Nach erfolgreichen Jahren beim FC Basel war Xhaka im Sommer für rund 8,5 Millionen Euro nach Mönchengladbach gewechselt. Zu Saisonbeginn lief es für den 20-Jährigen alles andere als rund. Die erste Minikrise seiner Laufbahn sei für ihn etwas Neues gewesen, sagte Xhaka im Interview mit dem in Zürich beheimateten "Tages-Anzeiger": "Das war für mich etwas Neues. Mein Denken ist halt nicht das gleiche wie jenes in Mönchengladbach. Nach meiner Ankunft hörte ich oft von den neuen Kollegen: 'Wir müssen hoffen, dass wir nicht absteigen.' Ich dachte: Was ist das für eine Mentalität? Das kannte ich von Basel her nicht, da ging es nur ums Siegen."
Seine forsche Art wolle er weiterhin nicht ändern, erklärte Xhaka. Genauso wenig wie sein Denken: "Ich überlege mir, wie ich ein Spiel gewinnen kann, und nicht, wie ich es nicht verlieren kann."
„Nicht einmal meine Eltern gehen mit mir um, wie er es getan hat.“Xhaka über die Auseinandersetzung mit Marc-André ter Stegen
Außerdem äußerte sich der Mittelfeldspieler noch einmal zur Auseinandersetzung mit Torhüter Marc-André ter Stegen in der Pause des Europa-League-Spiels gegen Fenerbahce Istanbul (2:4) vergangenen Donnerstag. "Nicht einmal meine Eltern gehen mit mir um, wie er es getan hat", sagte Xhaka: "Er ist gleich alt wie ich, und ich lasse mir nicht alles gefallen. Ich dachte: Bin ich im falschen Film?" Bei einer Aussprache am folgenden Tag habe er deutlich gemacht, dass er sich nicht alles gefallen lasse.
Sein Traum sei es im Übrigen, einmal in England zu spielen, gab Xhaka an: "Dieser Fußball passt zu mir, die Premier League reizt mich wahnsinnig. Auch wenn es Stoke City ist."
Noch mehr Geld als für Xhaka, 13 Millionen Euro, gab Mönchengladbach im Sommer für Luuk de Jong aus. Auch der 22-Jährige, der in der Vorsaison für Twente 25 Tore erzielte, hatte zunächst Anlaufschwierigkeiten. Gegen Fenerbahce und Frankfurt gelang dem Niederländer nun aber jeweils ein Treffer. An seiner Entscheidung für Gladbach hat de Jong aber ohnehin nie gezweifelt: "Ich habe meinen Wechsel zur Borussia nie bereut. Keine Sekunde", sagte er im kicker-Interview: "Irgendwann kommt dann der Punkt, an dem es läuft. Für uns alle."
Im "Interview der Woche" spricht Luuk de Jong über die Wende zum Guten, die Unterschiede zwischen Eredivisie und Bundesliga, Starstatus, Reus-Vergleich und die Millionenablöse. Das komplette Interview finden Sie in der aktuellen Donnerstag-Ausgabe des kicker-Sportmagazin.
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