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Bayer 04 Leverkusen

Bayer 04 Leverkusen

2
:
2

Halbzeitstand
1:1
RB Leipzig

RB Leipzig


BAYER 04 LEVERKUSEN
RB LEIPZIG
15.
30.
45.




60.
75.
90.















Leverkusen dreht in Unterzahl gegen Leipzig mächtig auf

Volland hat im Highlight-Film das letzte Wort

Alles, was dieses Duell im Vorfeld versprochen hatte, wurde eingehalten: Beim Kräftemessen zwischen Leverkusen und Leipzig am 12. Bundesliga-Spieltag waren etliche Highlights geboten. Ein Auszug: Neben den vier Toren beim 2:2 sollte es darüber hinaus auch Chancen, zwei Elfmeter und eine Rote Karte geben. Kurzum: Bayer und RB boten dem Publikum einen echten Augenschmaus.

Leon Bailey (links) und Kevin Volland
Leverkusener Torschützen unter sich: Leon Bailey (links) und Punktgarant Kevin Volland.
© imagoZoomansicht

Bayer-Trainer Heiko Herrlich, der mit seinem Team bis dato eine starke Heimbilanz vorzuweisen hatte (3/2/0), reagierte auf das 1:1 beim FC Augsburg von vor der Länderspielpause mit zwei personellen Wechseln: Mehmedi und Kohr starteten anstelle von Sven Bender (Rippenbrüche) und Baumgartlinger (Bank).

Leipzigs Coach Ralph Hasenhüttl rotierte nach dem knappen 2:1 über Hannover 96 derweil ganze fünfmal: Bernardo, Orban (zurück nach Rotsperre), Keita, Kampl und Forsberg durften anstelle von Klostermann, Upamecano, Laimer, Bruma und Poulsen (jeweils auf der Bank) von Beginn an ran. Die Maßnahmen waren auch darin begründet, dass Hasenhüttl im Vorfeld zugegeben hatte, dass das direkt bevorstehende Champions-League-Gastspiel in Monaco trotz Bundesliga ebenfalls bereits in seinem Gedankengut verankert war ("Dienstag ist nicht komplett uninteressant").

Auf Werner ist Verlass

Das Personal der Sachsen, das aufgeboten wurde, konnte sich natürlich trotzdem absolut sehen lassen - und machte von Anfang an Druck. Leverkusen dagegen, das in einem 3-4-2-1-System agierte, zog sich zurück, überließ den Gästen den Ball und lauerte selbst auf Konterchancen. Weil obendrein beide Teams verbissen in die Zweikämpfe schritten, passierte in den Strafräumen lange Zeit auf beiden Seiten eher wenig - wenngleich das Spiel aufgrund der zahlreichen technisch versierten Spieler ansehnlich war.

Als es dann einmal richtig schnell ging, passierte gleich etwas: Nach einem Steckpass von Werner auf Sabitzer kam der Österreicher im Strafraum mit etwas Glück an Gegenspieler Mehmedi vorbei. Der Schweizer hielt kurz am Trikot - und es gab zu Recht Elfmeter und auch keinen Videobeweis (12.). Nationalspieler Werner, der im Pokal-Achtelfinale gegen den FC Bayern München (4:5 n.E.) noch zum Pechvogel avanciert war, nahm sich der Sache an. Der Stürmer drosch die Kugel kraftvoll links ins Eck, Leno war in die andere Ecke unterwegs und hatte keine Chance (12.). Mit seinem Treffer ist der Nationalspieler nun in 41 Bundesliga-Spielen für die Roten Bullen an 35 Treffern (28 Tore, sieben Torvorlagen) direkt beteiligt.

Bailey macht's besser als Brandt

Die Werkself versteckte sich aber keineswegs an diesem Nachmittag vor heimischer Kulisse, die den Leipziger Kampl (53 Bundesliga-Spiele für Bayer) immer wieder mit Pfiffen bedachte: Bailey verzog aus spitzem Winkel (23.), Orban rettete in höchster Not (30.) - und Brandt vergab die Großchance frei vor Schlussmann Gulacsi (38.). Sei's drum, konnten die Rheinländer wenig später sagen - denn der Druck, den die Herrlich-Elf unmittelbar vor der Pause aufbaute, sollte sich bezahlt machen: Kohr steckte die Kugel perfekt in den Lauf von Bailey, der im Strafraum äußerst cool blieb und den Ball mit dem linken Außenrist am herauskommenden Keeper Gulacsi vorbeilegte - 1:1 (44.).

Diskussionen gab es im Leipziger Lager beim Gegentor aber auch, weil dem Treffer ein hartes Duell zwischen Aranguiz und Keita vorausgegangen war - an dessen Ende der Guineer am Boden liegen geblieben war. Leverkusen hatte aber weitergespielt, was durchaus nachvollziehbar war.

Henrichs steht im Mittelpunkt: Flanke, Rettung, Rot, Elfmeter

Timo Werner und Emil Forsberg
Leipziger Torgaranten: Timo Werner (links) und Emil Forsberg, die jeweils via Elfmeter trafen.
© imagoZoomansicht

Aus der Pause kam die Werkself mit Henrichs, der anstelle des Elfmeter-Verursachers Mehmedi nun mitwirkte - und direkt gefährlich in Szene trat: Der 20-Jährige fand Volland am Strafraum, der Kopfball des Stürmers zog haarscharf links am Tor vorbei. Keeper Gulacsi hätte keine Chance gehabt (49.). Henrichs rückte wenig später erneut in den Fokus, diesmal auf der anderen Seite: Erst rettete der 20-Jährige kurz vor der Linie sauber, ehe er beim zweiten Abschluss den rechten Arm zu Hilfe nahm, dafür zu Recht Rot sah und RB dementsprechend den zweiten Elfmeter an diesem Nachmittag bekam (52.). Dieses Mal trat Forsberg an - und verwandelte sicher ins Zentrum - 2:1 (54.).

