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16.09.2014, 18:56

Kommentar zum Trainerwechsel beim HSV

Der Schnitt musste jetzt kommen

Den perfekten Zeitpunkt für den Neubeginn hatte Dietmar Beiersdorfer unverschuldet verpasst. Der Schnitt musste jetzt, noch vor dem Bayern-Spiel, kommen, Mirko Slomka war nicht mehr vermittelbar. Joe Zinnbauers Beförderung ist mutig, aber nicht waghalsig - zumal es eine Vorgeschichte gibt. Ein Kommentar von Sebastian Wolff.

kicker-Redakteur Sebastian Wolff
kicker-Redakteur Sebastian Wolff

Das Zeitfenster war das vielleicht größte Problem von Dietmar Beiersdorfer in dessen kurzer gemeinsamer Amtszeit mit Mirko Slomka. Vorbehalte und Zweifel an dem am Ende in der Mannschaft nicht mehr vermittelbaren Coach hatte der HSV-Boss schon vor seinem Dienstantritt. Und genau da lag das Problem: Beiersdorfer war erst Anfang Juli für den HSV frei, da hatte Slomka die Vorbereitung bereits begonnen.

Der perfekte Zeitpunkt für den auf allen Ebenen nötigen Neubeginn war - unverschuldet - verpasst. Umso richtiger, dass Beiersdorfer jetzt nicht auf einen günstigen Moment wartete. Ein Bundesliga-Debüt gegen den FC Bayern ist eine Herkulesaufgabe für Neuling Joe Zinnbauer, aber: Das taktische Manöver, Slomka auch noch die gegen den Rekordmeister zu erwartende Niederlage kassieren zu lassen, hätte zum einen nicht Beiersdorfers Charakter entsprochen und hätte zum anderen auch das Binnenklima zusätzlich verschlechtert. Zwischen Slomka und der Mannschaft passte nicht mehr viel, der Schnitt musste jetzt kommen.

Der neue Boss hat damit an Profil gewonnen. Er hat nicht taktiert und im Hintergrund schon die große Lösung parat gehabt, sondern er hat gehandelt, weil er wusste, dass er nicht auch den zweiten Zeitpunkt verpassen durfte. Mit Zinnbauer einem Newcomer die Chance zu geben, ist mutig. Aber nicht waghalsig. Und nicht ohne Vorgeschichte.

Vor ziemlich genau zehn Jahren machte Beiersdorfer den U-23-Coach Thomas Doll im Oktober 2004 zum Chefcoach und startete eine Erfolgsstory. Zinnbauer hat in drei Monaten an der Elbe mit seiner Art, dem Nachwuchs den Fußball zu vermitteln, die Erwartung geweckt, dass sich Geschichte wiederholen kann.

Sebastian Wolff

 

11 Leserkommentare

kkjohannes
Beitrag melden
17.09.2014 | 18:39

Tagträumer

Also jetzt sind schon anerkannt gute Bundesligatrainer, die neben taktischer Klasse auch schon ihre [...]
1Pinkus11
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17.09.2014 | 16:25

Notgeburt

Die Bestellung von Joe Zinnbauer zum Cheftrainer "bis auf weiteres" ist kein "Schnitt" und schon gar [...]
toni.mara
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17.09.2014 | 09:28

Mangelbehafteter Kommentar, Herr Wolff

Alle Achtung Herr Wolff, Ihr Kommentar ist das schlechteste was ich in den letzten Wochen gelesen habe.
[...]
KraAndHam
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16.09.2014 | 22:22

Na, viel Glück denn man

Beiersdorfers erste Periode war die letzte halbwegs erfolgreiche, wirtschaftlich wie sportlich, danach [...]
michael.bruhns
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16.09.2014 | 21:20

Mr. Kebab ging ein Schritt zurück und 100 nach vorne.

Bester Mann beim HSV war und ist Dietmar Beiersdorfer.

Er ging aus Respekt vor dem Verein einen Sc[...]

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weitere Infos zu Zinnbauer

Vorname:Josef
Nachname:Zinnbauer
Nation: Deutschland
Verein:FC St. Gallen