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19.11.2009, 11:34

Dortmund: Ausgerechnet gegen den Ex-Klub

Feulner winkt die ersehnte Chance

Ob er Mainz und der vielleicht schönsten Zeit seiner Karriere bisweilen nachtrauert? Dem Aufstieg, dem Märchen, das jetzt in Liga eins seine Fortsetzung findet? "Überhaupt nicht", behauptet Markus Feulner (27), "ich habe mich im Sommer ganz bewusst für Dortmund entschieden. Ich wollte den nächsten Schritt von einem kleinen Verein zu einem richtig großen, etablierten Bundesligisten gehen."

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Fußball, Bundesliga: Markus Feulner steht beim BVB vor seiner Bewährungschance - gegen den Ex-Klub Mainz.
Bewährungschance gegen den Ex-Klub: Markus Feulner darf gegen Mainz auf sein Startelf-Debüt hoffen.
© imago Zoomansicht

Der Haken bei der Sache: Feulner musste sich nach den drei Jahren bei Mainz 05 in Dortmund hinten anstellen. Der König der 2. Liga (7 Tore, 15 Assists in der vergangenen Saison) wurde zum Bettelmann der Borussia (nur 52 Einsatzminuten in der laufenden Serie).

"Damit musste ich rechnen", sagt Feulner dem kicker, "die BVB-Mannschaft hat funktioniert und in der Rückrunde eine Superserie gespielt. Da muss man sich ranarbeiten und Geduld haben." Das klingt nach Verständnis für die Personalpolitik des Trainers und nach innerer Balance, doch es existieren auch Aussagen von Feulner, die auf zunehmende Ungeduld hindeuten und in unverhohlene Forderungen münden - endlich einmal von Beginn an zu spielen.

Fußball, Bundesliga: Markus Feulner steht vor seinem Startelf-Debüt.
Schuhe an und raus: Markus Feulner steht vor seinem Startelf-Debüt.
© imago Zoomansicht

Gegen Hertha BSC (2:0, 30. Oktober) war der Mittelfeld-Allrounder erstmals für die Startelf vorgesehen, Jürgen Klopp hatte ihm einen Platz im linken Mittelfeld reserviert, aber dann schlich sich in Feulners Körper ein Infekt mit Fieber und Schüttelfrost, aus der Traum. Damals spendete der Trainer Trost: "Markus wird seine Chance kriegen."

"Ich bin nach wie vor überzeugt, dass ich meine Qualitäten hier einbringen, der Mannschaft weiterhelfen und mich beim BVB durchsetzen kann". Markus Feulner

Ausgerechnet gegen Mainz könnte Feulners Stunde nun schlagen. Vor der Abwehr, wo er sich am wohlsten fühlt, weil er das Spiel dann vor sich hat und seine Qualitäten (Balleroberung, Zweikampfstärke, Schnelligkeit) am besten einsetzen kann, herrscht eine Vakanz bei der erheblich dezimierten Borussia, in der offensiven Dreier-Reihe davor womöglich auch. Feulner, der am Dienstag einer von nur drei (!) trainingsfitten Feldspielern war, ist bereit, in die Bresche zu springen. Er sei "nach wie vor überzeugt, dass ich meine Qualitäten hier einbringen, der Mannschaft weiterhelfen und mich beim BVB durchsetzen kann". Kämpferischer Nachsatz: "Auch wenn alle gesund sind."

Thomas Hennecke

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Fairplay-Tabelle: Frankfurt mit 2 Platzverweisen

Zwei Platzverweise für eine Mannschaft in einem Spiel gab es in der laufenden Saison zum ersten Mal. Der Eintracht passierte dies zuletzt am 27. 8. 2006 beim 1:1 in Mainz. Seinerzeit war für Spycher (Gelb-Rot) und Vasoski (Rot) das Spiel vorzeitig beendet.
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