Dortmund: Ausgerechnet gegen den Ex-Klub
Feulner winkt die ersehnte Chance
Der Haken bei der Sache: Feulner musste sich nach den drei Jahren bei Mainz 05 in Dortmund hinten anstellen. Der König der 2. Liga (7 Tore, 15 Assists in der vergangenen Saison) wurde zum Bettelmann der Borussia (nur 52 Einsatzminuten in der laufenden Serie).
"Damit musste ich rechnen", sagt Feulner dem kicker, "die BVB-Mannschaft hat funktioniert und in der Rückrunde eine Superserie gespielt. Da muss man sich ranarbeiten und Geduld haben." Das klingt nach Verständnis für die Personalpolitik des Trainers und nach innerer Balance, doch es existieren auch Aussagen von Feulner, die auf zunehmende Ungeduld hindeuten und in unverhohlene Forderungen münden - endlich einmal von Beginn an zu spielen.
Gegen Hertha BSC (2:0, 30. Oktober) war der Mittelfeld-Allrounder erstmals für die Startelf vorgesehen, Jürgen Klopp hatte ihm einen Platz im linken Mittelfeld reserviert, aber dann schlich sich in Feulners Körper ein Infekt mit Fieber und Schüttelfrost, aus der Traum. Damals spendete der Trainer Trost: "Markus wird seine Chance kriegen."
"Ich bin nach wie vor überzeugt, dass ich meine Qualitäten hier einbringen, der Mannschaft weiterhelfen und mich beim BVB durchsetzen kann". Markus Feulner
Ausgerechnet gegen Mainz könnte Feulners Stunde nun schlagen. Vor der Abwehr, wo er sich am wohlsten fühlt, weil er das Spiel dann vor sich hat und seine Qualitäten (Balleroberung, Zweikampfstärke, Schnelligkeit) am besten einsetzen kann, herrscht eine Vakanz bei der erheblich dezimierten Borussia, in der offensiven Dreier-Reihe davor womöglich auch. Feulner, der am Dienstag einer von nur drei (!) trainingsfitten Feldspielern war, ist bereit, in die Bresche zu springen. Er sei "nach wie vor überzeugt, dass ich meine Qualitäten hier einbringen, der Mannschaft weiterhelfen und mich beim BVB durchsetzen kann". Kämpferischer Nachsatz: "Auch wenn alle gesund sind."
Thomas Hennecke
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