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11.05.2013, 21:25

Düsseldorf: Bangen um Lambertz - Levels gesperrt

Bellinghausen ist zum Heulen zumute

Als der Schlusspfiff ertönte, sanken elf Düsseldorfer auf den Rasen, die ansonsten so stimmgewaltigen Fortuna-Fans mussten die Siegesgesänge ihren Nürnberger Kontrahenten überlassen und in den Gesichtern der Verantwortlichen mischten sich Wut und Fassungslosigkeit. Das 1:2 gegen den Club sorgte für Sprachlosigkeit beim Aufsteiger, nur langsam fanden die Darsteller zu Worten zurück.

Axel Bellinghausen
Verzweiflung, Wut, Fassungslosigkeit: Düsseldorfs Axel Bellinghausen nach dem 1:2 gegen Nürnberg.
© picture allianceZoomansicht

Am drastischsten formulierte es Oliver Fink: "Sieg oder Sarg. Wir müssen den Nagel jetzt endlich mal aus dem Sarg hauen!", sagte der Mittelfeldspieler von Fortuna Düsseldorf nach dem beinahe "tödlichen" 1:2 (1:0) gegen den 1. FC Nürnberg. Durch die nicht einkalkulierte Niederlage regiert weiterhin das Abstiegsgespenst, nur wegen der besseren Tordifferenz sind die Fortunen noch vor dem FC Augsburg notiert. Der Existenzkampf verlängert sich bis zur allerletzten Sekunde.

Dabei sah es zunächst so aus, als könnten die Rheinländer den entscheidenden Punch gegen die Franken setzen. Diese halfen in Person von Hanno Balitsch sogar dabei noch mit, dem Routinier unterlief in der 23. Minute ein nicht alltägliches Eigentor.

Arschbacken zusammenkneifen und durch.Axel Bellinghausen über das "Endspiel" in Hannover

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Doch die Düsseldorfer verpassten es, gegen einen personell gebeutelten Gegner nachzulegen. Dies sollte sich in Hälfte zwei rächen. Der Club wurde minütlich stärker, während bei Düsseldorf die Angst für Blei in den Beinen sorgte. Mak (58.) und Plattenhardt (64.) mit einem sehenswerten Freistoß trafen die Fortunen dann mitten ins Mark.

"Das Schlimme ist, dass wir den Sack heute hätten zumachen können", bilanzierte Andreas Lambertz mit versteinerter Miene nach der Partie. "Das ist alles Scheiße im Moment, zum Heulen", klagte Axel Bellinghausen, "aber eine Chance haben wir noch. Ein Spiel. Arschbacken zusammenkneifen und durch."

Auf die Verantwortlichen wartet in den folgenden Tagen jede Menge Arbeit. Sich für das Endspiel in Hannover "gerade zu machen", wieder aufzurichten, wie Wolf Werner forderte, wird immer schwieriger, dieser Aufgabe ist sich der Manager bewusst. "Das Spiel hat keine Hoffnung gegeben, wir müssen uns um einhundert Prozent verbessern", wählte Werner drastische Worte, "wir müssen kreativ sein, uns etwas einfallen lassen, wie wir die Köpfe der Spieler erreichen."

Trainer Norbert Meier weiß bereits, worauf es in einer Woche in Hannover ankommt: "Wir brauchen echte Kerle", forderte er, im Sky-Interview fügte er hinzu: "Elf Helden, die jetzt die Kiste aus dem Dreck holen."

Fragezeichen hinter Lambertz - Levels und Balogun fallen aus

Ein solcher ist auf jeden Fall Lambertz. Der Kapitän ist in Düsseldorf bereits Legende, hält seit zehn Jahren in jeder Liga die Knochen für seine Fortuna hin. Auch gegen Nürnberg marschierte er vorneweg, doch dann musste er in der Kabine bleiben. In Hälfte eins sei "die alte Oberschenkelverletzung aufgebrochen, der Muskel hinten hat zugemacht", erklärte Lambertz. Ob er in Hannover werde spielen könne, wisse er noch nicht.

Ein Ausfall des Kapitäns würde Düsseldorf schwer treffen, definitiv verzichten muss Meier auf Tobias Levels. Der Außenverteidiger sah gegen den Club seine 5. Gelbe Karte, das letzte reguläre Spiel der Saison findet ohne ihn statt. Da auch sein Stellvertreter Leon Balogun wegen eines Muskelfaserrisses weiterhin ausfällt, hat Meier ein Problem auf der Außenposition: "Wir werden uns einen Rechtsverteidiger schnitzen müssen", sagte er nicht ohne einen Schuss Ironie.

11.05.13
 

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