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16.12.2013, 14:37

Hannover: Slomkas Bewährungschance in Freiburg

Kind stoppt Dufner - wegen Slomka?

Am Samstag holte Hannover 96 gegen den 1. FC Nürnberg ein 0:3 zur Pause noch auf und belohnte sich mit einem Zähler beim 3:3-Remis gegen die weiterhin sieglosen Franken. Nach dem Spiel war die Aufregung groß, weil Schiedsrichter Kinhöfer die 96er beim zweiten Treffer maßgeblich begünstigte und so ein wenig von den Problemen der Niedersachsen ablenkte. Geringer geworden sind diese dadurch aber keineswegs, auch wenn das Unentschieden zunächst wie ein gefühlter Sieg daherkam.

Muss sich mit seinem Team in Freiburg bewähren: 96-Coach Mirko Slomka.
Muss sich mit seinem Team in Freiburg bewähren: 96-Coach Mirko Slomka.
© Getty ImagesZoomansicht

Bei nüchterner Betrachtung, also ohne die emotionale Seite des Wahnsinns-Finish vom Samstag, stellt sich die Lage in Hannover wie folgt dar: konfus, kurios, phasenweise desaströs, furios - und zu guter Letzt diffus, vor allem was die Personalie Mirko Slomka angeht.

Zum Sportlichen: 96 bot über weite Strecken ein einziges Bild des Schreckens. Verunsicherung pur nach dem 0:1-Rückstand, Fehler im Aufbau- und Passspiel, Unsicherheiten in der Abwehr um die als Stabilisatoren geholten Marcelo und Salif Sané, die sogar auf den bisher stabilen Torhüter Ron-Robert Zieler ausstrahlten, persönliche und mannschaftstaktische Mängel. Slomka reagierte in der Halbzeit richtig, brachte Leonardo Bittencourt und appellierte an das große Ganze: Es gehe nicht um ihn, sondern um Hannover, so der eingewechselte Mittelfeldspieler. Der Coach sagte hernach, dass sein Team "großartige Charakterstärke" gezeigt habe und "dass man fighten kann".

Unter dem Strich bleibt der Punkt gegen den Club zu wenig. Oder, wie Manager Dirk Dufner es formulierte: "So zurückzukommen ist schön, aber wir müssen es richtig einordnen: Wir haben zu Hause nur unentschieden gespielt, gegen Nürnberg." Gegen den sieglosen Abstiegskandidaten.

Das würde den Blick verklären für die Situation, die wir seit Wochen und Monaten, für mich schon im Januar beginnend, beobachten.Klub-Boss Martin Kind über die erfolgreiche Aufholjagd gegen Nürnberg

Von allem zu wenig, für das, was die Hannoveraner als ihre Ansprüche betrachten. Das bedeutet auch, dass eine vielleicht abschließende negative Beurteilung der Arbeit Slomkas schwierig ist und bleibt. Das "Desaster mit Happy End" vom Samstag wirkt emotional, taugt für Martin Kind jedoch wiederum auch nicht zur Hoffnung. "Das", so der Klubboss, "würde den Blick verklären für die Situation, die wir seit Wochen und Monaten, für mich schon im Januar beginnend, beobachten."

Immerhin kann Hannover unter Slomka zum Jahresabschluss in Freiburg einen couragierten Auftritt zeigen, vielleicht sogar erstmals auswärts einen Erfolg einfahren in dieser Hinrunde. Für den Trainer ist dieses Spiel bei den zuhause noch sieglosen Breisgauern eine weitere Bewährungschance.

Allerdings mehren sich zugleich die Anzeichen, dass Vereinsboss Kind einen Neuanfang auf der Trainerposition ins Auge fasst. Bekenntnisse dazu, dass der Coach die Mannschaft auch in der Rückrunde betreut, bleiben aus. Kind ausweichend: "Wir werden Ruhe bewahren und anschließend gemeinsam die Hinrunde analysieren." Sofortmaßnahme jedoch: Laufende Transferaktivitäten für die Winterpause wurden eingefroren. "Ich habe Herrn Dufner gebeten, mögliche Entscheidungen diese und nächste Woche aufzuschieben." Weil ein anderer Trainer auch andere personelle Vorstellungen mitbringen würde?

 
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weitere Infos zu Slomka

Vorname:Mirko
Nachname:Slomka
Nation: Deutschland
Verein:Hamburger SV