Zur Loginbox springen Zur Navigation springen Zum Inhalt springen
Nicht registriert?
12.09.2014, 12:51

Hannover: Getafe-Spieler hatte Angebot öffentlich gemacht

Fall Pedro Leon: Getafe veröffentlicht 96-Stellungnahme

Der Ärger zwischen Pedro Leon und dem FC Getafe zieht seine Kreise inzwischen bis in die Bundesliga. Um seinen Klub-Präsidenten Angel Torres Lügen zu strafen, hatte der 27-jährige Spanier in der Nacht zum Donnerstag auf Twitter einen Brief der Niedersachsen veröffentlicht, mit dem Hannover ein schriftliches Angebot von einer Million Euro hinterlegt zu haben glaubte. Der FC Getafe reagierte am Freitag und veröffentlichte seinerseits ein aktuelles Schreiben der Niedersachsen.

Pedro Leon
Zog sich den Ärger Hannovers zu: Getafes Streitobjekt Pedro Leon.
© imagoZoomansicht

Hannovers Manager Dirk Dufner bestätigte die Echtheit des von Pedro Leon gezeigten Dokuments. Wie Mediendirektor Alex Jacob aber erklärte, habe der "Transfer nicht funktioniert", die Personalie sei seriös abgearbeitet worden.

Hintergrund des Streits: Der Spieler ist sauer, weil er als Topverdiener Getafes in der aktuellen Saison nicht spielen darf, da der Klub aus dem madrilenischen Vorort mit seinem Gehalt sonst die Gehaltsobergrenze sprengen würde. Das spanische Financial Fair Play sieht vor, dass nur 70 Prozent des Etats in Spielergehälter fließen dürfen. Getafe-Präsident Torres hatte den Spieler aber auch nicht verkauft und behauptet, es habe kein Angebot gegeben. Vielmehr erklärte er: "Sollten Pedro Leon, seine Anwälte oder Berater nachweisen, dass ein Angebot für ihr vorgelegen hat, werde ich mich aus dem Fußballgeschäft zurückziehen." Dafür wollte Leon mit der Offerte der Niedersachsen offenbar Sorge tragen. Torres entgegnete daraufhin, dieses Schreiben hätte Getafes Schreibtisch niemals erreicht.

Das Vorgehen Leons brachte naturgemäß die Hannoveraner auf die Palme. "Wir wurden benutzt", schimpfte Dufner gegenüber der Bild-Zeitung und warf Leon "schlechten Stil" vor. Kind wetterte: "So etwas habe ich noch nie erlebt. Wir sind hier Opfer, wurden missbraucht." Dufner hatte seinerzeit die Anfrage an Leons Berater geschickt, der sie an Getafe weiterleiten sollte. "Als Konsequenz aus dieser Geschichte werden wir die Angebote nur noch direkt an die Vereine schicken", zog Kind die Konsequenzen.

Nächste Stufe: Getafe veröffentlicht 96-Schreiben

In einem Schreiben an Getafe stellte Hannover 96 den Sachverhalt noch einmal detailliert dar - das Schreiben wurde von den Spaniern am Freitag prompt auf der eigenen Website veröffentlicht. Der Spieler sei den Hannoveranern von einem deutschen Agenten angeboten worden, der ein schriftliches Angebot direkt an Getafe empfohlen habe. Dieses sei gemäß der FIFA-Statuten mit Datum vom 23. Juli 2014 und an Präsident Torres gerichtet erstellt worden und zur Weiterleitung an den auch namentlich genannten Agenten weitergegeben worden. Dieser habe nur Stunden später die Weiterleitung des Angebots an Getafe bestätigt. Da man keine Rückmeldung erhalten habe und inzwischen die für Pedro Leon in Frage kommende Position auch anderweitig besetzen konnte, habe man die Angelegenheit nicht weiter verfolgt.

 
Seite versenden
zum Thema

weitere Infos zu Pedro Leon

Vorname:Pedro Leon
Nachname:Sanchez Gil
Nation: Spanien
Verein:SD Eibar
Geboren am:24.11.1986

Vereinsdaten

Vereinsname:FC Getafe
Gründungsdatum:01.08.1983
Vereinsfarben:Blau-Weiß
Anschrift:Getafe Club de Fútbol
Avenida Teresa de Calcuta s/n
28903 Getafe
Telefon: 00 34 - 91 - 6 95 97 71
Telefax: 00 34 - 91 - 6 81 12 12
Internet:http://www.getafecf.com/

Vereinsdaten

Vereinsname:Hannover 96
Gründungsdatum:12.04.1896
Mitglieder:20.500 (01.07.2016)
Vereinsfarben:Schwarz-Weiß-Grün
Anschrift:Robert-Enke-Straße 1
30169 Hannover
Telefon: (05 11) 96 90 0 96
Telefax: (05 11) 96 90 0 796
E-Mail: info@hannover96.de
Internet:http://www.hannover96.de