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01.09.2014, 12:30

Hoffenheim: Volland kuriert seine Rückenschmerzen aus

Kims Fehlen zwingt Gisdol zu Umstellungen

Fast eine Stunde lang hatte die TSG Hoffenheim beim 1:1 Gegner Werder Bremen im Griff, führte dank des Traumtors von Roberto Firmino mit 1:0. Doch nach dem Ausgleich geriet das Gesamtgefüge gehörig ins Wanken, hielt dem Bremer Sturmlauf letztendlich nur mit viel Mühe und Glück stand. Zwei Wochen hat TSG-Coach Markus Gisdol in der Länderspielpause nun Zeit, den an alte Zeiten erinnernden Einbruch zu analysieren.

Markus Gisdol und David Abraham
Gegen Bremen schickte TSG-Coach Markus Gisdol zuletzt David Abraham auf die rechte Seite.
© imagoZoomansicht

"Es ist immer schwer, in Bremen zu spielen", vermied Gisdol nach dem Spiel allzu kritische Worte. Einmal mehr konnten die Kraichgauer den Bann an der Weser, wo sie noch nie gewonnen haben, nicht brechen. Trotz des am Ende schmeichelhaften Remis stellte Gisdol aber die positiven Aspekte heraus: "Unterm Strich geht der Punktgewinn in Ordnung, über weite Strecken haben wir vieles gut gemacht", so der 45-Jährige.

Dieses Fazit betraf besonders die erste Hälfte, nach dem Seitenwechsel war von dominanten Hoffenheimern nichts mehr zu sehen. "Wir haben in der zweiten Halbzeit komplett den Faden verloren", gestand Kevin Volland selbstkritisch ein. "Irgendwie hatten wir nicht mehr die Kraft, dicht am Gegner dranzubleiben", so der U-21-Nationalspieler, der wegen seiner andauernden Rückenschmerzen DFB-Trainer Horst Hrubesch für die beiden abschließenden EM-Qualifikationsspiele gegen Irland am kommenden Freitag sowie vier Tage später gegen Rumänien absagen musste.

Von der bevorzugten Linie, die meisten Situationen spielerisch zu lösen, verabschiedete sich Hoffenheim in Durchgang zwei und probierte es eher mit rustikalen Mitteln. "Leider haben wir die Bremer Art Fußball zu spielen angenommen und es manchmal mit der Brechtstange probiert. So viele lange Bälle sind eigentlich nicht unser Spiel", sagte der neue "Sicherheitsbeauftragte" Ermin Bicakcic.

Dass die Hoffenheimer Hintermannschaft nach dem Ausgleich gehörig ins Schwimmen geriet, könnte allerdings auch dadurch zu erklären sein, dass Gisdol in der Defensive zu Umstellungen gezwungen war. Denn auf links fehlte der Südkoreaner Jin-Su Kim, der sich beim 2:0 gegen Augsburg eine Schulterverletzung zugezogen hatte. So rückte Andreas Beck auf die linke Außenbahn, wo er aber weit weniger effektiv ist, als auf rechts. Dort musste in Bremen mit Tobias Strobl kein hauptamtlicher Rechtsverteidiger aushelfen. Und nach dem durch Adduktorenprobleme erzwungenen Aus des 24-Jährigen fand sich mit David Abraham ein Innenverteidiger auf dieser Position wieder.

Gisdol wird auch in den kommenden Wochen zum Improvisieren gezwungen sein. Denn Linksverteidiger Kim weilt in den kommenden Wochen bei der Nationalmannschaft Südkoreas. Die Taeguk Warriors nehmen an den Asienspielen teil, je nachdem, wie weit die favorisierten Gastgeber kommen, könnte Kim bis zum 7. Spieltag fehlen. Damit wäre Gisdol bis Mitte Oktober zu "1-b-Lösungen" gezwungen.

 
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weitere Infos zu J.-S. Kim

Vorname:Jin-Su
Nachname:Kim
Nation: Südkorea
Verein:Jeonbuk Hyundai
Geboren am:13.06.1992


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