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28.09.2014, 21:29

HSV: Der Bann ist gebrochen, die Tristesse bleibt

"Keine Ahnung, was die für ein Glück gefressen haben"

507 Minuten musste der Hamburger SV warten, ehe Nicolai Müller die hanseatische Misere beendete und das erste Saisontor der Rothosen markierte. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Hamburger die bis dahin gültige Bestmarke von 474 Minuten, die 1979/80 der VfL Bochum aufgestellt hatte, längst pulverisiert. Kaufen kann sich der HSV davon aber nichts, denn auch gegen die Frankfurter stand der Bundesliga-Dino am Ende mit leeren Händen da.

Frust pur: Lewis Holtby.
Frust pur: Lewis Holtby.
© Getty ImagesZoomansicht

Der Schweizer Haris Seferovic (44.) sowie Lucas Piazon mit einem wunderbaren Freistoß (90.; Thomas Schaaf: "Das war kein Zufall") hatten der SGE den 2:1-Sieg beschert und die ohnehin schon brenzlige Lage beim HSV weiter befeuert. Die Hamburger warten nunmehr seit dem 4. April auf einen Dreier in der Liga.

Die Probleme an der Elbe werden nicht kleiner, auch die Entlassung von Trainer Mirko Slomka brachte in der Tabelle bislang nicht den gewünschten Effekt. Unter Joe Zinnbauer holte der HSV in drei Spielen lediglich einen Punkt und steckt weiter tief im Tabellenkeller fest. Dass ausgerechnet am Samstag in Dortmund die Wende eingeleitet wird, das darf zudem stark bezweifelt werden.

Zinnbauer übte sich jedoch in Optimismus. "Es ist klar, die Jungs sind niedergeschlagen, aber es geht weiter", rang der Coach um tröstende Worte: "Wir sind auf dem richtigen Weg." Damit mag er nicht ganz Unrecht haben, immerhin zeigten seine Schützlinge gegen Frankfurt hohe Laufbereitschaft und viel Willen, nur das Glück habe gefehlt, wie Zinnbauer feststellte.

So zu verlieren, tut unheimlich weh.Matthias Ostrzolek

Den Spielern lag die Schlappe weitaus schwerer im Magen. "Das ist eine ziemlich harte Niederlage. Wir waren die bessere Mannschaft. Dann so zu verlieren, tut unheimlich weh. In einer anderen Phase wären wir als Sieger vom Platz gegangen", stellte Matthias Ostrzolek fest, während Tolgay Arslan mit der Glücksgöttin Fortuna haderte: "Keine Ahnung, was die für ein Glück gefressen haben, aber es hat gewirkt", sagte er tief enttäuscht über den späten Siegtreffer der Hessen, die zuvor eher durch resolutem Zweikampfverhalten und wenig spielerischen Glanz aufgefallen waren.

Video zum Thema
kicker.tv Hintergrund- 29.09., 18:22 Uhr
Beiersdorfer sieht klare Verbesserungen
Der Hamburger SV hat das erste Saisontor erzielt und steht nach dem 1:2 gegen Frankfurt dennoch mit leeren Händen da. Die Hanseaten treten auf der Stelle, und Trainer Joe Zinnbauer realisiert allmählich die Schwere seiner Aufgabe. Dietmar Beiersdorfer stärkte dem Coach jedenfalls demonstrativ den Rücken und hob hervor, dass "es im Spiel klare Verbesserungen" zu vorher gab.
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So einfach stellte sich die Lage aber auch nicht dar, zu offensichtlich waren nämlich die offensiven Schwächen der Hamburger. Arslan nannte "fehlende Genauigkeit beim finalen Pass" als Grundübel für die Misere, gegen Frankfurt ging aber auch ihm diese abhanden. Im Sturmzentrum agierte Pierre-Michel Lasogga unbeholfen, wirkte wir ein Fremdkörper und ist sicherlich weit von seiner Bestform entfernt. Das Offensivspiel des HSV war schlichtweg zu umständlich, so dass die Eintracht mit relativen simplen Methoden - Laufbereitschaft und eine beherzte Zweikampfführung - punkten konnte.

1. Bundesliga, 2014/15, 6. Spieltag
Hamburger SV - Eintracht Frankfurt 1:2
Hamburger SV - Eintracht Frankfurt 1:2
Großes Ziel

HSV-Coach Joe Zinnbauer wollte in Frankurt seinen ersten Sieg einfahren.
© Getty Images

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17 Leserkommentare

seelenwinter
Beitrag melden
29.09.2014 | 19:28

drück die daumen

ich weiß als sge fan genau wie weh so ein abstieg in die abstiegszone tut... auch jeder aus lautern, [...]
Robrob1112
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29.09.2014 | 18:48

@ hsv-hendrik

Ja, genau, du bist das Paradebeispiel, warum es mit dem HSV niedergeht: Viele schwelgen in den alten [...]
cardoso69
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29.09.2014 | 18:47

Westermann

Heiko Westermann hatte gegen Bayern mit 89% gewonnenen Zweikämpfen die beste Quote von allen Spielern [...]
sripraesidentenwalazwei
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29.09.2014 | 16:42

Lieber HSV-Hendrik...genau diese dämliche Arroganz war es die die Eintracht in die zweite Liga geführt [...]
Anyplaya
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29.09.2014 | 13:41

kaum zu glauben

Bereits 2011/12 und letzte Saison war es mir unbegreiflich, dass der HSV einfach nicht aus dem Tabellenkeller [...]

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