt sich Schalke zu passiv, die Eintracht erhöhte dagegen die Schlagzahl - und wurde durch einen Kopfball-Treffer von Piazon belohnt. Für S04 war es 2015 erst der zweite Gegentreffer, der letztlich aber die erste Niederlage im neuen Jahr bedeutete. Die Elf von Trainer di Matteo rutscht von Platz drei auf vier ab.

Reus zieht den BVB aus dem Sumpf

Borussia Dortmund jubelt
Borussia Dortmund jubelt über den Sieg gegen Mainz.
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3:0 in Freiburg, dazu die Vertragsverlängerung von Nationalspieler Marco Reus unter der Woche - Borussia Dortmund schrieb zuletzt endlich wieder für positive Schlagzeilen. Am Freitagabend sorgte der BVB dann für das nächste Stimmungshoch. Mit 4:2 gewann das Klopp-Team gegen den 1. FSV Mainz 05, sicherte sich dadurch nicht nur drei weitere wichtige Zähler im Kampf gegen den Abstieg, sondern zeigte auch teilweise wieder altbekannt spielerische Klasse.

Dabei begann die Partie denkbar schlecht für die Schwarz-Gelben, denn der Mainzer Soto markierte nach nur 52 Sekunden die frühe Mainzer Führung. Der Treffer zeigte Wirkung, es dauerte einige Zeit, bis der BVB-Motor auf Touren kam. Vor der Pause sollte aber kein Tor mehr gelingen. Gleich drei davon bekamen die Zuschauer kurz nach dem Seitenwechsel binnen weniger Minuten zu sehen. Subotic vehement nach einer Ecke (50.) und Reus nach toller Kampl-Vorarbeit (55.) drehten zunächst das Ergebnis, doch Malli schlug für die Mainzer nur 120 später Sekunden zurück. Der BVB ließ sich nun aber nicht mehr vom Weg abbringen. Einen Weltklasse-Pass per Außenrist von Reus veredelte Aubameyang ebenfalls technisch gekonnt zum 3:2 (71.), Sahin beseitigte in der 78. Minute dann letzte Zweifel. Der BVB beendete mit dem zweiten Dreier im Jahr 2015 gleich zwei Serien: Erstmals gewann er in dieser Saison nach einem Rückstand, und ging auch erstmals nach einem Pausenrückstand als Sieger vom Platz. Mainz wartet nun seit drei Partien auf einen Dreier.

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Bilder des Spieltages
1. Bundesliga, 2014/15, 21. Spieltag
1. Bundesliga, 2014/15, 21. Spieltag
Erwartungsfroh

Hannovers Trainer Tayfun Korkut erwartet gegen Paderborn von seiner Mannschaft einen Sieg.
© Getty Images

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1. Bundesliga - Tabelle

Pl. VereinTorePkte.
1Bayern München53:952
 
2VfL Wolfsburg46:2344
 
3Bor. Mönchengladbach28:1736
 
4FC Schalke 0431:2334
 
5FC Augsburg30:2734
 
6Bayer 04 Leverkusen34:2732
 
7TSG Hoffenheim33:3429
 
8Werder Bremen35:4329
 
9Eintracht Frankfurt39:4128
 
10Hannover 9624:3225
 
111. FC Köln19:2424
 
12SC Paderborn 0723:3523
 
13Hamburger SV14:3023
 
141. FSV Mainz 0527:3022
 
15Borussia Dortmund25:2922
 
16SC Freiburg23:3021
 
17Hertha BSC26:4021
 
18VfB Stuttgart21:3718

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