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16.09.2014, 12:00

Hamburg: Zinnbauer als Interimslösung

Slomka beim HSV entlassen!

Am Tag danach zog es Mirko Slomka in den Wald. Gemeinsam mit einer Handvoll Stammspieler absolvierte der 47-Jährige Montag Vormittag das Auslaufprogramm - es war seine Abschiedsrunde durch den Hamburger Volkspark. Sein Boss jedenfalls war nicht vor Ort, Dietmar Beiersdorfer führte den ganzen Tag über Analysegespräche mit seinen Vertrauten außerhalb der HSV-Arena. Am späten Abend fiel dann die Entscheidung: Slomka ist nicht mehr Trainer des Bundesliga-Dinos!

Mirko Slomka
Die Zusammenarbeit von Mirko Slomka und dem HSV ist beendet - am Montagabend wurde er entlassen.
© imagoZoomansicht

Für den 50-jährigen Beiersdorfer ging es um eine Grundsatzfrage: Traut er dem erfolglosen Trainer grundsätzlich noch die Wende zu? Oder überwiegen die Zweifel nach acht Ligaspielen mit nur einem Zähler? Schon am Nachmittag berichtete der kicker von der internen Sitzung, am Abend hatte Beiersdorfer die Antwort gefunden. Taktieren und Slomka noch die zu erwartende Niederlage gegen den FC Bayern einfahren lassen wollte Beiersdorfer nicht. Deshalb nun die Trennung. "Wir können das nur bestätigen", sagte HSV-Mediendirektor Jörn Wolf am späteren Abend.

Slomka, dessen Vertrag bis 2016 lief, hatte den Posten als Nachfolger von Bert van Marwijk erst im Februar dieses Jahres übernommen und mit dem Bundesliga-Dino erst in der Relegation gegen die SpVgg Greuther Fürth den Klassenerhalt geschafft. Slomkas Rauswurf ist die erste Trainerentlassung der noch jungen Bundesliga-Saison.

Gestörtes Innenverhältnis

Längst war zu dem Heimkehrer durchgedrungen, dass es im Innenverhältnis zwischen Team und Trainer knirschte, obwohl Slomka das Gegenteil stets behauptete. Beiersdorfer wählte den Trainerwechsel als Ausweg aus der sportlichen und atmosphärischen Krise.

Am Montag war Slomka lange Zeit am Stadion mit der Nachbereitung des Hannover-Spiels beschäftigt. Zudem begann er mit den Vorbereitungen für die kommende Partie gegen den Rekordmeister am Samstag (15.30 Uhr). Diese wird nun ein anderer übernehmen müssen, denn am frühen Montagabend wurde Slomka in die Hamburger "Hafencity" gebeten, wo der Aufsichtsvorsitzende Karl Gernandt sein Büro hat. Dort erfuhr er dann von seiner Demission.

Slomka selbst hatte am Sonntag ebenfalls mit einem Kurswechsel den Umschwung zu erzwingen versucht. Doch auch sieben Veränderungen im Vergleich zum 0:3 gegen Paderborn brachten nicht die Wende. Haarsträubende Fehler im Abwehrverhalten wiederholen sich beim HSV auch unter ihm, ganz und gar unabhängig vom ausgewählten Personal.

Tuchel als Wunschkandidat - Gute Erfahrungen mit Stevens

Die Frage der Alternativen freilich ist noch ungeklärt: Wunschkandidat ist Thomas Tuchel, dessen Verfügbarkeit aber scheint nicht sicher. Der Ex-Mainzer hatte sich im Sommer klar positioniert und eine einjährige Pause angekündigt. Beiersdorfer machte Januar 2007 bis Juni 2008 gute Erfahrungen mit Huub Stevens, doch der Niederländer wäre eine klassische "Feuerwehr-Lösung".

Zinnbauer als Interimslösung

Dem U-23-Trainer Josef Zinnbauer wird von den HSV-Bossen der Bundesliga-Auftrag nicht zugetraut. Doch es deutet alles darauf hin, dass er die Interimslösung wird und sowohl gegen den FC Bayern als auch in Mönchengladbach auf der Bank der Hanseaten sitzen wird.

Während Slomka kam, um seinen Spind zu räumen, erreichte der erfolgreiche U23-Coach um 11.47 Uhr die Arena. Er bog aber nicht wie üblich in den Nachwuchstrakt ab, sondern bestieg die Treppen hinauf zur Geschäftsstelle. Die Lösung mit Zinnbauer ist noch nicht offiziell bestätigt, aber alles spricht am Dienstagvormittag dafür.

Sebastian Wolff

Video zum Thema
kicker.tv Hintergrund- 16.09., 09:38 Uhr
Nach Slomka: HSV sucht den nächsten Retter
Am Montagabend erfuhr Mirko Slomka, dass seine Zeit beim Hamburger SV abgelaufen ist. Trotz Investitionen von rund 26 Millionen Euro ziert das Bundesliga-Urgestein HSV nach drei Spieltagen ohne Tor und mit nur einem Punkt das Tabellenende. Zudem fehlte Slomka der absolute Rückhalt in der Mannschaft. Grund genug für die HSV-Bosse, die Reißleine zu ziehen. Nun soll und muss schnell ein neuer Trainer her.
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32 Leserkommentare

Brandy888
Beitrag melden
17.09.2014 | 12:13

@suedwester30: soso, Maxim aus der eigenen Jugend des VfB. Das solltest Du vielleicht nochmal richtig [...]
suedwester30
Beitrag melden
16.09.2014 | 12:40

Hamburger SchlussVerkauf

Die Entlassung Slomkas überrascht so sehr wie die neuerlichen Anschuldigungen gegenüber der Deutschen [...]
Sokrates266
Beitrag melden
16.09.2014 | 11:52

Endlich ist er weg ... Trainer Erfolglos

wenn man liest bzw. hört wie er seinen Abgang provoziert hat, wurde es endlich Zeit. Seinen Spieler [...]
Marwo
Beitrag melden
16.09.2014 | 11:48

Der 'Hamburger Wahnsinn' oder: HSV, Masters of Desasters

Ich war noch nie HSV-Fan, doch was sich der HSV seit Jahren mit seinen Trainern leistet, ist nicht nur [...]
H2-Hamburg
Beitrag melden
16.09.2014 | 10:58

Demontage mit Ansage

Bei einer nach der letzten Saison ohnehin verunsicherten Mannschaft incl. Trainer, hätte es ein klares [...]

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zum Thema

weitere Infos zu Slomka

Vorname:Mirko
Nachname:Slomka
Nation: Deutschland

Vereinsdaten

Vereinsname:Hamburger SV
Gründungsdatum:29.09.1887
Mitglieder:75.722 (01.07.2016)
Vereinsfarben:Blau-Weiß-Schwarz
Anschrift:Sylvesterallee 7
22525 Hamburg
Telefon: (040) 41551887
Telefax: (040) 41551234
E-Mail: info@hsv.de
Internet:http://www.hsv.de


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