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23.11.2009, 14:15

VfL Wolfsburg: Innenverteidiger kommt im Winter

Veh schimpft und sucht nach Lösungen

Am Ende war Armin Veh (48) völlig erschöpft. Der Schweiß stand dem Trainer auf der Stirn, als er nach Worten suchte für diese Nachspielzeit-Pleite. Er schimpfte: "Da muss man auch mal den Kopf einschalten." Die Schlussphase hatte der Coach, ganz untypisch für ihn, an der Seitenlinie verbracht, er versuchte auf seine Spieler einzuwirken.

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VfL Wolfsburg: Trainer Armin Veh
Seine Anweisungen wurden nicht erhört: Wolfsburgs Trainer Armin Veh dirigierte vergebens.
© picture alliance Zoomansicht

Immer wieder schrie er aufs Feld, wünschte sich bei Eckbällen seines Teams eine bessere Absicherung. Doch die Spieler hörten nicht. Die Gier nach dem Sieg, sicherlich nicht die schlechteste Eigenschaft, wurde dem Meister gegen den 1. FC Nürnberg zum Verhängnis.

Dass der VfL beim Versuch, ein Spiel mit der Brechstange zu gewin- nen, einmal ausgekontert wird, das kommt vor. Viel größere Sorgen macht dem Trainer jedoch das gesamte Defensivverhalten seiner Elf, die gemessen am Auftreten und der Gegentoranzahl (23!) wie ein Abstiegskandidat daherkommt. Sascha Riether (26), gegen den Club noch Wolfsburgs Bester, brachte es auf den Punkt: "Wir vernachlässigen die Defensive." Das sei nicht nur die Schuld der Abwehr, "wir hatten auch Riesenlöcher im Mittelfeld". Veh ist dabei, nach Lösungen zu suchen.

In der Abwehr: Ein neuer Innenverteidiger soll im Winter kommen, das steht fest. Dieser Mann soll einen deutlichen Qualitätssprung im Vergleich zum vorhandenen Personal darstellen. Den sehen die VfL-Macher jedoch nicht beim angebotenen Schweizer Philippe Senderos (24, FC Arsenal), auch bei Schalkes Benedikt Höwedes (21) bestehen offenbar Zweifel. Dessen Berater Volker Struth sagt: "Es gab vor einigen Wochen ein reines Informations-Gespräch, seitdem habe ich aus Wolfsburg nichts mehr gehört."

Im Mittelfeld: Zu gerne würde Veh Rechtsverteidiger Riether ins Mittelfeld vorschieben, doch ihn benötigt er hinten. Die offensiv besetzte Raute präsentierte sich gegen Nürnberg wiederholt defensivschwach, Neuzugang Thomas Kahlenberg (26) ging unter. Wenn schon nicht Riether, so hieße die defensivere, aber auch nicht optimale Lösung: Makoto Hasebe (25).

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