Köln: Overath im Amt bestätigt
Mohamad bindet sich bis 2013
Youssef Mohamad bleibt dem 1. FC Köln per Vertrag also nun definitiv bis 2013 erhalten. Er bilde mit Pedro Geromel "das beste Innenverteidiger-Duo der Liga", meinte Overath euphorisch. Der Libanese Mohamad war 2007 vom SC Freiburg nach Köln gewechselt.
Der seit Juni 2004 als Präsident tätige 74er-Weltmeister Overath, der im Block mit seinen Vizepräsidenten Friedrich Neukirch und Jürgen Glowacz mit rund 98-prozentiger Zustimmung für eine weitere Amtszeit gewählt wurde, warb vor den 1698 Mitgliedern weiter für Geduld mit dem "neuen FC". Dieser steht zwar im Viertelfinale des DFB-Pokals, belegt in der Liga aber nur Rang 13 und überzeugte bislang selten. "Unser Weg, nach vorne zu kommen, braucht Zeit, Geduld und Glück", sagte Overath: "Das habe ich mir sicherlich leichter vorgestellt."
Wie Kölns Manager Michael Meier erklärte, seien Neuverpflichtungen im Winter "nicht geplant": "Es sei denn, es droht eine Situation einzutreten, bei der man fürchten muss, die Ziele zu verfehlen. Man habe eine Mannschaft, die im Vorjahr 39 Punkte geholt habe mit Spielern wie Lukas Podolski und Maniche verstärkt, "und das reicht aus unserer Sicht".
Meier war es auch, der für den energischsten Beitrag sorgte. Am Tag nach seinem 60. Geburtstag übte er in der Diskussion um die umstrittene 50+1-Regel harsche Kritik an Klubchef Martin Kind von Hannover 96. "Wer die Solidargemeinschaft der Bundesliga verlässt, hat in dieser Liga nichts zu suchen", sagte Meier. Kind will die Regel abschaffen. Sie verhindert, dass Investoren mehr als die Hälfte eines Klubs aufkaufen.
Die Kölner haben zudem das abgelaufene Geschäftsjahr 2008/09 mit einem kleinen Jahresüberschuss von 317.000 Euro beendet. Dieser wurde allerdings nur durch den laut Vize-Präsident Friedrich Neukirch wichtigen Verkauf der Catering-Rechte an eine Tochtergesellschaft für geschätzte sieben Millionen Euro erzielt.
Das positive Ergebnis sei "auf die Teilnahme am Spielbetrieb der Bundesliga zurückzuführen", ließ der Klub verlauten. Vor allem im Bereich der Werbeerlöse verzeichneten die Kölner mit 21,4 Millionen Euro einen Rekord. Allerdings fließen die zehn Millionen Euro Ablöse für Rückkehrer Lukas Podolski erst in die Kalkulation für die laufende Saison.
Die Spielzeit 2007/08 hatte der FC mit einem Minus von 2,27 Millionen Euro abgeschlossen, damals allerdings noch in der zweiten Liga gespielt. "Der FC ist ein wirtschaftlich solider Verein", sagte Neukirch.
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