Volland hat die Antwort

Geschockt? Niedergeschlagen? All das war Leverkusen im Anschluss nicht, die Herrlich-Elf ging nun volles Risiko, presste hoch und drückte aufs 2:2. Volland scheiterte in dieser Phase an Keeper Gulacsi, Havertz vergab aus bester Lage (jeweils 57.), während Halstenberg den Ball an die Hand bekam - es aber keinen Elfmeter oder Videobeweis gab (65.). Zwar zeigte sich zwischenzeitlich auch mal Sabitzer mit einem Leipziger Abschluss (71.), doch den Ton gab klar der Gastgeber an - und das sollte sich schließlich auch auszahlen: Nach einer flach in den Strafraum geschlagenen Ecke bekam RB den Ball nicht weg, sodass Lars Bender nachsetzen und die Kugel links an den Fünfmeterraum zu Volland drücken konnte. Der Stürmer schloss sehenswert in Seitenlage ab und knallte den Ball unhaltbar zum 2:2 ins Netz (74.).

In der Schlussphase einigten sich schließlich beide Teams auf das 2:2, da dem Gastgeber ein wenig die Kraft ausging und RB mit dem Remis trotzdem einen wichtigen Punkt im Kampf um Tabellenrang zwei einfuhr.

Leverkusen, das mit dem verdienten Punkt zu Hause ungeschlagen bleibt (3/3/0), ist am nächsten Samstagnachmittag bei Eintracht Frankfurt gefordert, die Leipziger erwarten in der Bundesliga ebenfalls am Samstagnachmittag den SV Werder Bremen. Bereits am Dienstag steht für die Sachsen in der Champions League das "Endspiel" bei der AS Monaco an.

1. Bundesliga, 2017/18, 12. Spieltag
Bayer 04 Leverkusen - RB Leipzig 2:2
Bayer 04 Leverkusen - RB Leipzig 2:2
Zweikampf

Leipzigs Naby Keita versucht Leverkusens Kai Havertz zu stoppen.
© imago

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Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Bayer 04 Leverkusen
Aufstellung:
Leno (4)    
L. Bender (2,5)        
Tah (2) , 
Wendell (2)    
Mehmedi (5,5)        
Kohr (3,5)        
Aranguiz (1,5) , 
Bailey (1,5)    
Havertz (2,5) , 
Brandt (3,5) - 
Volland (2,5)        

Einwechslungen:
46. Henrichs     für Mehmedi
86. Bellarabi für Kohr
90. + 1 Retsos für Volland

Trainer:
Herrlich
RB Leipzig
Aufstellung:
Gulacsi (3) - 
Bernardo (4) , 
Orban (2,5)            
Konaté (3) , 
Halstenberg (4) - 
Keita (4)    
Demme (4) - 
Kampl (3) , 
Forsberg (3,5)        
Sabitzer (2,5) , 
Ti. Werner (3)    

Einwechslungen:
55. Augustin (5)     für Keita
68. Upamecano für Orban
84. Bruma für Forsberg

Trainer:
Hasenhüttl

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Ti. Werner (13., Foulelfmeter, Rechtsschuss, Sabitzer)
1:1
Bailey (44., Linksschuss, Kohr)
1:2
Forsberg (54., Handelfmeter, Rechtsschuss)
2:2
Volland (74., Rechtsschuss, L. Bender)
Rote Karten
Leverkusen:
Henrichs
(52., Handspiel)
Leipzig:
-
Gelbe Karten
Leverkusen:
Mehmedi
(1. Gelbe Karte)
,
Wendell
(5., gesperrt)
,
L. Bender
(2.)
,
Leno
(1.)
,
Kohr
(4.)
Leipzig:
Orban
(2. Gelbe Karte)
,
Augustin
(1.)

Spieldaten

Bayer 04 Leverkusen       RB Leipzig
Tore 2 : 2 Tore
 
Torschüsse 13 : 12 Torschüsse
 
gespielte Pässe 416 : 431 gespielte Pässe
 
angekommene Pässe 322 : 354 angekommene Pässe
 
Fehlpässe 94 : 77 Fehlpässe
 
Passquote 77% : 82% Passquote
 
Ballbesitz 50% : 50% Ballbesitz
 
Zweikampfquote 48% : 52% Zweikampfquote
 
Foul/Hand gespielt 17 : 16 Foul/Hand gespielt
 
Gefoult worden 14 : 15 Gefoult worden
 
Abseits 5 : 1 Abseits
 
Ecken 3 : 1 Ecken
 

Spielinfo

Anstoß:
18.11.2017 15:30 Uhr
Zuschauer:
29218
Spielnote:  2
hochintensive Partie mit starkem Spannungsbogen und einigen Torchancen.
Chancenverhältnis:
7:4
Eckenverhältnis:
3:1
Schiedsrichter:
Harm Osmers (Hannover)   Note 1,5
lag bei den Strafstoßentscheidungen richtig. Auch Halstenbergs Handspiel im Strafraum (65.) als regelkonform zu bewerten, war vertretbar. Kohrs Tritt gegen Forsberg (83.) nur mit Gelb zu bewerten, war grenzwertig.
Spieler des Spiels:
Leon Bailey
Defensiv auf ungewohnter Position mit starkem Auftritt, offensiv unwiderstehlich beim 1:1: Leon Bailey war eine Triebfeder des Bayer-Spiels.

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