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09.04.2014, 14:02

Hopfner bezichtigt den BVB-Boss, gelogen zu haben

Watzke wehrt sich: "Wir haben kein Glaubwürdigkeitsdefizit"

Zwischen dem FC Bayern München und Borussia Dortmund fliegen die Fetzen - genauer gesagt zwischen BVB-Boss Hans-Joachim Watzke und dem designierten Bayern-Präsidenten Karl Hopfner. Hintergrund ist ein Darlehen über zwei Millionen Euro von 2004, das die Münchner den damals finanziell angeschlagenen Dortmundern gewährt hatten. Gegenüber dem kicker hat Watzke sich nun gegen die jüngsten Aussagen Hopfners zur Wehr gesetzt.

Hans-Joachim Watzke
"Die Bayern haben keinen Beitrag zur BVB-Rettung geleistet": Hans-Joachim Watzke schlägt gegen Karl Hopfner zurück.
© imagoZoomansicht

In einem Interview mit dem kicker (Donnerstagsausgabe) hat der Dortmunder Boss gegen die Behauptungen des Bayern-Funktionärs Stellung bezogen. Wörtlich sagte er: "Ich bleibe bei meiner Kernaussage, auf die Herr Hopfner nicht eingegangen ist. Der FC Bayern hat keinen Beitrag zur Rettung von Borussia Dortmund im Frühjahr 2005 geleistet. Wir haben dieses Darlehen, das damals wie von Zauberhand und sicher nicht von ungefähr an die Öffentlichkeit gelangte, sehr zeitnah restlos zurückgeführt. Die letzte Rate wurde am 6. Juni 2005 in meiner Amtszeit beglichen. Der Zinssatz war in der Tat niedriger als ich ihn irrtümlicherweise in einer spontanen Reaktion auf eine Frage angegeben habe. Ich kann ehrlich gesagt mit Blick auf unsere Geschichte und die Vita der handelnden Personen allerdings in keiner Weise erkennen, dass Borussia Dortmunds Verantwortliche - im Vergleich mit denen des FC Bayern München - ein Glaubwürdigkeitsdefizit aufweisen würden."

Streitpunkt ist ein Darlehen über insgesamt zwei Millionen Euro, das die Münchner den finanziell angeschlagenen Dortmundern im Jahr 2004 gewährt hatten. Watzke hatte in einem früheren Interview erklärt, der BVB habe dafür acht Prozent Zinsen zahlen müssen. "Um es sehr vorsichtig auszudrücken: Was Herr Watzke da behauptet hat, ist die absolute Unwahrheit", sagte Hopfner, der im Mai zum Nachfolger von Uli Hoeneß als Bayern-Präsident gewählt werden soll, via Sport Bild. Die Münchner sollen den Westfalen ein zinsloses Darlehen von 1,5 Millionen Euro gewährt haben, die restlichen 500.000 Euro sollen nicht zurückbezahlt, sondern unter anderem beim Transfer von Torsten Frings zu den Bayern im Sommer 2004 verrechnet worden sein.

Unter Berufung auf die angebliche achtprozentige Verzinsung hatte Watzke in einem Interview gesagt, Hoeneß könne nicht als "Mutter Teresa" bezeichnet werden. Hopfner stufte diese Kommentare als "äußerst diskreditierend" und "beschämend" ein. Mit der fiktiven Figur des "Baron Münchhausen" wollte er den BVB-Geschäftsführer aber nicht vergleichen. "Eine Unwahrheit bleibt eine Unwahrheit. Den Baron von Münchhausen sehe ich da schon als eine andere Figur. Damit wäre Herrn Watzke ja noch geschmeichelt. Und das will ich in diesem Falle absolut vermeiden."


Das komplette Interview mit BVB-Boss Hans-Joachim Watzke lesen Sie am Donnerstag im kicker.

 
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