Frankfurt: Nach den neuen Krawallen
"Ein Punktabzug wird nicht erwogen"
Eintracht Frankfurt droht trotz des Fehlverhaltens einiger Fans am Samstag im Auswärtsspiel bei Bayer Leverkusen (1:3) kein Punktabzug. Dieser werde "aus grundsätzlichen Überlegungen nicht erwogen, weil man mit einem Urteil wegen Zuschauer-Ausschreitungen nicht in den sportlichen Wettbewerb eingreifen will", sagte Hans E. Lorenz, der Vorsitzende des DFB-Sportgerichts, dem kicker.

Spielunterbrechung: Wolfgang Stark führt die Mannschaften auf Grund der Krawalle im Eintracht-Block vom Feld.
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Ein Umdenken in dieser Hinsicht sei auch "nicht beabsichtigt". Die Eintracht muss jedoch eine hohe Geldstrafe befürchten, außerdem droht ein Geisterspiel, weil Frankfurter Fans immer wieder auffällig geworden sind.
Am Samstag hatten sie in der BayArena Silvesterraketen aus ihrem Block geschossen und Bengalische Feuer abgebrannt, was zu einer siebenminütigen Spielunterbrechung führte.
Die Summe an Strafen wird also weiter anwachsen, seit 2002 waren es schon 473.500 Euro. Allein für fünf Fälle der laufenden Spielzeit kamen schon 100.000 Euro zusammen. Hinzu kommen entgangene Einnahmen wegen Zuschauerteilausschlusses im ersten Punktspiel der aktuellen Saison.
Ultras distanzieren sich von Chaoten
Die Ultras von Eintracht Frankfurt haben sich inzwischen von den Vorfällen in Leverkusen distanziert. "Unsere allgemeine Einstellung zu Pyrotechnik dürfte hinlänglich bekannt sein, wir verzichten daher an dieser Stelle auf langwierige Ausführungen", heißt es in einer Erklärung auf der Website der Fan-Gruppierung.
"Wir möchten aber alle Eintrachtfans darüber informieren, dass das Zünden von Böllern, das Schmeißen von Bengalos und das Abschießen von Leuchtspur, insbesondere auch noch auf Spieler, nicht unsere Unterstützung findet."
Video zum Themakicker.tv Hintergrund- 21.01., 16:55 Uhr
Veh verärgert: "Geisterspiele? Wer will denn sowas?"
Böller und Raketen: Am Samstag in Leverkusen benahmen sich zum wiederholten Male einige Eintracht-Frankfurt-Anhänger daneben. Eine herbe Strafe droht, doch Trainer Armin Veh glaubt nicht an den Nutzen von Geisterspielen - und warnt vor Hysterie.
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